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06.11.2019

Der Gipfel der Kunststofferzeugung

Kunstprojekt „Plastic Earth View" am Matterhorn

Der Künstler Branko Šmon hat sich zur Aufgabe gemacht, das unvorstellbare Ausmaß des weltweiten Kunststoffbestands zu visualisieren und begreifbar zu machen. Mit seinem Kunstprojekt „Earth Plastic View“ verwandelt er das Matterhorn, den meistfotografierten Berg der Welt, anhand mehrerer Installationen zum weltweiten Botschafter für ein globales Bewusstsein dafür, welche Probleme der weiter enorm steigende Kunststoffverbrauch mit sich bringt.

Das Projekt wird unter anderem vom Fraunhofer LBF, Bereich Kunststoffe, unterstützt. Die Patenschaft für das Vorhaben übernimmt der Schweizer Pionier Bertrand Piccard, der 2015-2016 mit einem Solarflugzeug die Erde umrundete.

  • Der Künstler Branko Šmon möchte mit seinen Kunstinstallationen rund um das Matterhorn ein neues Bewußtsein für den Umgang mit Kunststoffen schaffen © Branko Šmon

    Der Künstler Branko Šmon möchte mit seinen Kunstinstallationen rund um das Matterhorn ein neues Bewußtsein für den Umgang mit Kunststoffen schaffen (© Branko Šmon)

  • In Zermatt und an sechs Aussichtspunkten entlang der Gornergrat Bahnlinie und auf der Rothornseite visualisiert Šmon durch die „MyEarthPlasticPart-cubes” den Anteil des aktuell globalen Kunststoffbestandes im Verhältnis zum Individuum (© Branko Šmon)

    In Zermatt und an sechs Aussichtspunkten entlang der Gornergrat Bahnlinie und auf der Rothornseite visualisiert Šmon durch die „MyEarthPlasticPart-cubes” den Anteil des aktuell globalen Kunststoffbestandes im Verhältnis zum Individuum (© Branko Šmon)

  • Die rund 2 m3 großen Plastik-Objektkuben sind mit Kunststoffgegenständen des Alltags, Mahlgut und Granulat gefüllt (© Branko Šmon)

  • Das Volumen der 1,9 x 1 x 1 m großen Säulen entspricht dem weltweiten Pro-Kopf-Aufkommen von Plastik in Granulatform von aktuell rund 1,9 m3 (© Branko Šmon)

    Das Volumen der 1,9 x 1 x 1 m großen Säulen entspricht dem weltweiten Pro-Kopf-Aufkommen von Plastik in Granulatform von aktuell rund 1,9 m3 (© Branko Šmon)

  • Der Transport der „MyEarthPlasticPart-cubes” zu ihren Standorten erfolgte per Hubschrauber (© Branko Šmon)

    Der Transport der „MyEarthPlasticPart-cubes” zu ihren Standorten erfolgte per Hubschrauber (© Branko Šmon)

  • Das Interesse der Touristen an den „MyEarthPlasticPart-cubes” ist groß und schärft das Bewusstsein der Menschen für den Umgang mit Kunststoffen (© Branko Šmon)

    Das Interesse der Touristen an den „MyEarthPlasticPart-cubes” ist groß und schärft das Bewusstsein der Menschen für den Umgang mit Kunststoffen (© Branko Šmon)

  • Um die unglaublich große Menge an vorhandenen Kunststoffen visualisieren zu können, bedient sich der Künstler sogenannter Art Frames (© Branko Šmon)

    Um die unglaublich große Menge an vorhandenen Kunststoffen visualisieren zu können, bedient sich der Künstler sogenannter Art Frames (© Branko Šmon)

  • An vier markanten Aussichtspunkten rund um das Matterhorn zeigen die räumliche Ausdehnung des Volumens des weltweiten Plastikbestands in Granulatform, die aktuell bei etwa 14 km3 liegt (© Branko Šmon)

    An vier markanten Aussichtspunkten rund um das Matterhorn zeigen die räumliche Ausdehnung des Volumens des weltweiten Plastikbestands in Granulatform, die aktuell bei etwa 14 km3 liegt (© Branko Šmon)

  • Die imposanten Sichtrahmen umfassen die Silhouette des Matterhorns mit dem umliegenden Bergmassiv und markieren das Plastikvolumen von 14 km3 (© Branko Šmon)

    Die imposanten Sichtrahmen umfassen die Silhouette des Matterhorns mit dem umliegenden Bergmassiv und markieren das Plastikvolumen von 14 km3 (© Branko Šmon)

  • Neben den Umrissen des aktuellen Volumens für die Bestände im Jahr 2019 ...  (© Branko Šmon)

    Neben den Umrissen des aktuellen Volumens für die Bestände im Jahr 2019 ... (© Branko Šmon)

