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08.08.2017

Recyclingverfahren CreaSolv für EPS

Flammschutzmittel HBCD abtrennen

Mehr als 2,1 Millionen Kubikmeter expandiertes Polystyrol (EPS) fallen jedes Jahr in Deutschland an. Die Problematik des Abfalls liegt jedoch nicht in der bloßen Masse, sondern vor allem in den Bestandteilen des Abfalls, wie etwa dem zugesetzten Flammschutzmitteln Hexabromcyclododecan (HBCD) begründet. Insbesondere HBCD gilt laut neuesten Einstufungen weltweit als persistenter organischer Schadstoff (POP) und muss am Ende seiner Verwendung rückstandsfrei zerstört werden. Dieser Fakt sorgt dafür, dass HBCD-haltige EPS-Abfälle bislang nur verbrannt wurden. Die beiden deutschen Unternehmen EPC Engineering Consulting GmbH und CreaCycle GmbH haben gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut (IVV Freising) dafür die umweltfreundliche Recyclingtechnologie CreaSolv für EPS entwickelt.

Für jegliche Art von Polystyrol-Abfällen


Bei der CreaSolv-Technologie wird der Zielkunststoff mit einer speziellen Lösungsmittelformulierung selektiv herausgelöst. Die Flüssigkeit wird anschließend gefiltert und in mehreren Stufen gereinigt. Das gegebenenfalls enthaltene HBCD wird in diesen Reinigungsschritten vom Polystyrol abgetrennt. Zurück bleibt laut Entwicklungspartner nur der hochreine Kunststoff, welcher wieder als Granulat vorliegt. Das Endprodukt soll geruchsneutral sein, enthalte so gut wie keine Rückstände mehr und könne nahezu uneingeschränkt wiederverwendet werden.

  • © EPC Engineering Consulting GmbH

    Die beiden deutschen Unternehmen EPC Engineering Consulting GmbH und CreaCycle GmbH haben gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut (IVV Freising) dafür die umweltfreundliche Recyclingtechnologie CreaSolv für EPS entwickelt (© EPC Engineering Consulting GmbH)

  • © EPC Engineering Consulting GmbH

    Polystyrol ist der Grundstoff für zahlreiche Produkte und findet Verwendung in verschiedensten Anwendungsgebieten. Als expandiertes Polystyrol wird beispielsweise häufig für Lebensmittelverpackung eingesetzt (© EPC Engineering Consulting GmbH )

  • © EPC Engineering Consulting GmbH

    Mehr als 2,1 Millionen Kubikmeter expandiertes Polystyrol (EPS) fallen jedes Jahr in Deutschland an. Die Problematik des Abfalls liegt jedoch nicht in der bloßen Masse, sondern vor allem in den Bestandteilen des Abfalls (© EPC Engineering Consulting GmbH)

  • © EPC Engineering Consulting GmbH

    Durch den Recyclingprozess werden Ressourcen gespart und die Umwelt geschont. Laut vorläufigen Ergebnissen des TÜV Rheinland bietet das Recyceln mit der CreaSolv-Methode sogar einen bis zu 50 % geringeren Kohlendioxidausstoß als das Verbrennen von Polystyrol-Abfällen (© EPC Engineering Consulting GmbH )

  • © EPC Engineering Consulting GmbH

    Das in EPS enthaltene Flammschutzmittel HBCD gilt laut neuesten Einstufungen weltweit als persistenter organischer Schadstoff (POP) und muss am Ende seiner Verwendung rückstandsfrei zerstört werden. Das sorgt dafür, dass HBCD-haltige EPS-Abfälle bislang nur verbrannt wurden. Das entwickelte Recyclingverfahren möchte diesbezüglich Abhilfe verschaffen (© EPC Engineering Consulting GmbH )

  • © EPC Engineering Consulting GmbH

    Schematische Darstellung zur CreaSolv-Anlage. Der Zielkunststoff mit einem Lösungsmittel selektiv herausgelöst. Das gegebenenfalls enthaltene HBCD wird in diesen Reinigungsschritten vom Polystyrol abgetrennt. Zurück soll nur der hochreine Kunststoff bleiben, welcher wieder als Granulat vorliegt (© EPC Engineering Consulting GmbH )

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Dabei kann das Vorsortieren und Waschen des Abfalls je nach Verschmutzungsgrad entfallen, so die Pressemitteilung. Prinzipiell können sämtliche Polystyrol-Produkte – egal ob EPS, GPPS (General Purpose), HIPS (High Impact) oder XPS (Extrudiertes Polystyrol) in einem Durchlauf und zur gleichen Zeit verarbeitet werden. Je nach Abfallzusammensetzung sollen bisher etablierte Vorsortier- und Waschschritte weitere Verbesserungen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Endproduktqualität bringen.
Durch den Recyclingprozess werden Ressourcen gespart und die Umwelt geschont. Laut vorläufigen Ergebnissen des TÜV Rheinland bietet das Recyceln mit der CreaSolv-Methode sogar einen bis zu 50 % geringeren Kohlendioxidausstoß als das Verbrennen von Polystyrol-Abfällen. Die Technologie sei einsatzbereit und könne in bestehende Recycling-Anlagen integriert werden, so der Hersteller.

Polystyrol-Abfälle gelten derzeit als gefährlicher Abfall

Polystyrol ist der Grundstoff für zahlreiche Produkte und findet Verwendung in verschiedensten Anwendungsgebieten. Als expandiertes Polystyrol wird es häufig als Dämmstoff für Häuser oder auch als Verpackung für Lebensmittel oder Elektroartikel eingesetzt. Darüber hinaus hat das Material ein sehr geringes Gewicht, gute Isoliereigenschaften und ist einfach zu bearbeiten. Probleme treten erst bei der Entsorgung auf.


Diese beginnen bereits beim Abtransport des Abfalls, der aufgrund der sehr niedrigen Schüttdichte ein großes Volumen aufweist und sehr kostenintensiv ist. Auf einen Sattelzug passen beispielsweise nur etwa 1,4 Tonnen unverpresstes EPS, im Vergleich zu den 25 Tonnen, die dieses Fahrzeug im Normalfall transportieren kann. Zudem mussten Polystyrol-Abfälle bislang in aufwändigen Verfahren vorsortiert werden, da nicht alle Produkte auf die gleiche Weise recycelt werden konnten. Das liegt vor allem an beigefügten chemischen Zusatzstoffen, wie dem Flammschutzmittel HBCD. Dieses wurde 2013 während des Stockholmer Übereinkommens als POP eingestuft, da es sich im Körper von Lebewesen ablagern und dort Gesundheitsschäden hervorrufen kann. Abfälle die HBCD als Flammschutzmittel enthalten, konnten nur an besonderen, zertifizierten Verwertungsanlagen entsorgt werden, da dieses Additiv rückstandslos zerstört werden muss. Dies führte in Deutschland im vergangen Jahr zu Entsorgungsnotständen und damit steigenden Entsorgungskosten von bis zu 8.000 Euro pro Tonne. (fg)

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