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17.05.2017

GreenTec Award 2017 für Glasfaser-Recycling

GFK aus Rotorblättern wiederverwenden

Die Gewinner des GreenTec Awards 2017 stehen fest: In der Kategorie Recycling und Ressourcen überzeugte ein Verfahren für die Wiederaufbereitung von GFK-Abfällen von Neocomp. Dem Unternehmen ist es gelungen, aus den ausgedienten Rotorblättern Ersatzstoffe für die Zementproduktion herzustellen.

Gerade die Windenergiebranche hat den Ruf eine saubere Sache zu sein. Das liegt nicht nur an der umweltschonenden Energiegewinnung. Die Anlagen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 20 Jahren. Was aber passiert mit alten Windrädern und den gewaltigen Rotorblättern? Eine langfristige Deponierung der verwendeten glasfaserverstärkten Kunststoffe (GFK) ist seit dem Jahr 2005 per Gesetz verboten. Für eine Entsorgung in der Verbrennungsanlage eignet sich das Material nicht. Die Neocomp GmbH, Bremen, hat darauf eine Antwort gefunden und wurde für ihr Verfahren mit dem GreenTec Award 2017 in der Kategorie Recycling und Ressourcen by Veolia ausgezeichnet.

Saubere Sache mit Haken: Windkraftanlagen erzeugen zwar grünen Strom, das GFK in den Rotorblättern kann jedoch kaum wiederverwendet werden (© Fotolia.com/Rebel)

Saubere Sache mit Haken: Windkraftanlagen erzeugen zwar grünen Strom, das GFK in den Rotorblättern kann jedoch kaum wiederverwendet werden (© Fotolia.com/Rebel)

Mehrstufiger trockenmechanischer Verarbeitungsprozess

GFK gilt als Material mit vielen Vorteilen, das in zahlreichen Branchen wie dem Schiffbau, der Automobilindustrie, der Energiewirtschaft und der Luftfahrt zu Einsatz kommt. Das Material hat aber auch seine Nachteile: Die Stoffe können kaum wiederverwertet werden; ist der Verbund aus Kunststoffen und Harzen ausgehärtet, lässt er sich nicht wieder einschmelzen. Hinzu kommen die schlechte Brennbarkeit, der hohe Aschegehalt und die Unmöglichkeit, die Fasern mit E-Filtern elektrostatisch abzuscheiden.

„Ein Recycling im engeren Sinne ist somit in gleicher Güte und gleichem Verwendungszweck nicht möglich“ erklärt Neocomp-Geschäftsführer Frank Kroll. Genau hier setzt das Recyclingkonzept der Neehlsen-Tochter an. In der Anlage werden die GFK-Abfälle zusammen mit anderen Abfällen, zum Beispiel Reststoffe aus der Papierproduktion (Spuckstoffe), zu einem Ersatzbrennstoff verarbeitet. „Das erfolgt mittels einer mehrstufigen trockenmechanischen Verarbeitung“, so Kroll weiter.

Herzstück der Anlage ist ein riesiger Schredder, der die Produktionsabfälle zerkleinert. Darauf folgt die Zugabe der Spuckstoffe, die nach einem vorgegebenen Verhältnis mit den zerkleinerten Faserverbundabfällen vermengt werden.

Wichtiger Rohstoff für die Zementindustrie

Nach der weiteren Aufbereitung in einem Querstromzerspaner mit Siebgeometrie entstehen, nachdem Fremdstoffe wie Eisen und Nicht-Eisen separiert wurden, schließlich die Endprodukte: Ersatzstoffe, die als Substitut für Rohmaterialien zum Beispiel in der Zementindustrie zur Herstellung von Klinkern eingesetzt werden.

Für ihr Recyclingverfahren für GFK erhielt Neocomp den GreenTec Award 2017 in der Kategorie Recycling und Ressourcen (© GreenTec Awards)

Für ihr Recyclingverfahren für GFK erhielt Neocomp den GreenTec Award 2017 in der Kategorie Recycling und Ressourcen by Veolia (© GreenTec Awards)

Das in GFK enthaltene und im Ersatzstoff verbleibende Silikat ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Zementproduktion. Die Spuckstoffe liefern aufgrund ihres hohen Brennwerts die nötige Wärme. Die Konzentration an chemischen Elementen wie Antimon, Chlor und Brom entspricht dem Anforderungsprofil der Industrie.

Der Verwertungsprozess stellt laut Kroll „eine ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Alternative zu fossilen Brenn- und Rohstoffen dar und entbindet nebenbei alle Inverkehrbringer von GFK davon, ihre Abfälle oder Stäube auf anderen mehr oder weniger fantasievollen Wegen zu entsorgen.“

Derzeit produziert die Anlage täglich rund 100 t Ersatzstoffe. Mit Blick auf die steigende Verwendung von GFK-Materialien plant das Unternehmen, seine Kapazität in den nächsten Jahren weiter auszubauen.

Melanie Ehrhardt, Redaktion

zusätzliche Links

Mehr Informationen zu Neocomp finden Sie hier

Mehr Informationen zum GreenTec Award finden Sie hier

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