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21.04.2015

Der Reinheit verpflichtet

Kunststoffverarbeitung im medizintechnischen Bereich

Obwohl Kunststoffprodukte im medizintechnischen und pharmazeutischen Bereich konstruktiv oft sehr einfach anmuten, stecken die Tücken des Herstellprozesses meist im Detail. In einem Interview mit Dr. Ralf Ziembinski und Frank Richter beleuchten wir das Unternehmen Raumedic AG und die Arbeit als Kunststoffverarbeiter im medizintechnischen Bereich genauer.

Kunststoffe.de: Welche Rolle sehen Sie für die generativen Fertigungsverfahren in Bezug auf medizinische Produkte aus Kunststoff? Sind diese Verfahren aus Ihrer Sicht eine Bedrohung für die klassischen Verarbeitungsverfahren oder eher eine sinnvolle Ergänzung bei der Fertigung von individualisierten Produkten?

Dr. Ralf Ziembinski: Die generativen Verfahren, wie z.B. das 3D-Priting, haben in den letzten Jahren einen enormen Schritt nach Vorne gemacht. Die betrifft sowohl die Bauteilgeometrien und deren Eigenschaften, als auch die ökonomische Aspekte. Die Verfahren sind somit eine sehr sinnvolle Ergänzung in der Polymerverarbeitung, vor allem im Sinne von patientenspezifischen und somit individuellen Einzelanfertigungen oder Kleinstserien, wie sie beispielsweise im Bereich der Prothetik gefordert sind. Auch im Zusammenhang mit dem Entwicklungsprozess neuer Produkte und einem schnelleren Time-to-Market bieten diese Verfahren beim Prototyping tolle Möglichkeiten. Wir sehen die generativen Verfahren im Moment jedoch nicht als „Bedrohung“ für die bei uns eingesetzten Verarbeitungsverfahren. Allein durch Beschränkungen im Materialeinsatz lassen sich viele Produktanforderungen nicht erfüllen, die wir mit unserer Rohstoff- und Verarbeitungskompetenz umsetzen.

Kunststoffe.de: Wohin tendiert Ihrer Meinung nach die Entwicklung bei medizintechnischen Produkten aus Kunststoff? Geht der Trend eher in Richtung komplexe Produkte mit einem hohen Grad an Funktionsintegration oder stehen einfachere Bauteile mit hohem Individualisierungsgrad in Fokus der Entwicklung?

Zukünftige Systemprodukte bauen auf den gesteigenen Verarbeitungsmöglichkeiten auf und erfordern vom Verarbeiter beispielsweise Mehrkomponenetentechniken. (Foto: Raumedic)

Frank Richter: Bei Raumedic sehen wir eher den Trend zu Systemprodukten mit einem hohen Grad an Funktionalität. Dabei heißt Systemprodukt nicht automatisch, dass ein Produkt aus einer Vielzahl an Einzelkomponenten besteht. Eher das Gegenteil ist der Fall. Wir sind dann auf dem richtigen Weg, wenn es uns gelingt, die Anzahl der notwendigen Komponenten innerhalb einer Baugruppe zu reduzieren und idealerweise in einem einzigen Bauteil zu komprimieren. Dies verlangt eine geschickte Verknüpfung des passenden Materials sowie der technischen und technologischen Möglichkeiten mit den Anforderungen an das medizinische Produkt. Die Mehrkomponentenspritzgießtechnik, die Multilayer-Extrusion oder eine Kombinationen aus Thermoplast und Silikonen können hier Antworten geben. Damit lassen sich unterschiedliche Eigenschaften auch auf kleinstem Bauraum kombinieren und die geforderten Funktionen sind auch wirtschaftlich herstellbar.


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

Raumedic AG

Hermann-Staudinger-Str. 2
DE 95233 Helmbrechts
Tel.: 09252 359-0

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