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13.12.2018

Umweltbundesamt fordert hochwertigeres Recycling

Mehr Kunststoffe dem werkstofflichen Recycling zuführen

Kunststoffe werden in Deutschland immer noch zu wenig recycelt. Dies konstatiert die aktuelle Publikation des Umweltbundesamts (UBA) „Schwerpunkt: Recycling“ , die die Kreislaufwirtschaft in Deutschland beleuchtet. 2017 wurden nur knapp 46% der Kunststoffe dem werkstofflichen Recycling zugeführt. Daraus wurden 1,9 Mio. t Rezyklat gewonnen.

„Wir müssen Kunststoffrezyklate so hochwertig wie möglich verwenden. Shampooflaschen sollen möglichst auch wieder zu Shampooflaschen werden, denn nur so bleibt uns der wertvolle Rohstoff Kunststoff auch wirklich erhalten. Voraussetzung dafür sind recyclingfähige Produkte und wir müssen unbedingt die Nachfrage nach Kunststoffrezyklat stärken“, sagte Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA.

Gezielte Maßnahmen, um Recycling zu fördern

Das Umweltbundesamt sieht ein recyclinggerechtes Produktdesign dafür als zentrale Voraussetzung: Produkte aus einem Monomaterial sind besser zu recyceln als Produkte aus mehreren, miteinander verbundenen Materialien. Auf Füllstoffe sollte verzichtet werden, da der Kunststoff dann in der Recyclinganlage schlechter sortierbar ist. Helle oder farblose Kunststoffe sind zudem besser als bunte und dunkle, denn aus dunklen lässt sich nur ein graues Rezyklat herstellen, das dann noch dunkler überfärbt werden muss. Helle Kunststoffe hingegen lassen sich viel breiter einsetzen.

Für Kunststoff-Verpackungen, die nach Gebrauch typischerweise als Abfall anfallen, gilt ab 2019 eine Recyclingquote von 58,5%, ab 2022 sogar von 63% (werkstoffliche Verwertung). Das UBA schlägt vor, neben den kunststoffspezifischen Quoten bei Verpackungen auch für andere Abfallströme spezifische Recyclingquoten für den Kunststoffanteil festzusetzen; denkbar wäre das für Elektro- und Elektronikgeräte.

Das neue Verpackungsgesetz regelt bereits, dass Entsorgungs-Entgelte auch danach bemessen werden sollen, wie gut sich Verpackungen recyceln lassen. Weitere Standards für Mindestqualitäten oder Klassifizierung von Rezyklatqualitäten könnten dazu beitragen, dass Hersteller besser wissen, welche Rezyklate für ihre Produkte geeignet sind. Bei Verpackungen wäre zudem eine Erweiterung der Pfandpflicht auf Saftflaschen eine Lösung, um mehr Kunststoffe sortenrein zu sammeln.

Kunststoffprodukte mit Rezyklatanteil bevorzugen

Die Maßnahmen sind aber nur dann ökologisch und ökonomisch tragfähig, wenn auch mehr Rezyklate am Markt nachgefragt werden. Dazu können Vorgaben in der öffentlichen Beschaffung beitragen. Die Verwaltungen sollten bei der Beschaffung von Kunststoffprodukten solche mit einem Rezyklatanteil bevorzugen, zum Beispiel bei Büromaterialien wie Ablagen und Ordner oder bei Bauprodukten. Auch freiwillige Initiativen der Industrie oder Vorgaben für einen Mindestrezyklatanteil in Produkten, wie zum Beispiel bei Mülltonnen, können eine Lösung sein.

Recycling ist aus ökologischer Sicht zwar meist die beste Verwertungsoption, noch besser ist es aber laut Umweltbundesamt, Abfälle erst gar nicht entstehen zu lassen. Produkte sollten daher so gestaltet werden, dass sie langlebig, wiederverwendbar und reparierbar sind.

Weiterführende Information
  • 03.12.2018

    Ambitionierte Recyclingziele bis 2025

    Ausbau der Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffverpackungsindustrie

    Im Zuge des neuen Verpackungsgesetzes und der medialen Diskussion haben sich die Unternehmen unter dem Dach der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen messbare Ziele zur stärkeren Kreislaufführung gesetzt.   mehr

  • Geschlossener Kreislauf?
    Kunststoffe 10/2018, Seite 82 - 86

    Geschlossener Kreislauf?

    Etablierte und neuartige Technologien suchen ihren Markt und regulatorische Schützenhilfe

    Die Herausforderungen beim Kunststoffrecycling sind vielfältig, daher existieren bislang keine Verfahren, die ein umfassendes...   mehr

  • 27.08.2018

    Mindeststandards für die Recyclingfähigkeit

    bvse plädiert für grundlegende Änderung beim Verpackungsdesign

    Laut Verband lassen sich gerade im Kunststoffbereich deutlich erhöhte Recyclingquoten nur erreichen, wenn es insbesondere beim Verpackungsdesign zu grundlegenden Änderungen kommt.   mehr

  • 30.07.2018

    Pro Kopf über 220 kg Verpackungsmüll

    Erstmals mehr Kunststoffverpackungen recycelt als energetisch verwertet

    In Deutschland fielen 2016 insgesamt 18,16 Mio. t Verpackungsabfall an. Davon wurden 70 % recycelt. Bei Kunststoff deutlich weniger.   mehr

  • 20.04.2018

    Schwächen des EU-Kreislaufwirtschaftspakets

    bvse äußert Zweifel

    Das Anheben der Recyclingquoten und ein EU-weit geltendes Berechnungsverfahren für die Recyclingquote führen dazu, dass sich die EU-Mitgliedstaaten sehr anstrengen müssen, um die angepeilten Ziele tatsächlich zu erreichen.   mehr

  • Fauler Kompromiss oder gelungene Initiative?

    Kunststoffe-Umfrage zum Verpackungsgesetz

    Höhere Recyclingquoten, mehr Pfand, nur bei den Mülltonnen bleibt alles beim Alten: Nach langem Hin und Her hat der Bundesrat diesem Mitte Mai zugestimmt. Kritik gibt es von allen Seiten. Aber wie steht die Kunststoffindustrie dazu? Sehen Sie hier die Abstimmungsergebnisse!   mehr

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