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23.03.2017

Industrie 4.0 – Revolution mit Ansage

Podiumsdiskussion zeigt Kontroversen in der Kunststoffbranche auf

Podiumsdiskussion (von links): Prof. Dr.-Ing. Christian Bonten (IKT Stuttgart) als Gastgeber und Moderator mit den Diskutanten Dr. Andreas Herold (B. Braun Melsungen), Bernd Beiermeister (Robert Bosch GmbH), Dr. Oliver Möllenstädt (GKV), Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann (IKV Aachen) und Thorsten Kühmann (VDMA) (© Hanser/K.Klotz)

Podiumsdiskussion (von links): Prof. Dr.-Ing. Christian Bonten (IKT Stuttgart) als Gastgeber und Moderator mit den Diskutanten Dr. Andreas Herold (B. Braun Melsungen), Bernd Beiermeister (Robert Bosch GmbH), Dr. Oliver Möllenstädt (GKV), Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann (IKV Aachen) und Thorsten Kühmann (VDMA) (© Hanser/K.Klotz)

„Kleinere Losgrößen sind das Ziel“, sagte Prof. Dr.-Ing. Christian Bonten zur Eröffnung der Podiumsdiskussion über Industrie 4.0 in der Kunststoffindustrie. „Stückzahl eins“ aber sei in der durch Massenproduktion geprägten Branche im Unterschied zu anderen Industriezweigen nicht die Hauptstoßrichtung.

Die „durchdigitalisierte Fabrik“

Die Hauptrolle in der folgenden Diskussion spielte daher auch die „durchdigitalisierte Fabrik“, wie Dr. Andreas Herold (B. Braun Melsungen) den Ansatz nannte, den sein Unternehmen schon vor einem Jahrzehnt umzusetzen begonnen hat: digitale Systeme vernetzen, die bislang noch nicht miteinander arbeiten. Ursprünglich fand die Umsetzung allerdings auf rein proprietärer Basis statt, was heutigen Industrie-4.0-Anforderungen nicht mehr genügt.

Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann (IKV Aachen) sah in der Vernetzung die Chance und Herausforderung, stärker in Systemen zu denken und zu handeln, um die Produktionsprozesse optimieren zu können. „Um in übergeordneten Prozessketten zu denken, fehlen allerdings noch Instrumente“, z. B. um aus Qualitätsdaten Hinweise für die Werkzeugoptimierung ableiten zu können. Aber erst mal müssten angesichts der „Datenfriedhöfe in der Industrie“ bestehende Möglichkeiten besser genutzt werden.

Laut Dr. Oliver Möllenstädt (GKV) ist die große Sorge vor allem kleinerer Betriebe, die zu dem Thema nicht unbedingt Inhouse-Experten aufbieten können, dass ihre Daten in falsche Hände geraten könnten. Bernd Beiermeister (Robert Bosch GmbH) pflichtete bei, dass gerade mittelständisch geprägte Unternehmen vom Nutzen überzeugt werden müssen. Mehr Sicherheit in der Herstellung könne die zunächst die Kommunikation zwischen Werkzeug und Maschine bringen, darüber hinaus auch die Einbindung von Peripheriegeräten. Indem man zwischen Maschinendaten und Bauteilqualitäten Korrelationen herstellt, lassen sich Prozesse besser analysieren und verstehen.

Wandel der Geschäftsmodelle

Thorsten Kühmann (VDMA) versuchte den Bedenken vor zu großer Transparenz mit dem Hinweis zu begegnen, dass die Maschinenhersteller kein Interesse daran haben, eine Plattform mit allgemein verfügbaren Daten zu schaffen. Er verwies aber darauf, dass eine vertrauliche Nutzung von Kundendaten ganz neue Geschäftsmodelle eröffne: Als Beispiel nannte er den Druckluftanlagenhersteller Kaeser, der dank Digitalisierung nun auch Betreibermodelle anbieten kann, also per Fernsteuerung und -wartung die richtige Druckluftversorgung garantiert. Ob sich das direkt auf die Kunststoffverarbeitung übertragen lässt, wo in vielfaltig differenzierbaren Produkten mehr Wertschöpfung liegt als in Druckluft, erschien allerdings zweifelhaft.

Die angekündigte Revolution

Im Verlauf der Diskussion kam auch die Frage auf, ob es sich bei Industrie 4.0 denn nun um eine Revolution handle. „Es wäre die erste, die angekündigt worden ist“, konterte Hopmann, warnte aber vor Untätigkeit. Denn auf Basis der steigenden Datenmengen könnten sich „künftige Googles und Amazons“ entwickeln, die sehr schnell eine disruptive Entwicklung im Markt herbeiführen. Der zu beobachtende exponentielle Anstieg von Einheiten im „Internet of Things“, die mit IP-Adressen ausgestattet sind, werde die Phantasie der Menschen beflügeln, die Daten auch zu nutzen, ergänzte Herold.

Höchste Zeit also, sich um das Thema zu kümmern. Jedenfalls sollten die Betriebe den Weg in Richtung Industrie 4.0 nicht ohne Begleitung von Verbänden, Forschung und Entwicklung oder Information aus einschlägigen Foren gehen, empfahl Hopmann. Denn die Dynamik auf dem Feld sei sehr hoch.

Dr. Karlhorst Klotz, Redaktion

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