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26.04.2019

Softwaremodul ermöglicht Produktoptimierung

Mehr Flexibilität bei der Werkzeugkorrektur

Beim Spritzgießen und 3D-Druck treten prozessbedingt systematische Geometrieabweichungen der Produkte auf. Das neue Softwaremodul FormCorrect ist ein integraler Bestandteil der Messsoftware WinWerth (Hersteller: Werth Messetechnik GmbH, Gießen) und ermöglicht eine Produktoptimierung mithilfe weitgehend automatischer Korrekturen des CAD-Modells. Da die Prozessoptimierung häufig mit nur einer Korrekturschleife auskommt, reduzieren sich die Entwicklungskosten deutlich.

  • Korrektur des Werkzeug-CAD-Modells mit WinWerth FormCorrect: Die gemessenen Abweichungen des Werkstücks zum Werkstück-CAD-Modell werden an Letzterem gespiegelt, da eine korrespondierende Fläche in beiden Modellen existiert (für das Werkstück-Modell grün, für das Werkzeug-Modell blau dargestellt)
(© Werth Messtechnik)

    Korrektur des Werkzeug-CAD-Modells mit WinWerth FormCorrect: Die gemessenen Abweichungen des Werkstücks zum Werkstück-CAD-Modell werden an Letzterem gespiegelt, da eine korrespondierende Fläche in beiden Modellen existiert (für das Werkstück-Modell grün, für das Werkzeug-Modell blau dargestellt) (© Werth Messtechnik)

  • Mit WinWerth FormCorrect werden die Abweichungen des Kunststoffspritzguss-Werkstücks (oben) häufig schon in einer Schleife korrigiert (unten), wodurch die Entwicklungskosten sinken (© Werth Messtechnik)

    Mit WinWerth FormCorrect werden die Abweichungen des Kunststoffspritzguss-Werkstücks (oben) häufig schon in einer Schleife korrigiert (unten), wodurch die Entwicklungskosten sinken (© Werth Messtechnik)

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Darstellung von Messpunkten und Abweichung

Ein Ausbau des Funktionsumfangs ermöglicht nun noch eine noch größere Flexibilität. Die Erweiterung der Visualisierungsoptionen erhöht den Bedienkomfort. Zur Prüfung der Parameterwahl bekommt der Entwickler von der Software vor der Korrektur die relevanten Messpunkte sowie die ursprünglichen und voraussichtlich verbleibenden Abweichungen dargestellt. Die korrekte Ausrichtung der Messpunktewolke zum CAD-Modell ist eine Voraussetzung für ein gutes Korrekturergebnis. Daher kann das Abweichungselement nun ebenfalls angezeigt und geprüft werden. Neben den Messpunkten kann der Konstrukteur weitere Visualisierungsoptionen ein- und ausblenden. Mithilfe der Zylinder zur Punktselektion wird die Auflösung der Korrektur geprüft. Die Pfeile innerhalb der Zylinder zeigen die jeweilige Abweichung und können für eine übersichtlichere Darstellung ebenfalls ausgeblendet werden.

In der erweiterten Version des FormCorrect-Softwaremoduls lassen sich nicht funktionsrelevante Elemente wie Schriftzüge oder Auswerferabdrücke von der Korrektur ausschließen. Bei der Berechnung des Abweichungselements werden zudem mehrere Messungen berücksichtigt, damit bei starker Prozessstreuung eine effiziente Korrektur mit geringen Restabweichungen zum CAD-Modell möglich ist. Die Korrektur wird im Anschluss an die Parameterdefinition für alle gewünschten Patches durchgeführt. Die Trennung der beiden Prozesse ermöglicht eine bessere Übersicht über den Korrekturvorgang.

Optimierung an Werkstück und Werkzeug

Die Korrektur ist nicht nur am CAD-Modell des Werkstücks, sondern auch direkt an dem des Werkzeugs durchführbar. Auch dabei werden zur Berechnung des Abweichungselements die gemessenen Abweichungen des Werkstücks zum Werkstück-Modell an Letzterem gespiegelt, da eine korrespondierende Fläche in beiden Modellen existiert (siehe Bild). An dieser Fläche berühren sich Werkstück und Werkzeug während des Spritzgießvorgangs. Der Unterschied zwischen den Korrekturen der Modelle von Werkstück und Werkzeug liegt im Entfernen oder Hinzufügen von Material. Ist beispielsweise das Werkstück zu breit, muss beim Werkstück Material entfernt oder beim Werkzeug hinzugefügt werden. (as)

Weiterführende Information
  • Fortschritte in der Koordinatenmesstechnik
    Kunststoffe 10/2018, Seite 174 - 178

    Fortschritte in der Koordinatenmesstechnik

    Von taktilen Sensoren zur Messung mit Optik, Röntgentomografie und Multisensorik

    Koordinatenmessgeräte mit Multisensorik sind aus einer modernen Qualitätssicherung nicht mehr wegzudenken. Das war nicht immer so, sondern...   mehr

  • Erschienen in Kunststoffe 07/2018

    3D-Korrekturverfahren für Werkstücke

    FormCorrect erweitert Messsoftware

    Aufgrund steigender Anforderungen in der Spritzgießproduktion ist häufig eine Werkzeugkorrektur notwendig. FormCorrect benötigt oft nur eine Korrekturschleife.   mehr

    Werth Messtechnik GmbH

  • Erschienen in Kunststoffe 04/2018

    Exzentrisch und „multi“ messen

    Steigerung von Effizienz und Bedienkomfort für hochauflösende Messungen

    Zur hochauflösenden Darstellung von Teilbereichen eines Werkstücks gibt es die Region-of-Interest-Tomografie. Beim konventionellen ROI-Verfahren ist die Flexibilität jedoch eingeschränkt. Zwei Weiterentwicklungen bieten sich da an.   mehr

    Werth Messtechnik GmbH

  • Erschienen in Kunststoffe 02/2018

    Computertomografie-Software Werth OnTheFly-CT

    Hohe Taktraten, kurze Messzeit

    Die Computertomografie erfasst Werkstück inklusive Hinterschnitte und Innengeometrien. Für fertigungsbegleitende Messungen war die Methode jedoch oftmals zu langsam. Nun wird eine Software vorgestellt, mit der viel Messzeit einspart werden kann.   mehr

    Werth Messtechnik GmbH

  • Erschienen in Kunststoffe 09/2016

    Integration von Multisensorik

    Werth Messtechnik

    Die Kombination von Messsystemen stellt bisher häufig eine große Herausforderung dar, da aufgrund fehlender Schnittstellen die Gefahr von...   mehr

    Werth Messtechnik GmbH

  • Messen mit Präzision und Durchblick
    Kunststoffe 07/2016, Seite 69 - 71

    Messen mit Präzision und Durchblick

    Multisensorik überwacht die Qualität in der Fertigung

    In der Qualitätssicherung kommen je nach Messaufgabe unterschiedliche Messgerätekonzepte zum Einsatz: Bei der Fertigungsüberwachung sind...   mehr

Unternehmensinformation

Werth Messtechnik GmbH

Siemensstr. 19
DE 35394 Gießen
Tel.: 0641 7938-0
Fax: 0641 7938-719

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