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22.02.2019

PA 6 und PA 66 mit halogenfreien Flammschutz

Alternativen zu Polyamid-66-Compounds mit rotem Phosphor

Roter Phosphor ist ein etabliertes Flammschutzadditiv für Polyamid 66 (PA 66). Schon in geringen Mengen bewirkt er eine hohe Brandwidrigkeit des Thermoplasts und beeinträchtigt kaum dessen mechanische Eigenschaften. Allerdings haben die Preise für solche Compounds zuletzt deutlich angezogen, weil sowohl Polyamid-66-Basisharz als auch roter Phosphor teurer geworden sind. Die Lanxess AG, Köln, beobachtet daher vor allem in der Elektro-/Elektronik- und IT-Industrie eine wachsende Nachfrage nach leistungsfähigen Materialalternativen auf Basis von Polyamid 6 und 66, die auf andere Weise flammgeschützt sind.

Hell einfärbbar, keine Kontaktkorrosion

Die Compounds von Lanxess sind im Gegensatz zu ihren Pendants, die mit rotem Phosphor flammgeschützt sind, hell und beliebig einfärbbar. Dies ist ein Vorteil, weil Farbe ein wichtiges Designelement ist und in vielen Anwendungen zur sicherheitstechnischen Kennzeichnung von Bauteilen dient. Eine weitere Stärke der Compounds ist, dass Metalle bei Kontakt mit ihren Flammschutzadditiven in feuchtwarmer Umgebung deutlich weniger zur Korrosion neigen. Außerdem sind sie in puncto Arbeitshygiene einfacher zu handhaben.

Lanxess führt für Entwicklungspartner unter anderem normkonforme Flammschutzprüfungen wie etwa Glühdrahttests durch (© Lanxess)

Bessere Kriechstromfestigkeiten

Mit rotem Phosphor flammgeschützte PA-66-Compounds werden üblicherweise mit Glasfasergehalten von 20 bis 40% angeboten. Materialalternativen zu Compounds mit einem Glasfaseranteil um 25% sind das PA 66 Durethan AKV25FN04 und vor allem das PA 6 Durethan BKV25FN04. Beide weisen ähnlich hohe Zugmoduln, Bruchfestigkeiten und -dehnungen, Charpy-Schlagzähigkeiten und Dichten auf. Ihre Kriechstromfestigkeiten (CTI A, Comparative Tracking Index, IEC 60112) liegen mit 600V etwas höher. Durethan AKV25FN04 bietet sich besonders für Anwendungen an, in denen hohe Wärmeformbeständigkeiten (Heat Distortion Temperature) oder eine V-0-Klassifizierung bei 0,4mm Prüfkörperdicke im UL94-Brandtest der US-Prüfgesellschaft Underwriters Laboratories Inc. (UL) gefordert sind. Durethan BKV25FN04 ist in die Klasse V-0 bei 0,75mm Prüfkörperdicke eingestuft. Beide Compounds haben eine UL-f1-Listung (ab 0,75mm). Dies prädestiniert sie auch für Bauteile im Außenbereich, die unter Wasser- und UV-Einwirkung stehen – wie beispielsweise Photovoltaikstecker.

Höhere Flammwidrigkeiten

Zur Substitution von PA-66-Compounds, die mit rotem Phosphor additiviert sind und Glasfasergehalte um 35% aufweisen, eignen sich vor allem das PA 66 Durethan AKV30FN04 und die Polyamid-6-Compounds Durethan BKV30FN04 sowie BKV45FN04. Alle drei Werkstoffe erreichen in der UL-94-Prüfung mit V-0 (0,4mm) bessere Klassifizierungen. Auch ihre thermischen Alterungsbeständigkeiten (Relativer Temperatur-Index, RTI) nach UL 746B sind höher. Hohen Anforderungen an Steifigkeit und Festigkeit wird Durethan BKV45FN04 gerecht, das mit 45% Glasfasern verstärkt ist. Mit seiner hervorragenden Flammwidrigkeit besteht es die Prüfungen der europäischen Norm DIN EN 45545 zum Brandschutz in Schienenfahrzeugen mit der bestmöglichen Einstufung „Hazard Level 3“. Dies gilt für Bauteile, die in den Anforderungssätzen R22 und R23 gelistet sind – wie zum Beispiel Drosselspulen.

Auch einige halogenhaltige Compounds von Lanxess eignen sich als Materialalternative zu PA-66-Typen mit Flammschutzpaketen auf Basis von rotem Phosphor. Zwei Beispiele sind das PA 66 Durethan AKV25F30 und das PA 6 Durethan BKV25F30. Zu ihren Vorzügen zählt die höhere Flammwidrigkeit, die sich beispielsweise in Glühdrahtprüfungen am Fertigteil nach IEC 60695-2-1 (GWEPT, Glow Wire End Product Test) zeigt. (fg)

Unternehmensinformation

Lanxess AG

Kennedyplatz 1
DE 50569 Köln
Tel.: 0221 8885-0

LANXESS Deutschland GmbH

Gebäude G17
DE 51369 Leverkusen

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