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Standardthermoplaste - Polyvinylchlorid (PVC)

Weichmacherfreies Polyvinylchlorid (PVC-U, Hart-PVC)

Auszug aus
Walter Hellerich, Guenther Harsch, Erwin Baur

Werkstoff-Führer Kunststoffe

10/2010, 609 Seiten, € 54,99
ISBN: 978-3-446-42572-9
S. 106

Einteilung (Auswahl)

VC-Polymerisate sind pulverförmig. Es handelt sich um Homopolymerisate aus Vinylchlorid, Pfropfpolymere oder Copolymerisate, bei denen der (Massen-)Anteil an Vinylchlorid überwiegt. Sie enthalten noch geringe Anteile von Hilfsstoffen aus der Polymerisation, wie z. B. Wasser, Emulgatoren usw.

  • Polyvinylchlorid-Homopolymerisate PVC
  • Vinylchlorid/Ethylen-Copolymerisate VC/E
  • Vinylchlorid-Copolymerisate mit 5% bis 20% Vinylacetat (VC/VAC) oder Methacrylat (VC/MA) für höhere Zähigkeit und leichtere Verarbeitbarkeit, aber geringerer Formbeständigkeit in der Wärme.
  • Vinylchlorid-Copolymerisate mit Vinylidenchlorid (VC/VDC) für höhere Formbeständigkeit in der Wärme.
  • Chloriertes PVC-C mit ca. 65% Chlor für höhere Wärmeformbeständigkeit und bessere chemische Beständigkeit bei allerdings schwierigerer Verarbeitbarkeit.
  • Vinylchlorid-Copolymerisate mit MMA (VC/MMA) als glasklare Produkte.
  • Mischungen (Legierungen) von PVC mit anderen Polymeren zur wesentlichen Erhöhung der Schlagzähigkeit und zur Verbesserung des Alterungsverhaltens, z. B. (PVC+PE-C), (PVC+NBR).

Eigenschaften

Dichte: 1,37 g/cm3 bis 1,44 g/cm3 ; chloriert 1,55 g/cm3 .

Gefüge: Vorwiegend amorphe, polare Thermoplaste. Geringe Wasseraufnahme, bei PVC-E höher als bei PVC-S und PVC-M.

Farbe: PVC-S und PVC-M glasklar herstellbar, in allen Farben transparent und gedeckt einfärbbar. PVC-E und PVC+NBR opak und nur gedeckt einfärbbar.

Mechanische Eigenschaften: Hohe mechanische Festigkeit, Steifigkeit und Härte. Kerbempfindlich, schlagfeste PVC-Typen (PVC-HI) weniger kerbempfindlich, z. B. mit Acrylat für Fensterprofile.

Elektrische Eigenschaften: Meist ausreichende Isoliereigenschaften (weniger bei PVC-E), aber keine besonders gute Kriechstromfestigkeit. Wegen hoher dielektrischer Verluste nicht für Hochfrequenzanwendungen.

Optische Eigenschaften: Glasklares PVC für untergeordnete „optische“ Anwendungen im Freien, besonders Typen auf Basis PVC-M.

Thermische Eigenschaften: PVC-U einsetzbar bis ca. +60°C, Copolymere bis +80°C; PVC-C bis 90°C. Versprödung bei -5°C, schlagzähe Typen bis -40°C. Brennt rußend mit gelber Flamme, aber selbstverlöschend.

Beständig gegen (Auswahl): Salzlösungen, verdünnte, teilweise auch konzentrierte Säuren; verdünnte und konzentrierte Laugen. Unpolare Lösungsmittel, Benzin, Mineralöle, Fette, Alkohol. Verhältnismäßig gut beständig gegen energiereiche Strahlung. Gut beständig gegen Licht und Witterung, wenn ausreichend stabilisiert.

Nicht beständig gegen (Auswahl): Polare Lösemittel, z. B. Ester, Chlorkohlenwasserstoffe, Ketone, aromatische Kohlenwasserstoffe, Benzol. Flüssige Halogene, oleumhaltige Schwefelsäure, konzentrierte Salpetersäure.

Lösemittel: Tetrahydrofuran, Cyclohexanon.

Physiologisches Verhalten: Physiologisch indifferent (bei einigen Stabilisatoren auch für Verpackung von Lebensmitteln zugelassen (heute im Lebensmittelbereich meist z. B. durch PET ersetzt); monomerer VC-Anteil auf <1 ppm begrenzt).

Spannungsrissbildung: Geringe Neigung zu Spannungsrissbildung wegen guter chemischer Beständigkeit.

Anwendungsbeispiele

Maschinen- und Apparatebau: Druckleitungsrohre, Rohrverbinder, Fittinge, Lüfter, Lüftungskanäle, Armaturen, Pumpen, Behälter für chemische Industrie, Auskleidungen, Prägefolien.

Bauwesen: Abwasserrohrleitungen, Dachrinnen, Regenfallrohre, Gasrohre, Rohrpostleitungen, Drainagerohre, Rolladenstäbe; Fensterprofile, auch schwermetallfrei stabilisiert; Lichtkuppeln, Wellplatten, Fassadenelemente, Lüftungsschächte, Blendschutzzäune, Hohlkammerprofile, Schaumstoffplatten.

Elektrotechnik: Isolierrohre, transparente Abdeckungen für Verteilerkästen, Gehäuse, Kabelführungskanäle, Schallplatten.

Verpackungsindustrie: Diffusionsdichte Öl- und Getränkeflaschen, Verpackungsbecher, Blister- und Skinverpackungen (in der Verpackungsindustrie wird PVC aus Umweltgründen heute meist ersetzt durch PET).

Auszug aus
Walter Hellerich, Guenther Harsch, Erwin Baur

Werkstoff-Führer Kunststoffe

10/2010, 609 Seiten, € 54,99
ISBN: 978-3-446-42572-9
S. 106
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