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17.01.2018

Verbände sehen Potenziale für Kunststoffverarbeiter

Reaktionen auf EU-Kunststoffstrategie für die Kreislaufwirtschaft

Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) sieht in der durch die Europäische Kommission vorgelegten europäischen Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft zusätzliche Chancen für die Kunststoffverarbeitung und das Kunststoffrecycling. Die Strategie bekennt sich klar zum Beitrag von Kunststoffen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme, beispielsweise zum Klimaschutz und in der Medizintechnik.

Mit der Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft zeige die Europäische Kommission laut Verband erstmals Handlungspotenziale und Entwicklungspfade für einen verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoffen als wertvolle Ressourcen auf. Obwohl sich das werkstoffliche Recycling von Kunststoffabfällen in Deutschland im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Ländern bereits auf einem hohen Niveau befindet, betont der GKV, dass die kunststoffverarbeitende Industrie ihren Kundenindustrien ihre aktive Unterstützung bei der weiteren Steigerung des Einsatzes von Kunststoffrezyklaten in Produkten anbiete.

Insbesondere die Ankündigung zusätzlicher Investitionen der öffentlichen Hand in den Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Europa, der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für das Kunststoffrecycling, besserer Qualitätsstandards für Kunststoffrezyklate sowie einer vertieften internationalen Zusammenarbeit zur Bekämpfung des globalen Problems des Eintrags von Kunststoffabfällen in die Meere (Marine Litter) begrüßen die Kunststoffverarbeiter in Deutschland. Der Strategie müssen nach Auffassung des GKV nun entschlossene und für sämtliche EU-Mitgliedsstaaten verbindliche Schritte folgen, z. B. zu einem baldigen europaweiten Deponierungsverbot für Post-Consumer-Kunststoffabfälle. Auch die Getrenntsammlung von Post-Consumer-Kunststoffabfällen sei in vielen Mitgliedsstaaten noch deutlich ausbaufähig.

Gleichwohl soll nach Überzeugung der kunststoffverarbeitenden Industrie werkstoffliches Recycling auch in Zukunft bevorzugt zum Einsatz kommen, wenn es ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist. Unter Berücksichtigung der zusätzlichen Potenziale des Kunststoffrecyclings soll auch die thermische Verwertung von Kunststoffabfällen in Zukunft ihren Platz in der Entsorgungshierarchie behalten, denn auch sie trägt zu einer effizienten Ressourcennutzung und zum Klimaschutz bei.

IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen begrüßt Initiative, aber ...

Impuls zur Umsetzung der Plastics Strategy: Die IK ist Mitglied der unterzeichnenden Verbände European Plastics Converters (EuPC), Petcore Europe und Polyolefin Circular Economy Platform (PCEP) (© IK)

Impuls zur Umsetzung der Plastics Strategy: Die IK ist Mitglied der unterzeichnenden Verbände European Plastics Converters (EuPC), Petcore Europe und Polyolefin Circular Economy Platform (PCEP) (© IK)

„Die nun verkündete Strategie der Kommission legt wesentliche Meilensteine für die Ausrichtung der Kunststoff-Branche in den kommenden Jahren fest und benennt relativ konkrete Ziele für den Zeitraum bis 2030“, heißt es in einer Erklärung der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. zunächst einmal. „Viele der genannten Forderungen stehen im Einklang mit der Position der IK. Mit der Forderung nach einem deutlichen Ausbau der Recyclingfähigkeit in Europa erhält das recyclinggerechte Design einen wichtigen Schub.“

Tatsächlich listet die IK in einer ausführlichen Stellungnahme zur Europäischen Kunststoffstrategie acht Punkte auf, bei denen man sich im Einklang sieht:

