nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
11.08.2017

China erfindet den Hanf neu

Aufbau eines Netzwerks mit Europa, Kanada und Australien

Heilongjiang lud internationale Gäste nach Harbin ein, um weltweit zusammen zu arbeiten (© Michael Carus)

Auch wenn die Kulturgeschichte der industriellen Hanfnutzung mit den weltweit ersten Seilen (2800 Jahre v. Chr.) sowie dem ersten Papier und Textil (500 bis 100 v. Chr.) in China begann, war Hanf in den letzten hundert Jahren ins Abseits geraten. Aber das ist nun Geschichte. Auf der Suche nach Alternativen zur Baumwolle geriet der Hanf in Visier der chinesischen Wissenschaft, Politik und Industrie. Baumwolle verursacht durch ihren hohen Wasserbedarf, Versalzung der Böden und Pestizideinsatz zunehmend Umweltprobleme. Qualität und Preis der chinesischen Baumwollproduktion sind wenig konkurrenzfähig.

Die chinesische Provinz Heilongjiang hat angesichts dieser Situation die Entscheidung getroffen, die gesamte Wertschöpfungskette der Hanfproduktion zu erneuern und großvolumig industriell umzusetzen. In nur wenigen Jahren konnte so die Hanfanbaufläche allein in der Provinz Heilongjiang von unter 1000 ha auf 30.000 ha in diesem Jahr ausgebaut werden. Das entspricht immerhin der gesamten Hanfanbaufläche in Kanada oder Europa. Wenn alles gut läuft, sollen es im nächsten Jahr schon 60.000 ha werden.

Internationale Konferenz verbindet Staaten

In Europa und USA üblich, in China auf dem Vormarsch: Hanf in Verbundwerkstoffen (© Michael Carus)

Am 3. und 4. August 2017 fand in Harbin, Hauptstadt der Provinz Heilongjiang (Mandschurei im Nordosten der Volksrepublik China) die „2017 International Conference On Hemp Industry“ statt. Mit 300 Teilnehmern aus China, Australien, Europa und Kanada eine der größten Konferenzen zum Thema Hanf überhaupt. Gesponsert wurde die Konferenz von der lokalen Provinzregierung sowie dem nationalen Textil- und Bekleidungs-Council. Stolz präsentierten Wissenschaft und Industrie ihre Erfolge den Experten aus aller Welt in Vorträgen und einer begleitenden Ausstellung.

Vertreter der chinesischen Hanfindustrie hatten zur Konferenz Hanfverbände aus Europa, Kanada und Australien eingeladen, um weltweite Netzwerke aufzubauen und Synergieeffekte zwischen den Kontinenten zu erzielen. Hierbei ging es vor allem um den Austausch von Technologien, Produkten und Marketingstrategien.

Grobe Fasern für den Autoinnenraum

Etwas gröbere, nicht-kotonisierte Hanffasern gehen in die Autoindustrie zur Verstärkung von Innenraumteilen. Wie schon in Europa und USA seit Jahren üblich, werden nun auch in China vor allem Hanffasern in Verbundwerkstoffen für Türinnen- und Säulenverkleidungen sowie Armaturenbretter und Hutablagen verwendet. Eine umweltfreundliche Leichtbau-Alternative zu reinen Kunststoffteilen bzw. Glasfasern. (Red)

Weiterführende Information
  • Das Auto vom Acker
    Kunststoffe 09/2017, Seite 172 - 174

    Das Auto vom Acker

    Systemlieferant Faurecia entwickelt naturfaserverstärkte Compounds weiter

    Seit vier Jahren ist hanffaserverstärktes Polypropylen im Einsatz für Türbrüstungen und Türinserts von Faurecia. Es lässt sich im...   mehr

  • 11.08.2017

    Tuning für Naturwerkstoffe

    Meinung

    Einst war Hanf eine der wichtigsten Fasern, für Textilien und Papier, aber auch technische Anwendungen wie Seile und Verstärkungsstoffe.Nun besinnt man sich wieder auf die leichte und schnell wachsenden Pflanzenfasern. Knackpunkt für die Industrialisierung von Naturstoffen sind Verfügbarkeit und konstante Qualität.   mehr

  • 01.04.2015

    Automobilzulieferer Faurecia setzt auf nachwachsende Rohstofflösungen

    Mit „Natural Fibres for Lean Injected Design“ hat Faurecia ein spritzgießbasiertes Bauteil in Serie gebracht, das zu 20% aus Hanffasern besteht.   mehr

keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Newsletter

Sie wollen keine Kunststoffe-News verpassen?
Hier kostenlos anmelden


Beispiel-Newsletter ansehen