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Standardthermoplaste - Polypropylen (PP)

Polypropylen (PP)

Auszug aus
Georg Abts

Kunststoff-Wissen für Einsteiger

09/2016, 264 Seiten, € 35,00
ISBN: 978-3-446-45041-7
S. 112-113

Polypropylen ist mit rund 20% Anteil an der Gesamtproduktion der zweitwichtigste Kunststoff. Obwohl Polypropylen dem PE chemisch relativ ähnlich ist, ist es deutlich härter, fester und thermisch höher belastbar . Die maximale Dauereinsatztemperatur liegt bei etwa 100 °C. Unter 0 °C steigt jedoch die Schlagempfindlichkeit stärker an als bei PE. Spezialtypen ermöglichen sowohl höhere als auch niedrigere Einsatztemperaturen. Durch Wahl der Polymerisationsbedingungen lassen sich neben isotaktischen und syndiotaktischen auch ataktische Polymerisate erhalten. Dies ermöglicht eine große Vielfalt verfügbarer Typen.

Eigenschaften

Die meisten Polypropylen-Typen sind isotaktisch aufgebaut. Der gleichmäßige Aufbau ist Ursache für den hohen Kristallisationsgrad und damit für im Vergleich zu PE-HD höhere Festigkeit und Steifigkeit sowie Schmelz- und Gebrauchstemperaturbereiche. Die Methyl-Seitengruppen verhindern eine enge Zusammenlagerung wie bei PE, daher hat isotaktisches Polypropylen (PP-I) auch eine etwas geringere Dichte. Syndiotaktisches Polypropylen (PP-S) ist transparent und sehr schlagzäh, allerdings weniger steif als isotaktisches PP. Ataktisches Polypropylen (PP-R) ist amorph, bei Raumtemperatur jedoch klebrig und wird vornehmlich als Vergussmasse in der Elektroindustrie sowie als Dicht- oder Dämmmasse verwendet.

Die elektrischen Isoliereigenschaften und die chemische Beständigkeit des unpolaren PP sind mit PE vergleichbar; PP ist etwas empfindlicher gegen starke Säuren und Oxidationsmittel. PP ist wie PE brennbar und nicht witterungsbeständig. Auch hier sind entsprechende Additive erforderlich.

Aufgrund seiner hohen Dehnbarkeit und seiner relativ hohen dynamischen Belastbarkeit erlaubt PP die Herstellung von Filmscharnieren.

Anwendungsgebiete

PP ist der Massenkunststoff mit dem stärksten Wachstum . Mehr als ein Drittel der synthetischen Fasern wird auf Basis PP hergestellt. Weitere wichtige Anwendungsgebiete sind Verpackungsfolien sowie starre Verpackungen. Die in jüngerer Zeit entwickelten neuen Spezialtypen finden zunehmend auch als Ersatz für technische Thermoplaste wie ABS und PA Verwendung. PP wird auch als Gehäusewerkstoff für Kleinelektrogeräte, Formteile für Haushaltsgeräte sowie für Karosserieteile (Stossfänger) und Formteile im Innenraum von Kraftfahrzeugen eingesetzt. Im Bausektor findet PP unter anderem für Rohre, Heißwasserbehälter und Gartenmöbel Verwendung.

Spezialtypen

Wichtige Spezialtypen und Copolymere sind:

  • glasfaserverstärkte Typen (PP-GF) mit bis zu 40% Glasfasern für höhere Steifigkeit
  • geschäumte PP-E-Typen (expanded) mit Dichten bis hinunter zu 10 kg/m3
  • Copolymere mit Ethylen (EPM) oder mit Ethylen und Ethylidennorbonen, Dicyclopentadien oder 1,4-Hexadien (EPDM), bedeutende Synthesekautschuke mit guter Hitze- und Wetterbeständigkeit
  • (PP+EPDM)-Blends, die zu den thermoplastischen Elastomeren zählen.
Auszug aus
Georg Abts

Kunststoff-Wissen für Einsteiger

09/2016, 264 Seiten, € 35,00
ISBN: 978-3-446-45041-7
S. 112-113
Weiterführende Information
  • Standardthermoplaste - Polypropylen (PP)

