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04.06.2014

B. Braun und Universität Kassel eröffnen Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace

Prof. Dr. Hans-Peter Heim (v.l.n.r.), Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep und Prof. Dr. Heinz-Walter Große  (Bild: Institut für Werkstofftechnik)

Prof. Dr. Hans-Peter Heim (v.l.n.r.), Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep und Prof. Dr. Heinz-Walter Große (Bild: Institut für Werkstofftechnik)

Das Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel und die B. Braun Melsungen AG, Melsungen, arbeiten gemeinsam an der Entwicklung neuartiger Prozesse zur Kunststoffverarbeitung. Universität-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep und B. Braun-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Heinz-Walter Große weihten das gemeinsame Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace am Montag, 26. Mai 2014, offiziell ein. Verbunden damit sind Investitionen von rund 2,6 Mio. EUR.

Das Anwendungszentrum ist Teil einer strategischen Partnerschaft, die die nordhessische Hochschule und der Medizintechnik-Hersteller im Juni 2013 geschlossen hatten. Wissenschaftlicher Leiter ist Prof. Dr.-Ing Hans-Peter Heim, Leiter des Fachgebiets Kunststofftechnik.

Ziel des Anwendungszentrums ist es, die wissenschaftliche Forschung im Bereich der Kunststoffverarbeitung mit der in der Praxis angewandten Fertigung in der Medizintechnik zu verknüpfen.

UNIpace („pace“ steht für „polymer application center“) befindet sich auf dem Campus Holländischer Platz der Universität. Zu den bearbeiteten Feldern gehört die Verarbeitung von Silikonen und speziell von Flüssigsilikonkautschuken, das Mehrkomponentenspritzgießen und das Upscaling von Laborversuchen (also das Überführen in größere Fertigungsmengen), weitere Forschungsfelder sind geplant.

Das Zentrum wurde in den vergangenen Monaten mit Verarbeitungs- und Prüfmaschinen ausgestattet und hat sukzessive seine Arbeit aufgenommen, am Montag erfolgte nun die offizielle Einweihung. Investiert wurden und werden bis 2015 rund 2,6 Mio. EUR: rund 200.000 EUR durch die Universität (vor allem in die Infrastruktur), rund 1,5 Mio. EUR durch B. Braun (vor allem in die Ausstattung der Labore). Darüber hinaus gab und gibt das Unternehmen für die Jahre 2013 bis 2015 Forschungs- und Entwicklungsaufträge im Umfang von 300.000 EUR pro Jahr.

UNIpace hat zehn Mitarbeiter (drei wissenschaftliche Mitarbeiter, zwei technische Angestellte, fünf studentische Hilfskräfte). Das Anwendungszentrum ist offen für die Zusammenarbeit mit weiteren Firmen.

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