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Standardthermoplaste - Polyvinylchlorid (PVC)

Marktentwicklung PVC

Beim globalen Kunststoffverbrauch steht PVC mit 37,4 Mio. t im Jahr 2012 hinter Polyethylen und Polypropylen an dritter Stelle. Das durchschnittliche jährliche Marktwachstum (CAGR) in der Periode von 2009 bis 2012 von 4,9 % fand überwiegend in China statt, dem mit 14 Mio. t größten Einzelmarkt, der von 2009 bis 2012 um 3,7 Mio. t gewachsen ist. Noch immer jedoch werden in China über 1 Mio. t PVC pro Jahr importiert; die prognostizierte Wandlung zum Nettoexporteur ist bisher nicht eingetreten.

Weltweiter PVC-Verbrauch im Jahr 2012, aufgesplittet nach Regionen (Quelle: IHS/Vinnolit)

Nach dem Rekordjahr 2007, gefolgt vom Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009, hat der europäische PVC-Markt das Vorkrisenniveau bisher nicht wieder erreicht. Der Nachfrageeinbruch 2009 gegenüber 2007 betrug speziell im europäischen Wirtschaftsraum (EWR = EU + Island, Liechtenstein und Norwegen) kaum vorstellbare 24 %. Nach einer ersten Erholung im Jahr 2010 um etwa 5 %, verzeichnet der PVC-Markt in dieser Region einen Rückgang um durchschnittlich 4 % pro Jahr. Die Nachfrage 2012 war im EWR damit sogar niedriger als im Krisenjahr 2009.

Die weltweite Nachfrage nach PVC wird in erster Linie durch die Baukonjunktur bestimmt. Die global wichtigsten Anwendungen sind Rohre und Fittings (42 %), Profile und Schläuche (18 %), Hartfolien und Platten (17 %) sowie Kabel (8 %).

PVC-Einsatzgebiete der Welt im Jahr 2012 (Quelle: IHS)

Nachdem die Baukonjunktur in der Euro-Zone weit unter historischen Werten liegt und in den USA trotz deutlicher Verbesserungen das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat, wurde das globale PVC-Wachstum 2012 in erster Linie durch die nach wie vor intensive Bautätigkeit in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) getragen.

Produktionskapazitäten

Die weltweite Produktionskapazität für PVC lag im Jahr 2012 bei 54 Mio. t (Quelle: IHS) und hat sich demzufolge seit 2009 um 9 Mio. t erhöht. Der größte Teil dieser Kapazitätssteigerung ist wiederum auf China entfallen, das nun 44 % der weltweiten Kapazität bereitstellt. Dem chinesischen Bedarf von 14 Mio. t/a steht derzeit eine Kapazität von etwa 24 Mio. t gegenüber. Die in China dominierende kohlebasierte Carbidroute zur Herstellung des PVC-Vorprodukts VCM war in den letzten Jahren aufgrund gestiegener Energie- und Rohstoffkosten nicht immer wettbewerbsfähig. Hinzu kommt die bekannte höhere Umweltbelastung, die diese Technologie mit sich bringt. Hier sieht man in China aber einen Silberstreifen am Horizont: Das als CTO (Coal to Olefines) bekannte Verfahren, das nach Meldungen chinesischer Medien vor dem Durchbruch im großindustriellen Maßstab steht, würde – so die Hoffnung – die Umweltproblematik entschärfen und zugleich die Herstellkosten reduzieren.

In Nordamerika, das über 15 % der weltweiten PVC-Kapazitäten verfügt, hat die Anlagenauslastung das Vorkrisenniveau fast wieder erreicht. Grund dafür war weniger die leicht verbesserte regionale Nachfrage nach PVC, sondern vielmehr das gestiegene Exportvolumen, denn 2012 wurden mehr als ein Drittel der nordamerikanischen Erzeugung exportiert. In den Jahren 2007/2008 waren dies noch weniger als 10 %. Hauptgrund für diese Entwicklung sind Kostenvorteile in der Herstellung von PVC entlang seiner Wertschöpfungskette, verursacht durch den Boom bei Schiefergas (Shale Gas).

Josef Ertl, Thomas Brock, Thomas Kufner, Oliver Mieden, Wolfram Prößdorf, Edmund Vogel: Polyvinylchlorid (PVC), Kunststoffe 10/2013

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