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03.10.2017

Blick auf erfolgreiche Projekte

mia-Preisträger: Die letzten sind nun die ersten

Gute Ideen zukunftsfähig machen – das ist das Ziel des alle zwei Jahre veranstalteten motan innovation award (mia), den die motan holding gmbh mit Sitz in Konstanz alle zwei Jahre ausschreibt. Auf der K 2016 in Düsseldorf hatte das Unternehmen in einer rauschenden Party vier Projekte ausgezeichnet.

  • © motan holding

    Die Gewinner des mia 2016: Die Preisverleihung fand auf der K 2016 in Düsseldorf statt (© motan holding)

  • © motan holding

    Peter Haupt: Seine Erfindung ist ein Dosierer, der die Handling-Schritte Dosieren und Mischen mit der Trocknung in ein und demselben Gerät kombiniert (© motan holding)

  • © motan holding

    Karl Wolfgang: Der motan-Ingenieur entwickelte die sogenannte Octa-Flow-Bag. Ein Prototyp wird auf der Fakuma zu sehen sein (© motan holding)

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Zwei der prämierten Innovationen ließen sich erfolgreich weiterentwickeln. Sie werden nun auf der Fakuma 2017 in Friedrichshafen ausgestellt. Parallel läuft noch bis zum 31. Dezember 2017 die aktuelle Ausschreibung für den mia 2018. Ideen können jetzt noch eingereicht werden.

Statt der üblichen drei hatten es beim mia 2016 sogar vier Innovationen auf das Siegertreppchen geschafft. Die Jury vergab neben dem ersten und zweiten Platz zwei dritte Plätze. Schon die Titel der gekürten Projekte machen neugierig auf mehr: ein „Matrixkoppler“ ist dabei, ein alternatives Verfahren zur „Granulattrocknung“, ein „Trockendosierer“ und der so genannte „Octa-Flow-Bag“ – sie stehen für die vier besten Ideen des Jahres 2016.

Erfolg für die Drittplatzierten

Die zwei drittplatzierten Einreichungen konnten gemeinsam mit motan weiterentwickelt werden und sind für die Präsentation auf der Fakuma 2017 vorgesehen. So erfand der motan-Mitarbeiter Peter Haupt einen Dosierer, der die Handling-Schritte Dosieren und Mischen mit der Trocknung in ein und demselben Gerät kombiniert. Die Energie, die in üblichen Materialfluss-Konstellationen eingesetzt wird, kann auf diese Weise weit besser genutzt werden. Der geringere Energieverbrauch führt zu einer merklichen Kostensenkung, das Handling wird von Arbeitsschritten entlastet.

Das zweite auf der Fakuma vertretene Projekt ist der Octa-Flow-Bag von Karl Wolfgang, ebenfalls motan-Ingenieur. Seit Einführung der Oktabins ist es ein Ärgernis, dass Materialreste nach der Entleerung eigens abgesaugt werden müssen. Die Neuentwicklung führt solche Restmengen automatisch in die Oktabinmitte, wo sie problemlos entnommen werden können. Am motan-Messestand wird ein Prototyp im Querschnitt und eine Bildschirmanimation zu sehen sein.

Die erst- und zweitplatzierten Projekte haben es leider nicht über den Prototyp hinaus und bis auf die Fakuma geschafft, teilte das Unternehmen mit. Der Matrixkoppler von Ludwig Reissner und das alternative Verfahren zur Granulattrocknung vom Team um Fabian Kienzler hatten die Jury besonders beeindruckt. An ihrem Beispiel zeige sich allerdings, dass auch vielversprechende Neuerungen oftmals an der Umsetzung scheitern. Bei späteren Entwicklungsstufen seien Komplikationen entstanden, die nicht abzusehen waren.

Nächste Runde

Während der Weiterentwicklung der 2016er-Projekte läuft die Einsendephase für die 2018er-Runde. Noch bis 31. Dezember 2017 können Projektideen eingereicht werden. Sowohl Einzelpersonen als auch Teams aus der Kunststoffindustrie können teilnehmen. Im März 2018 wird eine Jury über die Nominierungen entscheiden; am 18. Oktober 2018 erfolgt die Preisverleihung während der nächsten Fakuma.

Kriterien sind: Innovationshöhe, Relevanz für die Praxis in der Kunststoffindustrie sowie Umsetzbarkeit und Marktchancen im Umfeld des Materials Handling. Die fünf besten Einsender erhalten im Sommer 2018 die Möglichkeit zur Präsentation. Über die Verteilung des Preisgelds von 20.000 Euro unter den Finalisten entscheidet dann eine unabhängige Jury.

Schätze aus Köpfen und Schubladen heben

„Zu viele gute Ideen werden weder ausgearbeitet noch verfolgt“, begründet motan-Geschäftsführerin Sandra Füllsack die Motivation des Unternehmens zur Ausschreibung des Preises. „Wir möchten die Schätze heben, die sich oftmals nur in Köpfen und Schubladen befinden.“

Der Preis will all jene zur Entwicklung von Ideen motivieren, die sich für Kunststoff und seine Anwendungsmöglichkeiten interessieren bzw. beruflich damit zu tun haben – Facharbeiter in der Produktion ebenso sein wie Studierende aus Anlagenbau, Verfahrenstechnik oder Materialwissenschaften. Gesucht werden Ideen, die kundenspezifische Probleme lösen, neue Technologien in bestehende Applikationen integrieren, neue Anwendungsmöglichkeiten für vorhandene Produkte und Lösungen erschließen, Ressourcen schonen, die Bediener- und Servicefreundlichkeit erhöhen und neue Geschäftsmodelle ermöglichen. (kk)

zusätzliche Links

Finden Sie hier mehr Informationen zu mia 2018.

Weiterführende Information
  • Fakuma 2018

    Hightech im Dreiländereck

    Im Oktober 2018 findet wieder die Fakuma-Messe für Kunststoffverarbeitung in Friedrichshafen statt. Hier gibt es Daten und Fakten zur Messe sowie umfangreiche multimediale Berichte.   mehr

  • Erschienen in Kunststoffe 09/2017

    Digitalisierung und Effizienz

    Aussteller betonen „intelligente“ und ressourcenschonende Seiten

    Die Hersteller von Materialhandling-Komponenten sind bestrebt, ihre Produkte effizienter und – im Sinne von Industrie 4.0 – „intelligenter“ auszuführen. Auf der Fakuma 2017 präsentieren die Aussteller die Effizienz und „Intelligenz" ihrer Produkte.   mehr

    ProTec Polymer Processing GmbH Headquarters
    PIOVAN GmbH
    HS Umformtechnik GmbH
    Moretto S.p.A.
    Dopag Dosiertechnik u. Pneumatik AG
    Emde Industrie-Technik GmbH
    FarragTech GmbH
    Coperion K-Tron (Schweiz) GmbH

  • 22.10.2016

    Jury von Matrixkoppler überzeugt

    Die Preisträger des Motan Innovation Award 2016

    Statt der üblichen drei haben es vier Materialhandling-Innovationen auf das Siegertreppchen geschafft   mehr

Unternehmensinformation

Motan Holding GmbH

Stromeyersdorfstr. 12
DE 78467 Konstanz
Tel.: 07531 817816
Fax: 07531 57546

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