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Standardthermoplaste - Polypropylen (PP)

Eigenschaften von Polypropylen

Auszug aus

Saechtling Kunststoff Taschenbuch

Herausgeber: Erwin Baur, Tim A. Osswald, Natalie Rudolph
10/2013, 883 Seiten, € 49,99
ISBN: 978-3-446-43442-4
S. 463-464

Die Vielfalt der angebotenen PP-Sorten ist größer als die der meisten anderen Kunststoffe. Die Molekülstruktur, die Höhe der mittleren Molmasse (200.000 bis 600.000 g/mol), die Molmasseverteilung, die Kristallinität und die Sphärolithstruktur können in weiten Grenzen variiert und damit die Eigenschaften beeinflusst werden.

Die Steifigkeit und Festigkeit liegen zwischen denen von PE und den „technischen“ Kunststoffen wie ABS, PA u. a. Die dynamische Belastbarkeit ist relativ hoch. Mit einer Glasübergangstemperatur um 0 °C verspröden alle PP-H-Typen in der Kälte. Der Kristallit-Schmelzbereich liegt bei 160 bis 165 °C und damit höher als bei PE, so dass auch die maximalen Gebrauchstemperaturen höher sind: kurzfristig 140, langfristig 100 °C. Die elektrischen Eigenschaften sind denen von PE vergleichbar und werden durch eine Lagerung in Wasser nicht beeinträchtigt. Die Dielektrizitätszahl und der dielektrische Verlustfaktor sind weitgehend von der Temperatur und Frequenz unabhängig.

PP zeigt nur minimale Wasseraufnahme und -durchlässigkeit. Lebensmittelrechtlich zugelassene Erzeugnisse sind zum Heißabfüllen von Getränken und anderen Nahrungsmitteln geeignet und heiß sterilisierbar. Gase, vor allem CO2, sowie niedrigsiedende Kohlenwasserstoffe und Chlorkohlenwasserstoffe diffundieren durch PP. Die Chlorkohlenwasserstoffe quellen es an. Wegen seines nichtpolaren Charakters ist PP chemisch sehr beständig: bis zu 120 °C ist es beständig gegen wässrige Lösungen von Salzen, starken Säuren und Alkalien, ggf. auch gegen Waschlaugen. Beste Beständigkeit gegenüber polaren organischen Lösemitteln, Alkoholen, Estern, Ketonen, Fetten und Ölen weisen die hochkristallinen Typen auf. Gegen Treibstoffe bei höheren Temperaturen sind nur Spezialtypen beständig. Starke Oxidationsmittel, wie Chlorsulfonsäure, Oleum, konzentrierte Salpetersäure oder Halogene greifen PP schon bei Raumtemperatur an.

PP muss für den Außeneinsatz witterungsstabilisiert werden, ist aber auch dann dem PE hinsichtlich Witterungsbeständigkeit noch unterlegen. Es brennt mit schwach leuchtender Flamme nach Fortnahme der Zündquelle weiter. Flammgeschützte Typen sind verfügbar.

Formteile aus PP sind transluzent. Eine Verstreckung unterhalb der Kristallit-Schmelztemperatur erhöht die Transparenz, ebenso ein Zusatz von Nukleierungsmitteln zur Erzeugung eines feinkörnigen Kristallitgefüges.

Bei syndiotaktischem PP können folgende Eigenschaften im Vergleich zu konventionellem PP modifiziert werden: Erniedrigung des Schmelzpunkts auf ca. 150 °C, Erhöhung von Glanz und Transparenz bei Erhalt der Steifigkeit (wegen höherer Schlagzähigkeit; im Wettbewerb zu PS), Erniedrigung der Schmelzeviskosität, Verbesserung der Barriereeigenschaften.

Auszug aus

Saechtling Kunststoff Taschenbuch

Herausgeber: Erwin Baur, Tim A. Osswald, Natalie Rudolph
10/2013, 883 Seiten, € 49,99
ISBN: 978-3-446-43442-4
S. 463-464
  • 19.03.2019 von Khassam

    Ich habe eine frage. Wie lange kan Mann Lagern und was für Lager Bedingungen braucht es. Licht Temperaturen etc. Danke

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