nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
Technische Kunststoffe - Polyethylenterephthalat (PET)

Polyethylenterephthalat (PET)

Auszug aus
Georg Abts

Kunststoff-Wissen für Einsteiger

09/2016, 264 Seiten, € 35,00
ISBN: 978-3-446-45041-7
S. 125-126

Polyethylenterephthalat ist mit etwa 6 % Anteil an der Gesamtmenge der produzierten Kunststoffe einer der bedeutendsten Thermoplaste. Ursprünglich nur für Fasern verwen det, wird heute etwa ein Viertel der produzierten Menge für Verpackungen und Halbzeuge eingesetzt. PET-Fasern werden mittlerweile auch aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Der größte Teil der in Deutschland produzierten PET-Flaschen wird nach Gebrauch in China zu Polyesterfasern für Fleecestoffe recycelt.

Eigenschaften

Die Eigenschaften von PET hängen von der Kristallinität ab. PET ist zwar teilkristallin, aufgrund seiner sehr langsamen Kristallisationsgeschwindigkeit kann es in Abhängigkeit vom jeweiligen Typ und den Verarbeitungsbedingungen auch im amorph-transparenten Zustand vorliegen.

  • 2016 feierte der Werkstoff PET seinen 75. Geburtstag. Ursprünglich wurde der Kunststoff als Alternative zur Herstellung von Textilfasern entwickelt, heute ist das Material eines der wichtigsten in der Verpackungs- und Textilindustrie. Darüber hinaus ... (© PET Forum)

    2016 feierte der Werkstoff PET seinen 75. Geburtstag. Ursprünglich wurde der Kunststoff als Alternative zur Herstellung von Textilfasern entwickelt, heute ist das Material eines der wichtigsten in der Verpackungs- und Textilindustrie. Darüber hinaus ... (© PET Forum)

  • ... funktioniert bei keinem anderen Kunststoff der Recyclingzyklus so gut wie bei PET. Aus dem Rezyklat entstehen neue Produkte, beispielsweise unterschiedliche Verpackungsmaterialien (© PET Recycling Schweiz)

    ... funktioniert bei keinem anderen Kunststoff der Recyclingzyklus so gut wie bei PET. Aus dem Rezyklat entstehen neue Produkte, beispielsweise unterschiedliche Verpackungsmaterialien (© PET Recycling Schweiz)

  • Aus Flaschen werden Folien: Die Nachfrage nach Post-Consumer-Flakes aus PET-Flaschen steigt in vielen Industriezweigen (© Polifilm)

    Aus Flaschen werden Folien: Die Nachfrage nach Post-Consumer-Flakes aus PET-Flaschen steigt in vielen Industriezweigen (© Polifilm)

  • Neue Einsatzgebiete für recycelte PET-Flaschen: Schicke Abendkleider oder Hightech-Baustoffe, praktische Rucksäcke oder hochwertige Küchen. Gebrauchte Flaschen aus Polyethylenterephthalat (PET) finden immer mehr Anwendungsgebiete (© Starlinger)

    Neue Einsatzgebiete für recycelte PET-Flaschen: Schicke Abendkleider oder Hightech-Baustoffe, praktische Rucksäcke oder hochwertige Küchen. Gebrauchte Flaschen aus Polyethylenterephthalat (PET) finden immer mehr Anwendungsgebiete (© Starlinger)

  • PET ist ein Verpackungspolymer mit guten Materialeigenschaften und einer hohen Verbraucherakzeptanz. In diesem Beitrag aus der Ausgabe 10/2017 wird erläutert, warum der Parade-Werkstoff der Kreislaufwirtschaft Konkurrenz bekommt (© Fraunhofer IVV)

    PET ist ein Verpackungspolymer mit guten Materialeigenschaften und einer hohen Verbraucherakzeptanz. In diesem Beitrag aus der Ausgabe 10/2017 wird erläutert, warum der Parade-Werkstoff der Kreislaufwirtschaft Konkurrenz bekommt (© Fraunhofer IVV)

  • Neben den klassischen Anwendungsgebieten, wie kohlensäurehaltiges Wasser und Softdrinks, werden zunehmend auch Milchgetränke in PET-Flaschen abgefüllt (© Hanser/A.Stein)

    Neben den klassischen Anwendungsgebieten, wie kohlensäurehaltiges Wasser und Softdrinks, werden zunehmend auch Milchgetränke in PET-Flaschen abgefüllt (© Hanser/A.Stein)

  • Die Eigenschaften von PET hängen stark von der Kristallinität ab. In Anlehnung an die Pulvermetallurgie wurde nun ein Verfahren entwickelt, um PET-Bauteile mit komplexer Geometrie und hohem Kristallisationsgrad herzustellen  (© Society of Plastics Engineers)

    Die Eigenschaften von PET hängen stark von der Kristallinität ab. In Anlehnung an die Pulvermetallurgie wurde ein Verfahren entwickelt, um PET-Bauteile mit komplexer Geometrie und hohem Kristallisationsgrad herzustellen (© Society of Plastics Engineers)