  • ... kann man sich mit der Foto Art-App „Earth Plastic View“ auch die Mengenentwicklung bis zum Jahr 2035 (orange Linie) ansehen, bei der mit einem Kunststoff-Volumenaufkommen von 32km3 gerechnet wird (© Branko Šmon)

    ... kann man sich mit der Foto Art-App „Earth Plastic View“ auch die Mengenentwicklung bis zum Jahr 2035 (orange Linie) ansehen, bei der mit einem Kunststoff-Volumenaufkommen von 32km3 gerechnet wird (© Branko Šmon)

  • Speziell für das Projekt entwickelte Šmon die „Earth Plastic View“ Foto Art-App, die das Visualisieren des Plastikvolumens durch verschiedene Funktionen erweitert (© Branko Šmon)

    Speziell für das Projekt entwickelte Šmon die „Earth Plastic View“ Foto Art-App, die das Visualisieren des Plastikvolumens durch verschiedene Funktionen erweitert (© Branko Šmon)

  • Die App verstärkt auf spielerische Weise die Aufmerksamkeit für die Thematik und ermöglicht durch interaktive Funktionen die Dimensionen des weltweiten Plastikaufkommens visuell zu begreifen (© Branko Šmon)

    Die App verstärkt auf spielerische Weise die Aufmerksamkeit für die Thematik und ermöglicht durch interaktive Funktionen die Dimensionen des weltweiten Plastikaufkommens visuell zu begreifen (© Branko Šmon)

  • Der Künstler erhält für sein Kunst-Projekt auch Unterstützung von prominenter Seite: Bertrand Piccard, CEO der Solar Impulse Foundation unterstützt das Projekt (© Branko Šmon)

  • Auch Piccard lenkte bei seinem Projekt "Solar Impulse" den Fokus auf Umweltthemen, indem er mit erneuerbaren Energien und sauberen Technologien eine Erdumrundung mit einem solarbetriebenen Flugzeug absolvierte. Der Schweizer Luftfahrtpionier übernahm dasher eine Patenschaft für „Earth Plastic View“ (© Branko Šmon)

    Auch Piccard lenkte bei seinem Projekt "Solar Impulse" den Fokus auf Umweltthemen, indem er mit erneuerbaren Energien und sauberen Technologien eine Erdumrundung mit einem solarbetriebenen Flugzeug absolvierte. Der Schweizer Luftfahrtpionier übernahm daher eine Patenschaft für „Earth Plastic View“ (© Branko Šmon)

  • Für das Jahr 2019 entspricht das Volumen des weltweiten Plastikbestandes dem Volumen des Matterhorns oberhalb der Höhe von 2.600 m im Radius von 3,78 km. Das Zentrum des Radius ist der Gipfel des Matterhorns. Eine virtuell eingeblendete rote Linie grenzt das Volumen in diesem Radius ein. Ändert sich der Umgang mit Kunststoffen nicht grundlegend, vergrößert sich das Volumen des weltweiten Bestandes bis zum Jahr 2035 voraussichtlich auf ca. 32,0 km3. Dieses Volumen entspricht dem des Matterhorns oberhalb der Höhe von 2.600 m im Radius von 5,66 km (© Branko Šmon)

    Für das Jahr 2019 entspricht das Volumen des weltweiten Plastikbestandes dem Volumen des Matterhorns oberhalb der Höhe von 2.600 m im Radius von 3,78 km. Das Zentrum des Radius ist der Gipfel des Matterhorns. Eine virtuell eingeblendete rote Linie grenzt das Volumen in diesem Radius ein. Ändert sich der Umgang mit Kunststoffen nicht grundlegend, vergrößert sich das Volumen des weltweiten Bestandes bis zum Jahr 2035 voraussichtlich auf ca. 32,0 km3 . Dieses Volumen entspricht dem des Matterhorns oberhalb der Höhe von 2.600 m im Radius von 5,66 km (© Branko Šmon)

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Art Frames & „MyEarthPlasticPart-cubes“

Nach Angaben der Verantwortlichen des Projekts befinden sich derzeit weltweit rund 7 Mrd. Tonnen Kunststoff in Gebrauch, in den Landschaften, den Weltmeeren, auf Deponien oder in Lebewesen. Das entspricht auf der Grundlage einer belastbaren Schüttdichte einem Granulatvolumen von rund 14 km3 – eine eigentlich unvorstellbar große Menge.

An prominenter Stelle erhält dieses Volumen nun eine greifbare Form: Vier große „Earth Plastic View“-Art Frames, aufgestellt an unterschiedlichen Aussichtspunkten rund um den Gornegrat, zeigen die räumliche Ausdehnung des Volumens des weltweiten Kunststoffbestands in Granulatform. Die imposanten Sichtrahmen umfassen die Silhouette des Matterhorns mit dem umliegenden Bergmassiv und markieren das Kunststoffvolumen von 14 km3 . So wird dieses Ausmaß in der Landschaft um das Matterhorn sicht- und damit erst vorstellbar.

