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02.10.2018

Weniger Einweg, mehr Lebensmittelvergiftungen?

Bericht: EU-Vorschlag könnte Gesundheitsrisiko erhöhen

Falls die EU „blind“ und „in Situationen, in denen es unangemessen ist“, wiederverwendbare Alternativen zu Einwegverpackungen für Lebensmittel und Getränke fördert, steigt das Risiko von Lebensmittelvergiftungen, insbesondere wenn Verbraucher unterwegs essen und trinken. So das Fazit eines Berichts von David McDowell, einem emeritierten Professor für Lebensmittelstudien an der Universität von Ulster. Auf den Bericht weist der Verband der Lebensmittel- und Getränkehersteller und Hersteller von Convenience-Verpackungen Pack2Go Europe hin, der den Bericht in Auftrag gegeben hat.

Falls die Verbraucher ihr Verhalten nicht gravierend ändern, werden „Verbreitung und Hartnäckigkeit von Lebensmittelpathogenen in der menschlichen Nahrungskette“ steigen, warnt McDowell. Denn gereinigte Behälter sind nicht immer so keimfrei, wie man denkt.

Kreuzkontamination als Gefahr für die menschliche Nahrungskette

„Selbst wenn sie meinen, dass sie es richtig machen, scheitern die Verbraucher in der Regel, ihre Mehrwegbehälter angemessen zu reinigen, und hinterlassen so Arten von Krankheitserregern, die man eigentlich nicht in der Nähe von Nahrungsmitteln haben möchte“, befindet der auch als Vorsitzender des beratenden Ausschusses für mikrobiologische Sicherheit von Lebensmitteln der britischen Food Standards Agency amtierende Lebensmittelmikrobiologie. Wenn Verbraucher solche Behälter zum Nachfüllen mitbringen, könnten solche Verunreinigungen durch Kreuzkontamination auf Nahrungsmittel anderer Menschen übertragen werden.

Auch den leckersten Speisen kann man nicht unbedingt ansehen, ob sie mit Krankheitserregern belastet sind (© K.Klotz)

Auch den leckersten Speisen kann man nicht unbedingt ansehen, ob sie mit Krankheitserregern belastet sind (© K.Klotz)

Die Europäische Kommission hatte im Mai dieses Jahres Vorschläge für Maßnahmen gegen Kunststoffeinwegartikel bekannt gemacht, darunter auch Lebensmittelverpackungen. „Dass der Vorschlag keiner detaillierten Folgenabschätzung über die Risiken für Hygiene, Gesundheit und Sicherheit unterzogen wurde, ist besorgniserregend und eine schwerwiegende Unterlassung", kritisiert McDowell.

Lebensmittelvergiftungen laufen nicht immer mit vorübergehendem Unwohlsein, Übelkeit und Erbrechen glimpflich ab, sondern können in schwerwiegenden Fällen lebensbedrohliche Nieren- und Leberversagen, vorübergehende oder anhaltende Lähmungen und Funktionsstörungen des Nervensystems sowie Gehirns zur Folge haben. Insbesondere für spezielle Risikogruppen (etwa Kleinkinder, ältere, schwangere oder immungeschwächte Menschen) besteht sogar die Gefahr, daran zu sterben.

Mehr Lebensmittelvergiftungen nach Einweg-Einkaufstüten-Verbot

Nach Angaben von Pack2Go Europe berichtet eine im Dowell-Papier zitierte Studie sogar von einer Zunahme der Krankenhauseinweisungen mit Lebensmittelvergiftungen in einer Reihe von Bezirken in Kalifornien, nachdem Einweg-Einkaufstüten dort verboten und durch wiederverwendbare „Longer life“-Taschen ersetzt wurden. Der materialneutrale europäische Verband, der die Hersteller von Convenience-Verpackungen und Anbieter von Lebensmitteldienstleistungen (food services) vertritt, macht allerdings keine Angaben dazu, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen den Beobachtungen nachgewiesen werden konnte. (kk)

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Unternehmensinformation

Pack2Go Europe aisbl

Avenue Livingstone 13-15
Tel.: +32 2 286-9496

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