nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
Generative Fertigungsverfahren - Stereolithographie

Nachteile der Laser-Stereolithographie

Auszug aus
Andreas Gebhardt

Additive Fertigungsverfahren

10/2016, 736 Seiten, € 145,00
ISBN: 978-3-446-44401-0
S. 59

Die Laser-Stereolithographie ist ein zweistufiges Verfahren, das an ein photosensitives Material gebunden ist. Nach dem Bauprozess müssen die Stützen entfernt werden. Bei einigen Verfahrensvarianten ist der Einsatz von Lösungsmitteln erforderlich.

Die Stereolithographie ist verfahrensbedingt an ein photosensitives Material gebunden. Bei der Harzentwicklung steht die Vernetzbarkeit mittels UV-Strahlung im Vordergrund. Üblicherweise primäre Materialeigenschaften wie Zugfestigkeit, Elastizität, Temperaturbeständigkeit usw. müssen deshalb dahinter rangieren. Die Materialentwicklung ist zudem auf den Anwendungsfall Stereolithographie beschränkt und bezüglich der auf das Produkt umlegbaren Kosten alleine mit diesem Markt korreliert.

Die Laser-Stereolithographie ist grundsätzlich ein zweistufiges Verfahren. Das Bauteil wird in der Stereolithographiemaschine zunächst zu einem hohen Prozentsatz (über 95 %) vernetzt. Es entsteht der sogenannte Grünling. Dieser wird mit Lösungsmitteln (TPM, Isopropanol) gereinigt und in einer Kammer mit intensiver UV Beleuchtung (Post Curing Oven, Nachvernetzungsofen) völlig ausgehärtet. Drucker- und Maskenverfahren arbeiten einstufig. Sie polymerisieren das Bauteil vollständig und arbeiten deshalb ohne Nachvernetzung.

Bei der Herstellung von Stereolithographiemodellen können freitragende Strukturen und bestimmte Grenzwinkel übersteigende Schrägen nicht ohne Unterstützung realisiert werden. Deshalb werden Stützen benötigt. Diese Stützkonstruktionen sind im Rahmen der Modellvorbereitung mithilfe entsprechender Programme anzubringen.

Bei lasergestützten Verfahren bestehen das Bauteil und die Stützen aus dem gleichen Material. Die Stützen müssen manuell vom Grünling oder vom ausgehärteten Modell entfernt werden.

Bei den Drucker- oder Maskenverfahren bestehen die Stützen meist aus einem thermoplastischen Hartwachs, dass nach dem Bauprozess ausgewaschen oder mithilfe von Lösungsmitteln automatisiert oder (teil-) manuell entfernt wird. Da alle Bereiche des Bauvolumens, die nicht zum Bauteil gehören, mit Stützmaterial gefüllt werden, ist eine gesonderte Stützenkonstruktion nicht notwendig.

Die Anwendung der Stereolithographie bedingt demnach neben dem Bauprozess auch die Entfernung der Stützen und je nach Verfahren die Handhabung, Lagerung und Entsorgung von Lösungsmitteln.

Die photosensitiven Acrylate nehmen in geringem Umfang Sauerstoff auf, die Epoxidharze sind hygroskopisch. Das ist bei der Lagerung und der Verarbeitung zu berücksichtigen. Insbesondere ältere Materialien neigen auch nach vollständiger Aushärtung zum Kriechen. Nicht unterstützte Wände zeigen nach einigen Tagen oder Wochen Durchhänge, die sich nach dem Umdrehen oder Unterstützen zurückbilden. Bei den neuen Epoxidharzen ist diese Eigenschaft kaum noch ausgebildet.

Auszug aus
Andreas Gebhardt

Additive Fertigungsverfahren

10/2016, 736 Seiten, € 145,00
ISBN: 978-3-446-44401-0
S. 59
keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Newsletter

Sie wollen keine Kunststoffe-News verpassen?
Hier kostenlos anmelden


Beispiel-Newsletter ansehen