In Zermatt und an sechs Aussichtspunkten entlang der Gornergrat-Bahnlinie und auf der Rothornseite visualisiert Šmon zudem den Anteil des aktuell globalen Plastikbestandes im
Verhältnis zum Individuum (Anfang 2019: 7,67 Mrd. Menschen) durch große Plastik-Objektkuben, die mit Kunststoffgegenständen des Alltags, Mahlgut und Kunststoffgranulat gefüllt sind. Diese „MyEarthPlasticPart-cubes” sind 1,9 x 1 x 1 m groß, ihr Volumeninhalt entspricht dem weltweiten Pro-Kopf-Aufkommen von Kunststoff in Granulatform (1,9 m3 ).

Foto Art-App „Earth Plastic View“

Speziell für das Projekt entwickelte Šmon die „Earth Plastic View“ Foto Art-App, die das Visualisieren des Plastikvolumens durch verschiedene Funktionen erweitert. Die App verstärkt auf spielerische Weise die Aufmerksamkeit für die Thematik und ermöglicht durch interaktive Funktionen die Dimensionen des weltweiten Kunststoffaufkommens visuell zu begreifen. Es geht um eine multidimensionale Kunsterfahrung,die das reale Erleben am Matterhorn durch eine virtuelle Ebene erweitert.

Die App zeigt an sieben Aussichtspunkten die Ausdehnung des Kunststoffvolumens am Matterhorn im Jahr 2019. Mit einer zweiten Linie wird das Ansteigen des Volumens auf 32 km3 bis zum Jahr 2035 gezeigt, wenn wir unseren Umgang mit Kunststoff nicht verändern. Durch Foto-Funktionen kann jeder Teil der Kunst werden und mit dem EPV-art-filter die Botschaft des Projektes global streuen. Außerdem informiert die App über Kunstprojekt und Künstler und bietet Informationen zur Umweltproblematik durch Kunststoffe.

Global nutzbar potenziert die App Branko Šmons Botschaft, ein neues – so der Künstler – „Plastikbewusstsein“ zu schaffen. Mit jedem Kauf geht ein Euro als Spende an innovative Projekte und nachhaltige Lösungen für Kunststoffe.

Das Matterhorn als perfekter Botschafter

„Mit Earth Plastic View möchte ich ein neues Plastikbewusstsein schaffen. Nur im Verhalten eines jeden Einzelnen ist eine Veränderung möglich. Das Matterhorn dient dabei als globales Symbol. Ich habe am Gornergrat ideale Bedingungen für mein Ziel gefunden: Wir befinden uns zum einen mitten in schönster Natur, die Menschen werden hier direkt emotional berührt. Zum anderen steht das Matterhorn frei. Man hat als Betrachter eine Übersicht über die Berglandschaft der Umgebung. So kann ich das enorme Volumen überhaupt erst sichtbar machen. Durch die Weitläufigkeit der Landschaft und die Schönheit der Natur schaffe ich die mir wichtige Verbindung zwischen dem Bewusstsein für das Ausmaß der Problematik und der Kraft der Naturschönheit“, begründet der Künstler seine Wahl für das Matterhorn. (as)

Mehr Informationen zum Kunstprojekt erhalten Sie unter: www.earth-plastic-view.de

Über Branko Šmon

Branko Šmon wurde 1955 in Maribor/Slowenien geboren. Schon während des Studiums experimentierte er jenseits der klassischen Gattungen mit scheinbar kunstfernen Medien, beispielsweise mit der sogenannten „Blower Art“, durch Ventilatoren in Bewegung versetzte raumgreifende Installationen. In den 1980er- und 1990er-Jahren realisierte Šmon internationale Projekte in den Metropolen New York und Moskau sowie in Südkorea. Später folgten unter anderem Projektideen und -realisationen in Stuttgart, Frankfurt am Main und Brüssel.

Bis heute geht es Branko Šmon in seiner Kunst um den Zusammenhang zwischen Natur und Kultur, Mensch und Technologie, Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Er setzt sich intensiv mit systemimmanenten und -relevanten Zusammenhängen auseinander, von deren erheblichen Wirkkräften und Konsequenzen wir zwar wissen, aber kaum eine Vorstellung haben.

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  • 08.11.2019 von „Plastic Earth View"

    Hier wird das Problem zwar einseitig, aber für jeden gut verständlich dargestellt.
    Interessant wäre aber ein zusätzliches, alternatives Projekt für eine heutige
    und zukünftige Lebenssituation ohne Kunststoffe.
    Wie sähen dann wohl die Lebensgewohnheiten von ~ 7.6 Mrd. Menschen aus ???

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