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08.02.2019

FFF-Drucker für Hochleistungskunststoffe

Gewo 3D wertet Druckerportfolio auf

  • Die GEWO Feinmechanik GmbH bietet derzeit im Bereich additive Fertigung den FFF-Drucker vom Typ HTP260 an, der aktuell der einzige Drucker am Markt mit einer Bauraumtemperierung bis 260° C ist. (© Hanser/A.Stein)

    Die GEWO Feinmechanik GmbH bietet aktuell im Bereich additive Fertigung den FFF-Drucker vom Typ HTP260 an. Dies ist derzeit der einzige Drucker am Markt mit einer Bauraumtemperierung bis 260° C ist (© Hanser/A.Stein)

  • Die hohen Bauraumtemperaturen ermöglichen die Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen wie PEEK oder PPU und sorgen für eine gute Haftung der einzelnen Schichten (© Hanser/A.Stein)

    Die hohen Bauraumtemperaturen ermöglichen die Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen wie PEEK oder PPU und sorgen für eine gute Haftung der einzelnen Schichten (© Hanser/A.Stein)

  • Auf der formnext 2018 stellte GEWO den Prototypen des neuen Anlagentyps Performer260 vor, der neben einem größeren Bauraum und weitern technischen Verbesserungen auch die Möglichkeit zum Multimaterialdruck bieten soll. Der Drucker soll zur formnext 2019 kommerziell erhältlich sein (© GEWO)

    Auf der formnext 2018 stellte GEWO den Prototypen des neuen Anlagentyps Performer260 vor, der neben einem größeren Bauraum und weiteren technischen Verbesserungen auch die Möglichkeit zum Multimaterialdruck bietet. Der Drucker soll zur formnext 2019 kommerziell erhältlich sein (© GEWO)

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Für das Jahr 2019 hat die GEWO Feinmechanik GmbH, Wörth/Hörlkofen, eine umfangreiche Erneuerung ihrer Palette an 3D-Druckern angekündigt. Neben einer Aufwertung der bereits etablierten Drucker vom Typ HTP260 soll ab Herbst der neue Typ Performer260 angeboten werden.

Upgrade für bewährte Serie

Die Nachfrage nach Hochleistungskunststoffen in verschiedenen Anwendersegmenten steigt stetig an. Zum einen bieten sie sehr gute mechanische Eigenschaften, zum anderen ist anwendungsbezogen auch eine höhere thermische oder chemische Beständigkeit der verarbeiteten Materialien gefordert.

Als derzeit einziger Fused-Filament-Fabrication-Drucker (FFF) ermöglicht der HTP260 Bauraumtemperaturen von bis zu 260 °C. Solch hohe Umgebungstemperaturen ermöglichen die verzugsfreie Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen wie z. B. PEEK bei gleichzeitig sehr guter Schichthaftung. Die Elektronik dieser Serie von 3D-Druckern soll nun ein Update erhalten, mit dem die maximale Druckgeschwindigkeit erhöht wird.

Neuer Drucker durchläuft Testphase

Bereits auf der formnext 2018 wurde der Prototyp des neuen Typs Performer260 vorgestellt, der ein möglichst breites Feld der industriellen Anforderungen erfüllt. Auch der neue FFF-3D-Drucker wird Bauraumtemperaturen von 260 °C erreichen. Gewo 3D hat hier nach vielen Kundengesprächen und Recherchen einen Pool an weiteren Kriterien zusammengestellt, die für den industriellen Einsatz unabdingbar sind. Im Laufe des Jahres wird der Performer260 nicht nur in der eigenen Entwicklungsumgebung, sondern in einem Beta-Kundenprojekt auch in der Praxis auf diese Industriekriterien geprüft

Größerer Bauraum

In vielen Anwendungsbereichen ist der Wunsch nach größeren Bauteilen präsent, z. B. bei angepassten Kabelkanälen oder Belüftungsschächten aus der Luft- und Raumfahrt. Der neue Drucker soll daher einen vergrößerten Bauraum von 450 x 450 x 350 mm besitzen. Trotz des vergrößerten Bauvolumens soll die Vorheizzeit bis auf 260 °C halbiert werden.

Multimaterialdruck

Besonders interessant wird die additive Fertigung durch die Möglichkeit, unterschiedliche Materialien zu kombinieren. Dadurch können beispielsweise innerhalb eines Bauteils elektrisch leitende Materialien mit nichtleitenden kombiniert werden. Wichtig ist hierbei die Qualifizierung von 3D-Druckern für den Multimaterialdruck und die Verarbeitung hochgefüllter Filamente.

Entscheidend für eine industrielle Tauglichkeit sind dabei schnelle Materialwechsel und eine automatisierte, gründliche Reinigung der Druckdüsen. Hierfür hat Gewo ein neues Druckkopfwechselsystem entwickelt, für das bereits ein Patent beantragt wurde. Dieses System ermöglicht die Vorbereitungen des nächsten Filaments in einem „Druckkopfparkplatz“, während das aktuelle Material noch verdruckt wird. Dadurch können Materialwechsel in weniger als 5 Sekunden stattfinden. Der „Druckkopfparkplatz“ soll in der Premiumausführung eine Kapazität von vier Druckköpfen bieten.

Höhere Genauigkeit und Produktionseffizienz

Um die additive Produktion wirtschaftlich gestalten zu können, ist vor allem bei Serienteilen eine schnellere Druckgeschwindigkeit bei unveränderter Maßhaltigkeit und Oberflächengüte notwendig. Durch neue Druckstrategien möchte Gewo beim neuen Maschinentyp Materialdurchsätze bis zu 0,5 kg/h realisieren. Zudem sollen Stillstandszeiten beim Spulenwechsel minimiert werden. Dazu kann beim Performer260 das neue Material während des Druckvorgangs auf einen freien Druckkopf eingeführt werden. Die Wechselzeit zur neuen Spule beträgt dadurch nur wenige Sekunden.

Zur Steigerung der Genauigkeit in der heißen Druckumgebung verwendet Gewo spezielle Kugelgewindetriebe. Zudem werden die integrierte Drucksoftware und Steuerung optimiert. Um die Verarbeitbarkeit der Materialien zu steigern, setzt das Unternehmen beim Performer260 auch einen integrierten Filamenttrockner ein.

MTX-Steuerung von Bosch Rexroth

Eine der wichtigsten Anforderungen an einen industrietauglichen 3D-Drucker sind die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse und die Dokumentation sämtlicher Prozessparameter. Gewo verwendet das von Bosch Rexroth entwickelte CNC-System MTX. Damit ist die Digitalisierung des Workflows mit typischen Aufgaben wie Druckkonfiguration, Auftragsmanagement, Maschinen-Monitoring inklusive Online-Prozessmodifikation oder Steuerung der Intralogistik möglich. (as)

Unternehmensinformation

GEWO Feinmechanik GmbH

Bahnhofstraße 23
DE 85457 Wörth/Hörlkofen
Tel.: 08122 9748-0

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