1 | 0

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Das teilkristalline PET-C besitzt eine hohe Festigkeit und Steifigkeit, jedoch nur eine geringe Schlagzähigkeit. Die Neigung zur Verformung durch Kriechen ist relativ gering, PET-C besitzt außerdem gute Abriebfestigkeit. Die Einsatzgrenzen liegen etwa zwischen –20 bis zu +120 °C Dauertemperatur, kurzfristig sind bis zu 200 °C möglich. Unter Sauerstoffausschluss sind Dauertemperaturen bis zu 135 °C möglich. Allerdings fällt der Elastizitätsmodul ab etwa 80 °C deutlich ab. Amorphes PET-A ist transparent und besitzt eine etwas bessere Schlagzähigkeit und Dimensionsstabilität, dafür eine geringere Härte und Steifigkeit als teilkristallines PET-C. Die Einsatzgrenzen liegen mit –40 bis + 60 °C (100 °C unter Luftabschluss) deutlich unterhalb der von PET-C. Bei Temperaturen ab 80 °C setzt die Kristallisation ein, sie lässt sich jedoch durch Recken und thermische Nachbehandlung reduzieren. Amorphes PET ist bis zu etwa 5 mm Wandstärke transparent und zeigt im Vergleich zu teilkristallinem PET eine bessere Beständigkeit gegenüber perchlorierten Kohlenwasserstoffen.

PET besitzt nur mittlere elektrische Isoliereigenschaften. Es ist polar und beständig gegenüber verdünnten Säuren, aliphatischen und aromatischen Kohlenwasserstoffen, Ölen, Fetten und Alkoholen, jedoch nicht gegenüber halogenierten Kohlenwasserstoffen und Ketonen. Da PET chemisch zu den Estern gehört, ist es unbeständig gegenüber heißem Wasser und Alkalien. Die relativ geringe Durchlässigkeit für Sauerstoff und Kohlendioxid ermöglicht den Ersatz von etablierten Verpackungsmaterialien wie Glasflaschen und Metalldosen auch für kohlensäurehaltige Getränke. Um die Barriereeigenschaften weiter zu erhöhen, werden solche Behälter in der Regel plasmabeschichtet. Der Einbau sperriger Moleküle wie Isophthalsäure oder 1,4-Cyclohexandimethylol bewirkt eine sterische Hinderung (Verzögerung von Reaktionen aufgrund räumlicher Strukturen) und damit eine verringerte Kristallisationsneigung. Auf diese Weise lassen sich auch aus PET-C transparente Teile herstellen.

Anwendungsbeispiele

Hauptanwendungen von PET sind blasgeformte Flaschen. Hier wurden bereits in erheblichem Maße Verpackungen aus Metall oder Glas verdrängt. PET-Getränkeflaschen weisen unterschiedliche Wanddicken auf, dünnwandige Flaschen sind Einwegflaschen, dickwandige Flaschen sind Mehrwegflaschen. PET-A wird außerdem als Trägermaterial für fotografische Filme und Magnetbänder, Schreibfolien, Klebebänder sowie für Elektroisolierfolien eingesetzt. PET-C Formteile finden sich in elektrischen Kleingeräten, weitere Einsatzgebiete sind Zahnräder, Rollen und Möbelbeschläge sowie Fasern.

Auszug aus
Georg Abts

Kunststoff-Wissen für Einsteiger

09/2016, 264 Seiten, € 35,00
ISBN: 978-3-446-45041-7
S. 125-126

Mediathek

Günstig, schnell und zunehmend individuell

Werkstoff für alle Fälle

Herzlichen Glückwunsch, PET!


Weiterführende Information
  • 06.01.2017

    Nach Farben und chemischen Signaturen sortieren

    „Bottle-to-bottle“-Flakes aus recyceltem PET in Flaschenqualität

    Kunststoffabfälle sind weltweit eine enorme Herausforderung. Eine Zweimaschinen-Sortierlösung kann den Ertrag um mehr als 30% steigern.   mehr

  • © Krones

    Funktionale Leichtgewichte

    Leichte Verpackungen mit hoher Funktionalität bleiben gefragt

    Verpackungen sollen Lust auf Produkte machen, sie gut schützen, und all das mit möglichst wenig Material. Wie Verpackungshersteller diese ehrgeizigen Anforderungen und den Wunsch nach hoher Ressourceneffizienz bei Herstellung, Lagerung und Transport erfüllen, wird sich auch auf der K2016 in Düsseldorf zeigen.   mehr

  • Bild: Ohne Wenn und Aber
    Kunststoffe 01/2013, Seite 24 - 28

    Ohne Wenn und Aber

    Bottle-to-Bottle-Recycling von PET mit dem Ohl-Prozess

    PET-Rezyklat, das für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen ist, muss schadstofffrei sein. Mit dem Ohl-Prozess aus...   mehr

keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Newsletter

Sie wollen keine Kunststoffe-News verpassen?
Hier kostenlos anmelden


Beispiel-Newsletter ansehen