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Technische Kunststoffe - Polyamid (PA)

Marktentwicklung PA 6 und PA 66

Der weltweite Verbrauch an PA 6 und PA 66 erreichte 2011 ein Volumen von 6,7 Mio. t gegenüber 6,6 Mio. t im Jahr 2010 (Quelle: PCI Yellow Book 2012). Größter Abnehmer waren mit einem Anteil von rund 53 % die Produzenten von Fasern und Filamenten. Rund 41 % (2,7 Mio. t) wurden zu technischen Compounds verarbeitet. Ein Anteil von etwa 6 % fiel auf die Herstellung von Folien.

Weltweiter Verbrauch an PA 6 und PA 66 im Jahr 2011

Die Automobil- und Elektro-/Elektronikindustrie sind die wichtigsten Abnehmer von PA 6 und 66 im Bereich Engineering Plastics. Im Jahr 2012 waren etwa in Europa die Autobranche für 55 % und die Hersteller von Elektro- und Elektronikartikeln für 22 % der Nachfrage verantwortlich.

Wichtige Abnehmer von PA 6 und PA 66 in Europa im Jahr 2012

Die aktuelle Marktsituation stellt sich für PA 6 und PA 66 unterschiedlich dar. Vor drei Jahren waren im Falle von PA 6 und seinem Vorprodukt Caprolactam die Kapazitäten für Europa und Nordamerika ausreichend, während es in Asien und besonders in China einen Engpass vor allem bei Caprolactam gab. Dieser Engpass konnte größtenteils von Nordamerika und Europa aus kompensiert werden, führte jedoch insgesamt zu einer global angespannten Versorgungssituation. Mittlerweile sind in Asien bzw. China die Caprolactam-Kapazitäten hauptsächlich durch lokale Unternehmen massiv ausgebaut worden. Gegenüber 2010 stehen dem Markt weltweit heute über 1 Mio. t/a mehr Caprolactam zur Verfügung. Asien bzw. China können sich inzwischen selbst mit Caprolactam und PA 6 versorgen. Allerdings haben sich dadurch in allen Regionen Überkapazitäten aufgebaut, was einen spürbaren Preisdruck ausgelöst hat. Für die meisten Hersteller, die Caprolactam oder nur PA 6-Basisharz produzieren, ist die wirtschaftliche Situation deshalb derzeit unbefriedigend. Einige haben begonnen, Kapazitäten abzubauen.

Die Marktsituation bei PA 66 hat sich zuletzt stark verändert. Noch 2011 und 2012 bestand nach großen Kapazitätsengpässen eine teilweise dramatische Unterversorgung mit dem Thermoplasten und dessen Vorprodukt Adiponitril (ADN). So hatten sich schon vor einigen Jahren mehrere große Hersteller von PA 66 und ADN aus dem Markt zurückgezogen. Mittlerweile hat sich die Supply Chain normalisiert. PA 66 ist im Markt in ausreichenden Mengen verfügbar. Allerdings gibt es weiterhin nur vier Anbieter für ADN, das in einem komplexen und aufwendigen Verfahren hergestellt wird. Die Anlagen befinden sich in Europa und den USA. Rund Dreiviertel der Kapazitäten sind im Besitz von Private-Equity-Firmen. Auch deshalb sind Investitionen in den Kapazitätsausbau von PA 66 und ADN rar.

PA 6 und 66 ähneln sich sehr in ihren Eigenschaften. Während des PA 66-Mangels sind daher in den letzten Jahren Verarbeiter von PA 66 auf PA 6 umgestiegen. Diese Entwicklung war sowohl bei der Faserherstellung als auch bei technischen Compounds zu beobachten. Der Trend ist zuletzt wegen des Überangebots an PA 6 und der damit verbundenen günstigen Materialpreise wieder aufgelebt.

Matthias Bienmüller, Detlev Joachimi, Andreas Klein, Michael Münker: Polyamid 6 und 66 (PA 6 und 66) , Kunststoffe 10/2013

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