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22.12.2016

IML-Etiketten sauber positionieren

Elektrostatische Ladung beim Spritzgießen und Blasformen

Im Auge des Verbrauchers spielt die Verpackung eines Produkts eine wesentliche Rolle für das Markenimage: Das Etikett eines Produktes dient als Firmengesicht. Mit dem In-Mould Labelling (IML) können Unternehmen ihre Verbraucherfreundlichkeit steigern und gleichzeitig die ihre Produkte vor Verschmutzungen und Fälschungen schützen.

Beim IML-Verfahren wird das Etikett direkt in der Form angelegt (© Hanser/M. Ehrhardt)

Beim IML-Verfahren wird das Etikett direkt in der Form angelegt (© Hanser/M. Ehrhardt)

In den letzten Jahrzehnten erfreute sich diese Methode der Produktdekoration einer wachsenden Popularität. Heute gibt es zahlreiche Branchen, die das IML-Verfahren einsetzten: Lebensmittel, Kosmetik, Gesundheitswesen, Pharma und sogar die Automobilindustrie. Der Markt für In-Mould-Etiketten wird voraussichtlich von 2,58 Mrd. USD im Jahr 2015 bis 2020 auf 3,23 Mrd. USD anwachsen, mit einer geschätzten jährlichen Wachstumsrate von 4,54%. Das Wachstum ist auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen, wie z.B. die zunehmende technische Weiterentwicklung im Verpackungssektor, die zu kosteneffizienten Herstellungsprozessen führt, oder ein wachsendes Bewusstsein der Verbraucher gegenüber nachhaltiger Etikettierung und Verpackung. Das Wachstum der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie bietet auch eine Chance für weitere Marktexpansionen, vor allem in den aufstrebenden Regionen Asien-Pazifik und Lateinamerika.

Wie funktioniert IML?

Der Begriff „In-Mould Labelling“ steht für das Herstellungsverfahren, bei dem ein Etikett auf einen Kunststoffverpackungsbehälter aufgebracht wird. Beim Formen des Behälters wird das Etikett direkt in die Form gelegt, anstatt mit einem Klebstoff auf die Oberfläche des fertigen Produktes angebracht zu werden.

Die relative Inkompatibilität des traditionellen Papiers für das Recycling mit Kunststoff war lange Zeit ein großer Nachteil für IML. Beispielsweise führen Unterschiede in der Schrumpfdynamik zu Beulen und Blasen, die dann die Gesamtpräsentation des Produkts beeinflussen. Das bedeutet wiederum mehr Ausschuss und weitere Kosten- und Handhabungsprobleme, insbesondere wenn es notwendig ist, die Papieretiketten von den Kunststoffbehältern zu entfernen, um ein Recycling zu ermöglichen.

Recycling ist seit langem einer der Hauptanreize, in synthetische Papiere für IML-Anwendungen zu investieren. Da Kunststofffolien (wie Polypropylen oder Polyethylen) viele der chemischen Eigenschaften der Behälter teilen, die sie verzieren, können sie mit dem Behälter recycelt werden.

Weitere Vorteile gegenüber traditioneller Etikettierung sind eine bessere Feuchtigkeits- und Produktbeständigkeit sowie eine sehr gute Reiß- und Abriebfestigkeit, die die Haltbarkeit der Verpackung verlängern. Außerdem weisen die Kunststofffolien Schrumpfeigenschaften auf, die für die Behältermaterialien besser geeignet sind, wodurch die Qualitätsprobleme, die bei herkömmlichen Etiketten auftreten, deutlich reduziert werden.

Spritzgießen oder Blasformen?

IML kann bei einer Vielzahl von Formungsverfahren eingesetzt werden, wobei die beliebtesten Spritzgießen und Blasformen sind. Beide Verfahren sind für Etikettierungsanwendungen geeignet, haben jedoch jeweils andere Eigenschaften.

Beim Spritzgießen wird das Etikett in den Hohlraum eingesetzt, bevor der Kunststoff eingespritzt wird. Sobald das Kunststoffmaterial in die Form eingespritzt wurde, kühlt es ab und das Etikett ist mit dem Behälter verschmolzen. Zu den wichtigsten Vorteilen dieses Verfahrens zählt die Möglichkeit, alle Seiten eines polygonförmigen Behälters gleichzeitig zu etikettieren, was bei Klebeetiketten, Wärmeübertragung oder druckempfindlicher Etikettierung nicht möglich ist.

Auch beim Blasformen wird das Etikett direkt in die Form gelegt und haftet, aufgrund des wärmeaktivierten Klebestoffes auf der Etikettenoberfläche, am geformten Behälter, wenn dieser abkühlt und seine endgültige Form annimmt. Dadurch kann der Behälter gebogen und gequetscht werden, ohne dass sich das Etikett von der Oberfläche ablöst. Das führt zu einer längeren Haltbarkeit und erlaubt der Marke hochqualitative Grafiken wiederzugeben.


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  • Erschienen am 22.12.2016

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    Eine der häufigsten Herausforderungen im Markt für In-Mould Labelling (IML) ist die verstärkte Präsenz verkleinerter Behälter und Etiketten. Die Lösung dieses Problems ist ein miniaturisiertes IML-Aufladesystem, das speziell für Anwendungen entwickelt wurde, in denen kleine Gegenstände geformt werden. Speziell dafür hat Meech das IML-Aufladesystem 994 Hydra entwickelt.   mehr

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