nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
29.06.2016

Ist die Kunststoffindustrie als Arbeitgeber attraktiv?

Kunststoffe-Umfrage im Juli

Die Kunststoffbranche hat ein Nachwuchsproblem, zumindest auf lange Sicht. Denn die Gesellschaft altert. Dass immer weniger junge Leute nachrücken, macht sich insbesondere auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Denn es wird immer schwieriger Nachwuchs zu gewinnen.

Im Gegensatz zu anderen Branchen muss die Kunststoffindustrie um qualifizierte Fachkräfte und gute Auszubildende kämpfen 
(© 123RF.com/auremar)

Im Gegensatz zu anderen Branchen muss die Kunststoffindustrie um qualifizierte Fachkräfte und gute Auszubildende kämpfen
(© 123RF.com/auremar)

Wirklich gute Schulabsolventinnen und -absolventen, die nicht direkt ein Studium aufnehmen, können sich ihre Lehrstelle fast schon aussuchen. Sofern es keine regionalen Präferenzen gibt, entscheiden sich viele davon aber lieber für eine Ausbildungsstelle außerhalb der Kunststoffbranche. Nicht unerwähnt soll auch bleiben, dass es auf der anderen Seite auch Schulabgänger gibt, die für einen anspruchsvollen Lehrberuf, wie z. B. Verfahrensmechniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik, gar nicht geeignet sind.

Auch bei den Akademikern spricht der Trend nicht gerade für die Kunststoffindustrie. In der Studie „Universum Student Survey 2016“, in der mehr als 45.000 Studierende nach den attraktivsten Arbeitgebern gefragt wurden, tauchen kaum Unternehmen der Kunststoffbranche auf. Die meisten der dort aufgeführten Firmen lassen sich der Automobilindustrie zuordnen, und auch die Spitzenreiter sind Automobilhersteller, zumindest bei den Ingenieuren.

Die Gründe für die Wahl des Arbeitsgebers sind meist vielschichtig und lassen sich nicht pauschal benennen. Dennoch stellt sich die Frage, ob die Kunststoffindustrie als Arbeitgeber überhaupt attraktiv genug ist. Im Juli 2016 haben wir unsere Nutzer dazu befragt.
Sehen Sie hier die Abstimmungsergebnisse.

Ist die Kunststoffbranche für Schul- und Uni-Absolventen attraktiv?


Ja, es gibt ausreichend qualifizierten Nachwuchs!

 
7,39%

Ja, denn wo qualifizierter Nachwuchs fehlt, betrifft das nicht speziell die Kunststoffindustrie, sondern alle Branchen.

 
9,66%

Nein, die Kunststoffindustrie mit ihren vielen kleinen und mittleren Betriebe ist viel zu wenig bekannt. Vor allem Schüler wissen oft nicht, welche Chancen sie bietet.

 
63,64%

Nein, Kunststoffe haben ein Imageproblem. Die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen schaden der Branche und schrecken den Nachwuchs ab.

 
13,64%

Nein, die Branche ist vor allem für Frauen unattraktiv. Noch immer sind sie in der Kunststoffindustrie unterrepräsentiert und die Branche zieht auch keinen weiblichen Nachwuchs an.

 
5,68%

Weiterführende Information
  • Was hilft gegen den Fachkräftemangel?

    Kunststoffe-Umfrage im Februar/März

    Gute Fachkräfte zu bekommen ist schwer, sie zu halten noch viel mehr. Wo sehen Sie Möglichkeiten im Kampf gegen den Mangel? Stimmen Sie jetzt bei unserer Umfrage ab!   mehr

  • 24.05.2016

    Attraktive Arbeitgeber für Studierende

    Universum Student Survey 2016 veröffentlicht

    Für Studierende der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften sind vor allem Automobilhersteller attraktive Arbeitgeber. Dies belegt eine Umfrage mit mehr als 45.000 Teilnehmern.   mehr

  • 26.04.2016

    GKV sieht Grund zur Besorgnis

    Ausbildungssituation in der kunststoffverarbeitenden Industrie

    Letztes Jahr begannen nur rund 2500 Menschen eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik.   mehr

4 Kommentare
  • 18.07.2016 Kommentar eines aktuellen Absolventen - Masterarbeit in der Kunststoffbranche

    Ich möchte hier meinen Kommentar abgeben und damit einen Eindruck meiner Erfahrungen geben, die ich im Rahmen meiner aktuellen Abschlussarbeit meines klassischen Maschinenbaustudiums mache.

    Seit Anfang Mai bin ich in einem international aufgestellten, starken mittelständischen Unternehmen mit hoher Fertigungstiefe. Die Produkte umfassen Automobilteile und -Baugruppen - hauptsächlich Interieur, nebenbei etwas Exterieur.

    Für mich waren in der Vergangenheit die Kunststoffe wirklich das "böse" Material:

    1.: Der Vorteil der Witterungsbeständigkeit ist nunmal auch der große Nachteil. Letztlich liegt das Problem hierbei aber im Umgang mit den Produkten. Was früher verrottet und verostet ist, zieht nun im Meer hunderte Jahre seine Kreise.

    2.: Schädliche Auswirkungen durch denaturierende Additive und falsche/fehlende Materialangabe ließen sich mit internationalen Verboten, überwachten Kontrollen und harten Strafen mindern. Man denke an das Beispiel der Brustimplantate und Weichmacher...

