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31.08.2017

Professor Fath hat sein Ziel in Rekordzeit erreicht

Schwimmen für die Forschung

Andreas Fath, promovierter Chemiker und Professor für Physikalische Chemie und Analytik an der Hochschule Furtwangen, Baden-Württemberg, hat die gesamten 1049 km des Tennessee Rivers schwimmend zurückgelegt und ist am 29. August in Paducah, KY/USA, angekommen. In Knoxville, TN/USA, war er am 27. Juli gestartet. Jeden Tag ist er trotz hoher Wassertemperaturen von bis zu 30°C durchschnittlich 33 km geschwommen. Das Team des Projekts „TenneSwim“ zog täglich Wasserproben, die in den kommenden Wochen umfangreich analysiert werden.

  • Das Team heißt Professor Fath in Paducah, KY/USA willkommen (© TenneSwim)

  • Der Sprung vom Boot (© TenneSwim)

  • Nach 34 Schwimmtagen ist Professor Andreas Fath am Ziel angekommen. In Paducah, KY/USA, stieg er am 29. August aus dem Wasser (© TenneSwim)

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Damit Fath immer die Ideallinie durch den Fluss fand, paddelte ein Teammitglied stets wenige Meter vor ihm. Das Begleitboot folgte mit kurzem Abstand. Dort wurden auch die Wasserproben gezogen. Zugleich war das Boot Verpflegungs-und Raststation – insbesondere, wenn Schleusen zu durchfahren waren.

Bislang hatte lediglich eine Person den gesamten Fluss durchschwommen: Mimi Hughes, eine Lehrerin aus Taft, TN/USA, hatte verteilt über fünf Sommer, von 1999 bis 2003, die Strecke bewältigt. Sie traf Professor Fath am Fluss und war laut Pressemitteilung begeistert von seinem Schwimmprojekt.

Die Arbeit im Labor kommt noch

Die Forschungscrew hat täglich mit unterschiedlichen Methoden Wasserproben gezogen. Diese werden von der Hochschule Furtwangen gemeinsam mit Partnern auf mehrere Hundert unterschiedliche Substanzen untersucht werden. Dabei kommen wieder die Untersuchungsmethoden und Analyseinstrumente zum Einsatz, die sich bereits für den Rhein bewährt haben.

Andreas Fath hat mithilfe einer speziellen Kunststoffmembran, die während des Schwimmens an seiner Wade angebracht war, alle organischen Stoffe aufgenommen, mit denen er im Tennessee River in Berührung gekommen ist. „Die Membran kann man sich wie eine Fischhaut vorstellen“, erläutert Fath. Vom Betablocker bis zum Schmerzmittel, Süßstoffe, Korrosionsschutzmittel – über 130 Substanzen hatten Fath und sein Team im Rheinwasser nachweisen können. In den nächsten Wochen wird das Wasser des Tennessee Rivers nun auf gleiche Weise analysiert werden. Besonderes Augenmerk werden die Forscher auf Mikroplastik legen, also feinste Teilchen von Kunststoffen, die vom Wasser transportiert werden.

Wie es zum Projekt kam

Im Sommer 2014 hatte Andreas Fath unter dem Projektnamen „Rheines Wasser“ den Rhein von der Quelle bis zur Mündung in der Rekordzeit von 28 Tagen durchschwommen. Dies hatte der amerikanische Hydrologie-Professor Martin Knoll mitverfolgt und war in Kontakt mit seinem deutschen Kollegen getreten. Daraus entwickelte sich die Idee als Vergleich zum Rhein einen Fluss in den USA unter die Lupe zu nehmen. So entstand das Projekt „TenneSwim“, an dem sich mehrere US-Universitäten und Institutionen beteiligen. Die Finanzierung durch Sponsoren hat das Vorhaben ermöglicht. Das Projekt soll die umfangreichste Untersuchung liefern, die bislang über den Tennessee River erstellt wurde. Er ist Nordamerikas Fluß mit der größten biologischen Vielfalt. (Red.)

Weiterführende Information
  • 26.07.2017

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