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20.08.2020

IK fordert verstärkte Getrenntsammlung und Recycling von Abfällen im öffentlichen Raum

VKU-Studie zu zusätzlichen Abfallentsorgungsgebühren

Am 20. August 2020 stellten der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) und dem Bundesumweltministerium (BMU) eine Studie zu den Entsorgungskosten von Einwegkunststoffprodukten im öffentlichen Raum vor. Dazu nimmt die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen wie folgt Stellung:

Bei Abfällen im öffentlichen Raum gilt es zu unterscheiden zwischen dem achtlosen Wegwerfen (Littering) und der korrekten Entsorgung von Abfällen in öffentliche Abfallbehälter.

Achtloses Wegwerfen verhindern, nicht finanzieren

Achtloses Wegwerfen gilt es zu verhindern und nicht zu finanzieren. Der Konsument wird sein Verhalten dadurch nicht ändern. Anders gesagt: Wenn wir möchten, dass unsere Kinder lernen, ihr Zimmer aufzuräumen, bringt es nichts, wenn der Spielzeughersteller jemand anderes dafür bezahlen muss.

Kosteneffiziente Getrenntsammlung und Recycling fördern

© stock.adobe.com/cat027

© stock.adobe.com/cat027

Die Kunststoffverpackungshersteller in Deutschland haben ein großes Interesse daran, auch die Abfälle im öffentlichen Raum als Wertstoffe verstärkt zu recyceln und nicht nur doppelt für die Entsorgung zahlen zu lassen. Schließlich ist bereits heute von den Inverkehrbringern für das Getrenntsammeln von Verpackungen eine Lizenzgebühr an die Dualen Systeme zu entrichten.

Kunststofflösungen sind auch beim Außer-Haus-Verzehr aus ökobilanzieller Sicht oft die bessere Wahl gegenüber Glas, Alu oder Papier- bzw. Papierverbunden. Daher muss es darum gehen, eine kosteneffiziente Getrenntsammlung im öffentlichen Raum zu fördern, statt einfach Gelder für bestehende Geschäftsmodelle zu generieren und Kunststoff durch andere, wohlmöglich weniger ökologische Materialien zu ersetzen.

Zu viele Kunststoffprodukte, zu wenige Papierverbunde erfasst

Was die zugrunde liegende Methodik der Studie des VKU betrifft, müssen wir uns die Details noch genauer ansehen. Aktuell liegen noch keine Leitlinien der EU vor, die eine genaue Definition der betroffenen Verpackungen ermöglicht. Es fehlt hier also noch die Basis. Unser erster Eindruck ist jedoch, dass in der VKU-Studie vermutlich zu viele Kunststoffverpackungen mitgezählt wurden und zu wenige Papierverbunde.

Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass zur Sicherung des freien Binnenmarktes nur eine 1:1 Umsetzung der EU-Richtlinie erfolgen kann, bei der die Kosten transparent und unabhängig ermittelt und die Dienstleistungen ausgeschrieben werden.

"Einwegplastik und Zigarettenkippen in der Umwelt kosten Kommunen jährlich 700 Millionen Euro."

Die vollständige Studie des VKU können Sie hier downloaden .

Weiterführende Information
  • 11.08.2020

    Blitzumfrage von IK zur Nachfrage nach Recyclingmaterial

    Nachhaltigkeitsziele der Kunststoffverpacker haben Bestand

    In einer Blitzumfrage unter den Mitgliedern der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen gab ein Großteil der Unternehmen an, den Einsatz von Rezyklaten auch in der Krise nicht zu reduzieren.   mehr

  • 14.05.2020

    Von Kapazitätsgrenzen bis Kurzarbeit

    Corona trifft die Verpackungshersteller unterschiedlich

    Die Antworten auf eine Umfrage der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen unter den Mitgliedsunternehmen zeigt, dass die Unternehmen unterschiedlich stark von der Corona-Pandemie betroffen sind.   mehr

  • 06.03.2020

    Ambitionierte Europapolitik statt Aktionismus

    Verband warnt vor Folgen des „European Plastics Pact"

    Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen sieht in dem veröffentlichten „European Plastics Pact“ puren Aktionismus, der falsche Erwartungen weckt und der Kreislaufwirtschaft damit mehr schadet als nützt.   mehr

Unternehmensinformation

ik Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

Kaiser-Friedrich-Promenade 43
DE 61348 Bad Homburg
Tel.: 06172 9266-01

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