    3.: Das Recycling-Problem: Ja, hier sehe ich persönlich ein ENORMES Problem! Was machen wir mit den tollen hochleistungsfähigen Verbundwerkstoffen? Das Trennen gelingt derzeit weder einwandfrei noch wirtschaftlich. Ich erlebe gerade, wie ein OEM seine CFK-Reste shreddert, zu Granulat weiterverarbeitet und nun verlangt, das damit erprobte Materialien in Serienprodukten substituiert werden sollen. Das Abfall als neuer Rohstoff genutzt wird ist eine feine Sache. Aber es macht den Anschein, als würde das Entsorgungsproblem zeitlich weitergeschoben werden. Wer weiß? Vielleicht gibt es ja dann in 10 Jahren Technologien, die dieses Problem zur Möglichkeit machen? Klingt wie die Verheißung der Kernenergie...

    Fazit: Früher habe ich Kunststoffe nur durch Ferienarbeiten kennengelernt und die Probleme erlebt. Die Kunststoffe haben mich in den wenigen Wochen begeistert, weil mir die Möglichkeiten aufgezeigt wurden, was alles geht! Es ist für mich ein Spagat aus neuen Erlebnissen, eingesessenen Denkmustern, Potenzialen/Innovationsmöglichkeiten und dennoch großer Skepsis.

    Ich habe verstanden, dass wir aus guten Gründen Kunststoffe vermehrt einsetzen. Nur, wenn die Industrie UND die Anwender/Kunden neben den Möglichkeiten auch die Verantwortung erkennen und dementsprechend handeln, wird Kunststoff seinen schlechten Ruf verlieren und damit dafür sorgen, dass mehr junge Talente in die Branche einsteigen WOLLEN. Ein stumpfer Ausruf nach Nachwuchs ist nicht genug. Gelebte Firmenphilosophie, nachhaltige Strategien, Kompetenzanspruch und das richtige Arbeitsumfeld - das ist reizt mich. Ich bin neu in der Branche und wo ich aktuell bin, da will ich erstmal bleiben. Das liegt aber mehr am Firmenalltag als an den Kunststoffen.

  • 06.07.2016 von Eigentlich eine gute Branche

    Nach einem auf Textilfärberei ausgerichtetem Studium habe ich mehrmals umgelernt.
    Von Textilfärberei auf Einfärben von Kunststoffen, insbesondere von Thermoplasten. Dann
    Entwicklung von Thermoplast - Compounds für Spritzguß - und Extrusionsanwendungen,
    Die letzten 20 Berufsjahre habe ich bei einem Additivlieferanten für Farben, Lacke und Kunststoffe ganz allgemein gearbeitet. Die Flexibilität hat sich durchaus finanziell gelohnt. Wer lässt sich nicht gerne als "Fachidiot für Plastik" von einem sonst auf anorganische Materialien spezialisierten Unternehmen abwerben?
    Das vielleicht als Hinweis für eine Tätigkeit in der Kunststoffbereich für Studenten und
    sonstige Auszubildende. Für eine erfolgreiche Karriere ist eine hohe Flexibilität unbedingt erforderlich.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Dieter Carl

  • 05.07.2016 von Problem Kunststoff auch Teil der Lösung

    Hallo -- schwierig die Situation mit den wenigen Fragen realistisch darzustellen. Wir sind ein kleiner Mittelständler (Formbau und Spritzguss). Klassische Ausbildungs-Berufe (Feinwerkmechaniker/in, Büro-/Industriekaufleute) sind branchenunabhängig und noch immer beliebt, der Verfahrensmechaniker/in Kunststofftechnik ist jedoch noch zu unbekannt. Hier müssten Schule und Jobcenter besser informieren. Das Imageproblem sehe ich nur teilweise - Stichworte wie Recycling, Nachhaltigkeit, C2C, etc sind sehr positiv geprägt. Wichtig ist vielmehr die Einsicht von uns Unternehmern, dass wir umwelttechnisch Teil des Gesamtproblems sind. Aber genau hier liegt auch die Chance, weil nur über uns auch Lösungsansätze in Themen wie z.B. Marine Litter zu finden sein werden.

  • 01.07.2016 von Alle drei Nein Argumente richtig

    Guter Kunststoffnachwuchs hat es sehr einfach einen guten Job zu finden weil er zu selten ist!

    Am Anfang der Ausbildung sprich am ende der Schule kennt der Schüler vielleicht einen Mittelständler am Ort vom vorbeifahren... aber die 100 anderen Betriebe die er ebenso von außen gesehen hat kennt der Schüler nicht. Metallbuden gibt es wie Sand am Meer!
    Kunststoffe = Mikroplastik = Plastiktüte = böse das ist das Bild in der selben Gesellschaft die 1000 Kunststoffprodukte nutzt... warum sollte ich mich zum bösen Menschen ausbilden lassen?

    Zuletzt: Auch in der Kunststoffbranche können wir uns nicht mehr erlauben 50% des kreativen Potentials der Menschen zu verschwenden weil denen ein entscheidendes Körperteil fehlt und sie unter regelmäßigem Blutverlust leiden...
    Wir brauchen dassicher bessere Vereinbarkeit von Karriere und Familie, auch für uns Männer, andererseits müßen wir den Mädles zeigen:
    Kunststoffe sind ein faszinierendes Material und ebenso wie beimBeton kommt es darauf an was man daraus macht... im Design sind wir viel freier als beiHolz, Stein oder Metall, wir sparen Energie, wir machen vieles in der neuen Technologie erst möglich!
    Liebe Jugend: Polymere sind cool und manchmal auch heiß!

Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Kunststoffe Basics
Marktbarometer

Erfahren Sie in unserem monatlichen Marktbarometer, wie sich die Kunststoff-Branche entwickelt.


Zum Marktbarometer