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24.03.2016

Der Automobilbau ist Leichtbau-Treiber

Interview mit Marc Kirchhoff, Vorstandsmitglied Arbeitsgemeinschaft Hybride Leichtbau Technologien

Für eine ressourcenschonende und energieeffiziente Umwelt ist Leichtbau unverzichtbar. Wie in der Luftfahrt, sind zunehmend auch im Automobilbau Leichtbaulösungen gefragt, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. Bei Wachstumsraten von 7-8% wird 2020 allein in der Transportbranche ein weltweiter Leichtbaumarkt von 140 Mrd. EUR erwartet.

Marc Kirchhoff (©Trumpf Laser- und Systemtechnik)

Marc Kirchhoff (©Trumpf Laser- und Systemtechnik)

Vor diesem Hintergrund hat der VDMA die Arbeitsgemeinschaft Hybride Leichtbau Technologien ins Leben gerufen. Auf dieser Plattform tauschen sich Maschinenbauer mit Vertretern von Anwender- und Zulieferindustrien über Möglichkeiten, Technologien und Werkstoffe im Leichtbau aus. Vorstandsmitglied Marc Kirchhoff erklärt im Interview welche Anforderungen der Leichtbau an Materialien und Hersteller stellt.

Worum geht es beim Leichtbau?
Kirchhoff: Beim Leichtbau geht es heute, viel mehr als früher, um leichte Konstruktionen. Es geht um Flanschreduktion und um neue Fügetechniken. Es geht dabei aber auch immer mehr um hybriden Leichtbau, das heißt, um die sinnvolle Kombination von Werkstoffen. Im Fahrzeugbau heißt das beispielsweise, dass Autos heute aus einem Materialmix von Stahl, Aluminium, Kunststoffen bis hin zu den faserverstärkten Kunststoffen gebaut werden.

Inwieweit betrifft das Thema einen Hersteller von Laserstrahlquellen wie Trumpf?
Bei den hybriden Verbindungen stellt sich die Frage, wie man diese Werkstoffe bearbeitet. Der Laser bietet viele Möglichkeiten, diese Materialien überhaupt zu prozessieren, das heißt, zu schneiden, zu strukturieren oder ähnliches. Das Hauptthema ist, wie man die vielen unterschiedlichen Materialien verbindet. Da ist der Laser eines der Werkzeuge, um Mischverbindungen, beispielsweise von Metall und Kunststoff herzustellen.

Wieso wird Leichtbau heutzutage meist mit der Autoindustrie verbunden? Dabei ist er etwa im Flugzeugbau schon sehr lange ein Thema.
Der Automobilbau ist der Leichtbau-Treiber, wenn es um Produktionstechnik geht. Denn in dieser Branche geht es immer um sehr große Stückzahlen und sehr hohe Qualitätsanforderungen. Bearbeitungszeiten spielen eine viel größere Rolle als etwa in der Luftfahrtindustrie. Im Automobilbau - und das sieht man sehr gut an den faserverstärkten Kunststoffen, die jetzt im Kommen sind - werden jetzt deutlich kürzere Zykluszeiten dieser Bauteile verlangt. Die Autoindustrie stößt viele Entwicklungen an.

Inwieweit ist Leichtbau durch politische Vorgaben getrieben?
Wenn die politischen Rahmenbedingungen die Verbrauchsnormen nicht mehr forcieren würden, würde das sicherlich dazu führen, dass ein bisschen Tempo herausgeht. Weniger im Bereich Leichtbau, als mehr im Bereich der Antriebstechnologien. Leichtbau hat uns schon umgetrieben, bevor die CO2-Richtlinien der EU definiert wurden. Verbrauch ist sicher das eine, aber wichtig sind auch Themen wie Fahrdynamik und Fahrspaß. Das treibt die Automobiler auch unabhängig von Vorgabewerten an.

Wie verhalten sich Leichtbau und Sicherheit in der Autoproduktion zueinander?
Jeder versucht natürlich, trotz einer Gewichtseinsparung, die Sicherheit der Fahrzeuge immer weiter nach oben zu treiben. Es ist das große Ziel der Konstrukteure, jedes Bauteil ideal auslegen zu können. Das kann man gut am Beispiel der B-Säule erkennen. Im Bereich der B-Säulen laufen Entwicklungen, die Materialien entsprechend der Belastungen im Verlauf der B-Säule auszuwählen. So kommen hier Kombinationen von Stahl, hochfesten Stählen und Kunststoffen zum Einsatz. Eine solche B-Säule bietet die höchste Sicherheit und ist gleichzeitig deutlich leichter als eine reine Stahlkonstruktion.


Inhaltsverzeichnis

Interview Dr. Walter Begemann, VDMA Hybride Leichtbau Technologien

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