nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
07.06.2018

Rohrextrusion am Limit

TCP-Pilotanlage für Rohr-Umwicklung mit glasfaserverstärkten UD-Tapes

Auf dem Competence Forum von KraussMaffei zeigte KraussMaffei Berstorff ein technologisches Highlight der Rohrextrusion: Eine zum ersten Mal öffentlich gezeigte TCP-Pilotlinie (Thermoplastic Composite Pipes) unterstützt die Vorqualifizierung kundenspezifischer Musterrohre, die hohen Drücken widerstehen. Im Onshore-Bereich erreicht der Arbeitsdruck zum Teil bis zu 150 bar, im Offshore-Bereich kann dem Rohr sogar eine Druckstabilität von mehr als 500 bar abverlangt werden.

  • Für höchste Beanspruchung beispielsweise in der Öl- und Gasindustrie: faserverstärktes PE-Rohr mit (hier 12) UD-Tape-Schichten und einer Schutzschicht (© KraussMaffei Berstorff)

    Für höchste Beanspruchung beispielsweise in der Öl- und Gasindustrie: faserverstärktes PE-Rohr mit (hier 12) UD-Tape-Schichten und einer Schutzschicht (© KraussMaffei Berstorff)

  • Produziert auf dem neuartigen Rohrkopf: Dreischichtige PE-Rohre mit einer funktionalen Innenschicht aus PA 12 (© KraussMaffei Berstorff)

    Produziert auf dem neuartigen Rohrkopf: Dreischichtige PE-Rohre mit einer funktionalen Innenschicht aus PA 12 (© KraussMaffei Berstorff)

1 | 0

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Als Ergänzung dazu präsentierte der Hersteller in München die Fertigung eines dreischichtigen Rohrs mithilfe eines neu entwickelten Rohrkopfs. Das Rohr mit einer funktionalen Innenschicht aus PA12 ist besonders geeignet für den Transport aggressiver und abrasiver Medien.

TCP-Musterrohre im Dreistufen-Prozess

„Mit unserer Pilotlinie unterstützen wir unsere Kunden mit deren Anforderungen hinsichtlich verfahrenstechnischer Produktauslegung von faserverstärkten Rohren“, sagt Matt Sieverding, President der Extrusionstechnik der KraussMaffei-Gruppe. Zur Herstellung von TCP-Rohren setzt man auf einen Dreistufen-Prozess: Das Basisrohr kann auf hauseigenen Rohrlinien produziert, am Markt bezogen oder vom Kunden zur Verfügung gestellt werden. Die Umwicklung der Tapes erfolgt dann in der zweiten Stufe auf der TCP-Pilotlinie. Ein Umbau der Linie ermöglicht die anschließende Ummantelung mit einer Schutzschicht.

In der 2. Stufe des Prozesses wird auf der Wickelanlage die Oberfläche des PE-Rohrs mithilfe von Infrarot erwärmt. An zwei aufeinanderfolgenden Wickelstationen wird das Tape dann zunächst von zwei Wickeltrommeln symmetrisch in 45°-Richtung auf das Rohr gewickelt, danach „gegenläufig“ (um 90° zur ursprünglichen Wickelrichtung versetzt). Die Umwickelung lässt sich für höhere Beanspruchungen paarweise mehrfach wiederholen (siehe Bild).

Ein Infrarotofen für jede Lage stellt das Verschmelzen des Innenrohrs mit den Verstärkungslagen und damit den vollständigen Materialschluss sicher. Eine Führungseinrichtung sorgt für eine exakte Positionierung und vermeidet Überlappungen des Tapes. Seinen schützenden Mantel (jacket) erhält das Rohr in der 3. Stufe beispielsweise nach einem Umbau der Linie.

Die Live-Anlage auf dem Competence Forum ist ausgelegt für Rohrinnendurchmesser von 50,8–152,4 mm und einem maximal zulässigem Betriebsdruck bis 100 bar (1500 psi). Sie ist derzeit konzipiert für die Verwendung von PE-Rohren, die mit glasfaserverstärkten PE-Tapes ummantelt werden. Langfristig sollen aber auch mehrlagige Rohre, andere Fasern und Engineering-Polymere getestet werden. Statt der rund 4 m Durchmesser könnten die Wickeltrommeln beim Kunden durchaus die doppelte Größe erreichen, die gesamte Anlage unter Umständen eine Länge von 150 m.

Engineering-Polymere als funktionale Innenschicht

„Als Ergänzung zu den Verbundrohren gehen wir mit der Verarbeitung von Engineering-Polymeren zukunftsweisende Wege in der Rohrextrusion“, sagt Sieverding. Integriert in eine komplette Fertigungslinie produziert der Rohrkopf KM-3L RKW 250 F³ ein dreischichtiges PE-Rohr mit einer funktionalen Innenschicht aus Polyamid (PA12). „Unserem Entwicklungsteam ist es gelungen, die unterschiedlichen Verarbeitungsparameter der Ausgangsstoffe, wie Temperatur oder Schrumpfung in diesem neuartigen Rohrkopf-Konzept zu vereinen“, freut sich Sieverding.

Die Kombination der Materialien lag nahe, da PA erheblich teurer als PE ist, aber sehr hohe Chemikalien- und Abriebbeständigkeit bietet. Für den Materialschluss wird eine zusätzliche Kleberschicht benötigt. Die so hergestellten Rohre sind aufgrund ihrer hohen Schlagzähigkeit und Abriebbeständigkeit besonders für aggressive und abrasive Medien geeignet, wie sie in der Öl-, Gas- und der Chemieindustrie zum Einsatz kommen.

Die Live-Anlage mit den Einschneckenextrudern KME 75-36 B/R, KME 45-36 B/R und KME 30-25 D/C ist ausgelegt für den Dimensionsbereich 50–282 mm und einer Ausstoßleistung von 800 kg/h für PE, 30 kg/h für den Haftvermittler und 180 kg/h für die funktionale Schicht. (kk)

Weiterführende Information
  • 07.06.2018

    KraussMaffei erweitert das klassische Portfolio

    Kundenfokus durch digitale Lösungen und Services

    Das Unternehmen erweitert mit einer Beteiligung an dem deutschen Gebrauchtmaschinen-Start-up Gindumac GmbH sein Portfolio und digitales Angebot.   mehr

Unternehmensinformation

KraussMaffei Berstorff GmbH

An der Breiten Wiese 3/5
DE 30625 Hannover
Tel.: 0511 5702-0
Fax: 0511 561916

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
MEISTGELESENE PRODUKT-NEWS
Newsletter

Sie wollen keine Kunststoffe-News verpassen?
Hier kostenlos anmelden


Beispiel-Newsletter ansehen

Patente fördern Innovationen

Patente fördern Innovationen: Bleiben Sie am Ball und finden Sie in unserer Rubrik Patente die neusten Innovationen der Kunststoffindustrie.


Zu den Patenten