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Technische Kunststoffe - Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS)

Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS)

Auszug aus
Georg Abts

Kunststoff-Wissen für Einsteiger

09/2016, 264 Seiten, € 35,00
ISBN: 978-3-446-45041-7
S. 119-120

Die Schlagzähigkeit von Copolymerisaten aus Styrol oder Acrylnitril (SAN) kann durch mechanisches Zumischen von Polybutadien auf das fünf- bis zehnfache reinen Polystyrols verbessert werden. Zur besseren Verträglichkeit der Komponenten solcher Blends wird Polybutadien vorher mit Acrylnitril und Styrol gepropft. Das SAN-Basispolymer enthält zwischen 20 und 35% Acrylnitryl, der Gesamtverbund kann bis zu 40% Kautschuk enthalten.

Eigenschaften

Die auf diese Weise erhaltenen Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere (ABS) sind mehrphasige Produkte, ihre Dichte liegt zwischen 1030 und 1070 kg/m³. Obwohl ABS amorph ist, sind die meisten Typen opak. Transparente Produkte erhält man durch gleichzeitiges propfen des Kautschuks mit Polymethylmethacrylat. Die Einsatzgrenzen von ABS liegen etwa zwischen -40 und +85 °C bei dauerndem und bis zu +100 °C bei kurzfristigem Einsatz; die Chemikalienbeständigkeit ist vergleichbar mit der von SAN.

ABS ist nicht witterungsbeständig und wegen der ungesättigten Butadienbausteine oxidationsempfindlich. Daher wird bei einigen Typen Butadienkautschuk durch Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) ersetzt; Fertigteile werden bei Bedarf z.B. mit Polyvinylidenfluorid (PVDF) beschichtet oder lackiert. Um verchromte Kunststoffbauteile herzustellen, kann die Oberfläche galvanisiert werden.

ABS-Blends

ABS nimmt bei den technischen Kunststoffen den mengenmäßig größten Anteil ein und wird hauptsächlich für Kfz-Innenraumteile sowie für Anwendungen in der Elektrotechnik und Elektronik verwendet. Der Werkstoff ist mit vielen anderen Thermoplasten verträglich; technisch wichtig sind Blends mit Polycarbonat (PC), Polyamid (PA) und thermoplastischen Polyurethan-Elastomeren (TPU).

Bei (PC+ABS)-Blends wird durch PC die Zähigkeit und Wärmeformbeständigkeit gegenüber ABS erhöht. Auf der anderen Seite wird die Verarbeitbarkeit durch die relativ niedrige Schmelzeviskosität des SAN gegenüber reinem PC verbessert. (ABS+PA)-Blends verringern die für PA typischen hohen Maßänderungen bei gleichzeitig erhöhter Kälteschlagzähigkeit. Sie haben gute Fließeigenschaften und erlauben die Herstellung fein strukturierter, matter Oberflächen.

Anwendungsbeispiele

Maschinen- und Fahrzeugbau:

  • Armaturenträger, Karosserieteile, Spoiler, Armlehnen, Konsolen, Radkappen

Elektrotechnik:

  • Gehäuse für Haushalt und Handwerkergeräte, Fernseh-, Telefon, Kamera sowie Büromaschinen und Uhrgehäuse

Sanitärbereich:

  • Dusch, Badewannen- und Küchenarmaturen in galvanisierter Ausführung, Rohre, Fittings

Sonstiges:

  • Staubsaugergehäuse, elektrische Zahnbürsten, Spielzeug, Türgriffe

(me)

Auszug aus
Georg Abts

Kunststoff-Wissen für Einsteiger

09/2016, 264 Seiten, € 35,00
ISBN: 978-3-446-45041-7
S. 119-120
Weiterführende Information
  • Standardthermoplaste - Polystyrol (PS)

    Styrol-Copolymere (ABS, ASA)

    Polystyrol ist das Basismaterial für zahlreiche Copolymere wie ABS und ASA. In vielen Anwendungsfällen werden die Copolymere auch mit anderen Thermoplasten zu so genannten Blends gemischt, um bestimmte Materialeigenschaften zu erzielen.   mehr

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