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Standardthermoplaste - Polypropylen (PP)

Verarbeitung von Polypropylen

Auszug aus

Saechtling Kunststoff Taschenbuch

Herausgeber: Erwin Baur, Tim A. Osswald, Natalie Rudolph
10/2013, 883 Seiten, € 49,99
ISBN: 978-3-446-43442-4
S. 462

Zum Spritzgießen stehen für den weiten Anforderungsbereich von hoch wärmebeständigen, steifen bis zu elastifizierten, kälteschlagzähen Formteilen PP-Formmassen zur Verfügung. Die Massetemperatur liegt bei 250 bis 270 °C, die Werkzeugtemperatur bei 40 bis 100 °C. Im warmfeuchten Klima kann sich Oberflächenfeuchtigkeit auf dem Granulat niederschlagen, das vor der thermoplastischen Verarbeitung durch Trocknung oder mit Hilfe von Entgasungsschnecken entfernt werden sollte.

Im Extrusionsverfahren werden Blasfolien, Flachfolien, Platten, Rohre, Blasformteile und Monofile bei Massetemperaturen von 220 bis 270 °C hergestellt. Wegen der großen abzuführenden Wärmemenge ist für die Folienherstellung das Chill-Roll-Breitschlitzverfahren günstiger als das Schlauchfolien-Blasen, das eine intensive Wasserkühlung des Folienschlauchs erfordert. Um (nur bei PP-H brillante) Transparenz zu erreichen, müssen die Folien schockartig unter die Kristallitbildungs-Temperatur abgekühlt werden. Außer den für eine biaxiale Orientierung vorgesehenen Folien enthalten die meisten Gleit- und Antiblockmittel. Zum Extrusionsblasformen werden schwerfließende PP-H-Formmassen bei Temperaturen von 190 bis 220 °C eingesetzt.

Im Schmelzspinnverfahren werden aus einem leichtfließenden, hochisotaktischen PP-H Stapelfasern, durch Verstrecken von Blas- oder Flachfolien Webbändchen und Spleißfasern, durch Abscheiden von PP aus Lösungen unter Scherung sog. Fibride erzeugt.

PP-Schaumstoffe (PP-E)

PP-Schaumstoffe werden nach den folgenden Verfahren hergestellt:

  • Flexible Schäume mit kleinen, geschlossenen Zellen mit extrem geringer Dichte (10 kg/m3 ) durch Extrusion.
  • Harte Schäume mit einer Dichte von 50 bis 120 kg/m3 nach dem Hochdruckverfahren.
  • Strukturschäume mit Dichten um 400 bis 700 kg/m3 unter Verwendung von gasförmigen oder chemischen Schäummitteln im Spritzgießverfahren.
  • Harte Profile im gleichen Dichtebereich durch Extrusion.

Nachbehandlung

Das Warmformen flächiger Halbzeuge ist wegen des engen thermoelastischen Temperaturbereichs nur eingeschränkt möglich. Dagegen lässt sich PP nach dem SPPF-Verfahren (Solid Phase Pressure Forming) dicht unterhalb der Kristallit- Schmelztemperatur (150 bis 160 °C) umformen und bei Raumtemperatur walzen und formpressen.

Zur Oberflächenveredelung (Bedrucken, Lackieren) muss PP vorbehandelt werden. Es kann im Vakuum metallisiert werden. Spezielle Typen können nach der Aktivierung der Oberfläche mit Edelmetall-Salzen galvanisiert werden. In der Regel wird zunächst eine Nickelschicht aufgebracht, die schließlich mit Nickel oder Chrom galvanisch plattiert wird.

Das Verbinden durch Schweißen und Kleben ist wie bei PE möglich. Als Klebstoffe kommen Kontaktklebstoffe auf der Basis von Naturgummi oder Chlorbutadien-Kautschuk sowie Klebstoffe auf der Basis von Silikonen, Epoxid-Harzen oder Polyurethanen in Frage. Die Oberflächen-Vorbehandlung erfolgt meist mit Chromschwefelsäure. Eine Diffusions-Klebung ist nicht möglich.

Spanende Bearbeitung ist wegen der größeren Härte von PP einfacher als beim PE, das Stanzen ist aber nur begrenzt möglich.

Auszug aus

Saechtling Kunststoff Taschenbuch

Herausgeber: Erwin Baur, Tim A. Osswald, Natalie Rudolph
10/2013, 883 Seiten, € 49,99
ISBN: 978-3-446-43442-4
S. 462
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