    Chemikalienbeständigkeit von Polypropylen

    Aufgrund des unpolaren Charakters zeigt Polypropylen eine gute Beständigkeit gegenüber vielen polaren Flüssigkeiten wie Alkohole, organische Säuren, Ester und Ketone. Von oxidierend wirkenden Chemikalien wird Polypropylen schon bei Raumtemperatur angegriffen.   mehr

  • Standardthermoplaste - Polypropylen (PP)

    Verarbeitung von Polypropylen

    Polypropylen kann zu spritzgegossenen Formteilen oder extrudierten Folien, Platten oder Rohren verarbeitet werden. Weitere Verarbeitungsverfahren sind das Schäumen und das Schmelzspinnen.   mehr

  • Standardthermoplaste - Polypropylen (PP)

    Einsatzgebiete von Polypropylen

    Die besonderen Eigenschaften von Polypropylen führen zu einem außerordentlich weiten Einsatzgebiet. Es reicht von der Innenausstattung für Fahrzeuge über Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen bis zu Druck- und Abwasserrohren.   mehr

    1 Kommentar
  • Standardthermoplaste - Polypropylen (PP)

    Eigenschaften von Polypropylen

    Die maximalen Gebrauchstemperaturen von Polypropylen liegen zwischen 100 °C und 140°C. PP zeigt eine minimale Wasseraufnahme und -durchlässigkeit. Für den Außeneinsatz muss das Material witterungsstabilisiert werden.   mehr

  • Standardthermoplaste - Polypropylen (PP)

    Marktentwicklung Polypropylen (PP)

    In den Industrieländer liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an PP bei bis zu 18 kg pro Jahr. Etwa ein Viertel der gesamten PP-Nachfrage entfällt auf Faseranwendungen.   mehr

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5 Kommentare
  • 06.06.2017 von AW: Bestandteile in Flaschendeckeln

    Sehr geehrte Frau Liebig,

    Flaschenverschlüsse aus Polypropylen (PP) bestehen natürlich zum überwiegenden Teill aus sortenreinem PP. Die zusätzlichen Füllstoff- und Additivanteile des Materials variieren jedoch von Hersteller zu Hersteller teilweise sehr stark, so dass eine allgemeingültige Aussage nicht möglich ist. Sie müssten die genaue Zusammensetzung beim jeweiligen Hersteller erfragen.

  • 03.06.2017 von Bestandteile in Flaschendeckeln

    Sehr geehrte Redaktion der Seite Kunststoffe.de,
    wir arbeiten an einem Projekt über die Wirkung von verschiedenen Plastiksorten auf Mikroorganismen. Wir wollten Sie hiermit fragen ob sie die Zusammensetzung von Poly Propylen Flaschendeckeln kennen und uns diese Rohstoffe nennen könnten ?

    Wir würden uns sehr über eine Antwort freuen
    Mit freundlichen Grüßen
    Antonia Liebig

  • 11.07.2016 von Lebensmittelverpakungen aus PP wiederverwendbar?

    Viele Butter- und Margarinenschachtel (aus PP) werden erneut verwendet z.B. zum gefrieren von Beeren. Vorher müssen die Schachtel gespült werden um das Fett zu entfernen. Sind diese Schachtel dann immer noch für Lebensmitteln geeignet oder könnte aus PP etwas an die Lebensmittel übergehen? Gibt es hierfür gesundheitliche Bedenken? Vielen Dank für die Antwort!
    aus welche Rohstoffe entsteht PP?

  • 24.05.2016 von Bedenkenloser Einsatz

    Viele Lebensmittelverpackungen, wie z.B. Joghurtbecher o.ä. bestehen aus Polypropylen (PP). Gesundheitliche Bedenken beim Salat aus PP-Mörteleimern müssen Sie also nicht haben. Dies gilt allerdings nur für den Eimer selbst, und nicht für etwaige Mörtelreste oder Rückstände im Gefäß.

  • 24.05.2016 PP auch für Anbau von Lebensmitteln geeignet?

    Ich würde gerne Salat und Gemüse in Mörtelkübeln aus Polypropylen anpflanzen. Gibt es hierfür gesundheitliche Bedenken? Vielen Dank für die Antwort!

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