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16.03.2020

Verband fordert neue Ökobilanz für Getränkeverpackungen

Einweg-Flaschen besser als ihr Ruf

Das Forum PET in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. (IK), in dem die Hersteller sowohl von Einweg- als auch von Mehrweg-PET-Getränkeflaschen vertreten sind, fordert die Bundesregierung zu einer neutralen Ökobilanz auf, um endlich mit unhaltbaren Forderungen zu Getränkeflaschen aufzuräumen. Diese Ökobilanz sollte nach Ansicht des Forum PET neutral vom Umweltbundesamt durchgeführt werden. Im Bundeshaushalt stehen eigens für diesen Zweck bereits 400.000 EUR zur Verfügung.

  • Aufgrund der Transportaufwände wäre aus Sicht des Forum PET eine verbindliche Pfandpflicht wesentlich besser als eine Anhebung der Mehrwegquoten (Quelle: BGVZ / Grafik: IK)

    Aufgrund der Transportaufwände wäre aus Sicht des Forum PET eine verbindliche Pfandpflicht wesentlich besser als eine Anhebung der Mehrwegquoten (Quelle: BGVZ / Grafik: IK)

  • „Mehrweg-Getränkeflaschen haben einen derart guten Ruf, dass ihre Ökobilanz oft gar nicht mehr hinterfragt wird“, stellt Dr. Isabell Schmidt fest (© Foto Fabry)

    „Mehrweg-Getränkeflaschen haben einen derart guten Ruf, dass ihre Ökobilanz oft gar nicht mehr hinterfragt wird“, stellt Dr. Isabell Schmidt fest (© Foto Fabry)

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Die Einweg-Mehrweg-Diskussion sei von alten Vorurteilen geprägt, so der Verband. Viele Behauptungen, die heute noch von Mehrweg-Befürwortern vorgebracht werden, seien längst überholt. Auf der Grundlage veralteter Daten werde aber noch immer für eine Mehrwegquote von 70 % gefochten.

Neutrale Ökobilanz für harte Fakten

Leider habe die Mehrweg-Lobby bereits angekündigt, dass sie die Ergebnisse einer neuen Ökobilanz auch bei neutraler Durchführung durch das Umweltbundesamt nicht anerkennen würde. „Der faire Vergleich wird scheinbar gefürchtet. Allen Seiten scheint klar zu sein, dass eine neue Ökobilanz Fakten zu Tage bringen würde, die den Verfechtern der Mehrwegquote nicht schmecken würden“, kommentiert IK-Geschäftsführerin Dr. Isabell Schmidt die Verweigerungshaltung.

„Mehrweg-Getränkeflaschen haben einen derart guten Ruf, dass ihre Ökobilanz oft gar nicht mehr hinterfragt wird“, stellt Dr. Isabell Schmidt fest. „Wie selbstverständlich wird davon ausgegangen, dass sie ökologisch besser seien als Einwegflaschen. Doch das stimmt so nicht. Ein Blick in Ökobilanzen verrät: Zur Achilles-Sehne von Mehrwegflaschen kann vor allem die Transport-Logistik werden.“ Diese ist beim regionalen Vertrieb und der Nutzung so genannter Pool-Flaschen noch passabel. Zum Problem wird sie jedoch, wenn schwere Flaschen über weite Distanzen transportiert werden.

Veraltete Daten bestimmen die Diskussion

Die letzte repräsentative Ökobilanz für die Verpackung von Mineralwasser und Erfrischungsgetränken ist bereits zehn Jahre alt. Schon damals zeigte sich kein eindeutiges Ergebnis. Zwar erzielte die PET-Mehrwegflasche die beste Bewertung, doch die Glas-Mehrflasche war schon damals in ihrer CO2 -Bilanz keineswegs besser als die Einweg-PET-Flasche mit Pfand.

Seither sind viele Jahre vergangen, in denen sich der Getränkemarkt weiterentwickelt hat und zwar zugunsten der Einwegsysteme, so der Verband. Das Pfandsystem ermögliche einen geschlossenen und sehr effizienten Recyclingkreislauf von PET-Einwegflaschen. Recyclingraten von mehr als 97 % seien kaum mehr steigerungsfähig. Der Wiedereinsatz von Rezyklaten in den Flaschen nimmt stetig zu und lag nach IK-Angaben zuletzt bei 26 % im Marktdurchschnitt. „Es gibt PET-Flaschen am Markt, die zeigen, dass die Flaschen sogar zu 100 % aus Recyclingmaterial hergestellt werden können“ erklärt Dr. Isabell Schmidt.

Individualflaschen steigern das Transportaufkommen

Dagegen stieg im Mehrwegsegment in den vergangenen Jahren der Anteil individueller Mehrwegflaschen stark an. Der Grund hierfür sei das Marketing. Getränkemarken in individuellen Flaschen haben einen höheren Wiedererkennungswert und werden daher von Verbrauchern bevorzugt. Im Unterschied zu den Pool-Flaschen müssen die individuellen Flaschen aber zu ihrem ursprünglichen Getränkeabfüller zurückgebracht werden und können von keinem anderen Getränkeabfüller in der Nähe genutzt werden. Das lässt den Logistik-Aufwand in die Höhe schnellen. (Red.)

Weiterführende Information
  • 13.03.2020

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    Kunststoffmüll weltweit

    Vorläufige Basiszahlen aus neuer Studie

    Um Stoffströme gezielt optimieren zu können, müssen die Materialströme sowie die Einträge in die Umwelt in ihrer Größenordnung bekannt sein. Eine Pilot-Studie gibt erstmals einen Überblick über Dutzende von Ländern.   mehr

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    Das Forum PET innerhalb der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen warnt anlässlich der neuesten Ökobilanz zu Saft- und Milch-Verpackungen vor Pauschalkritik an PET-Flaschen.   mehr

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Unternehmensinformation

ik Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

Kaiser-Friedrich-Promenade 43
DE 61348 Bad Homburg
Tel.: 06172 9266-01

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