  1. Forderung nach recyclinggerechtem Design, auch wenn die IK hier anmerkt, dass die Recyclingfähigkeit nicht das einzige Kriterium für Nachhaltigkeit ist.
  2. Freiwillige Selbstverpflichtung der Kunststoffindustrie in Europa
  3. Forderung nach einer besseren Sammlung und Sortierung von Abfällen
  4. Forderung nach einem verstärkten Einsatz von Rezyklatmaterial
  5. Forderung nach einer Umsetzung der bestehenden Abfallgesetzgebung
  6. Engagement gegen Marine Litter
  7. Ablehnung unnötiger oder überdimensionierter Verpackungen
  8. Kritische Auseinandersetzung mit oxo-abbaubaren Kunststoffen

... kritisiert die Begriffswahl

Zwei Punkte sieht die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen allerdings anders: Der Begriff

  • single use plastics werde missverständlich verwendet und
  • Verbrennung werde irreführend verwendet, weil im Gegensatz zum Begriff energetischer Verwertung dabei die Einsparung von fossilen Brennstoffen nicht berücksichtigt ist.

Von single use plastics zu sprechen sei für eine Vielzahl von Anwendungen irreführend, weil z.B. aufgrund von Hygieneanforderungen die Einmalverwendung oft sinnvoll ist, etwa bei Blutbeuteln oder Frischfleisch. Auch werde nicht selten der Eindruck erweckt, dass es sich bei Einwegprodukten generell um zu vermeidende Wegwerf-Produkte handelt. Im Unterschied zu To-go-Produkten, die nach einer sehr kurzen Gebrauchsphase meist im Müll landen, erfüllen Verpackungen bereits vor dem Verkauf wichtige Schutzfunktionen bei Lagerung und Transport und werden anschließend oft energetisch verwertet. (Red/kk)

Weiterführende Information
  • 17.01.2018

    Kreislaufplattformen für mehr Recycling

    Europäischen Kunststoffindustrie fördert werkstoffliches Recycling

    In Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission sollen Kreislaufplattformen ausgebaut und neu aufgebaut werden, die bis 2040 ein werkstoffliches Recycling von 50% der Kunststoffabfälle sowie 70% Recycling und Wiederverwendung von Kunststoffverpackungen erreichen sollen.   mehr

  • 17.01.2018

    Initiative „Plastics 2030“ der Kunststofferzeuger

    PlasticsEurope begrüßt neue Kunststoffstrategie der EU

    Im Zusammenhang mit der Ankündigung der Europäischen Kommission veröffentlicht der Verband seine Selbstverpflichtung, die dazu beitragen soll, ein kreislauffähiges und ressourcenschonendes Europa zu errichten.   mehr

  • 17.01.2018

    EU macht gegen Plastikmüll mobil

    Kommission legt europäische Kunststoffstrategie vor

    Die Europäer erzeugen jedes Jahr 25 Mio. t Kunststoffabfälle. Wie mit Plastik in der EU künftig umgegangen werden soll, hat die EU-Kommission nun erstmals als europäische Strategie formuliert.   mehr

  • © Borealis

    Zweites Leben für flexible Kunststoffverpackungen

    Barriere für vollständig wiederverwertbare Monomaterialien

    Auf dem Circular Packaging Event präsentierten Technologieunternehmen neue Verpackungen mit vorteilhaften Recyclingeigenschaften. Eine der Neuheiten ist eine für flexible Lebensmittelverpackungen geeignete Barriereschicht.   mehr

  • 07.03.2017

    FAQs zu oxo-abbaubaren Kunststoffen

    IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen äußert Kritik

    Laut Verband sind die Bezeichnungen „oxo-fragmentierbare“ und „thermo-„ oder „photo- fragmentierbare Kunststoffe“ besser.   mehr

Unternehmensinformation

GKV - Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V.

Kaiser-Friedrich-Promenade 43
DE 61348 Bad Homburg
Tel.: 06172 9266-61
Fax: 06172 9266-74

ik Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

Kaiser-Friedrich-Promenade 43
DE 61348 Bad Homburg
Tel.: 06172 9266-01

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