nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
13.06.2018

Kunststoffabfälle sind Wertstoffe

Recycling-Strukturen nach Qualität ausrichten

Am 12. bis 13. Juni hat der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling in diesem Jahr bereits zum 21. Mal zum Internationalen Altkunststofftag nach Bad Neuenahr eingeladen. Auf der zweitägigen Branchentagung stehen aktuelle Themen des Kunststoffrecyclings auf dem Vortrags- und Diskussionsprogramm, ergänzt wird die Veranstaltung durch ein Ausstellerforum. Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse, begrüßte die 430 Teilnehmer am ersten Tag und äußerte sich zu den aktuellen Entwicklungen.

„Für uns sind Kunststoffabfälle nicht wertlos, sondern Wertstoffe. Sie gehören nicht auf den Müll. Weder hier in Deutschland und Europa, noch irgendwo auf der Welt.“ Rehbock betonte, dass diejenigen, die bisher auf den Export gesetzt haben, umdenken müssen. „Vergeuden Sie nicht zu viel Energie damit, Alternativen für China zu suchen. Vietnam, Malaysia, aber auch osteuropäische Länder, wie beispielsweise Polen, sind allenfalls temporäre Lösungen. Diese Länder werden sehr schnell, sehr genau darauf achten, welche Materialqualitäten sie hineinlassen und welche nicht.“

Auch die große Medienresonanz zum Kunststoffrecycling in den letzten sieben Monaten sprach er an. Das Thema sei nun einer breiten Öffentlichkeit bewusst, die bei den Problemen und Fragestellungen auch mitdiskutiere. Man müsse darauf achten, die Positionen der Industrie und der Verbände deshalb gut und verständlich zu erklären. Das sei eine Herausforderung, aber auch eine Chance für die Branche endlich gute Rahmenbedingungen für die Kreislaufwirtschaft in Europa zu schaffen.

Recycling ausbauen, Deponien verbieten

Es sei deshalb an der Zeit, die Recycling-Strukturen in Deutschland vom Kopf auf die Füße zu stellen und endlich nach Qualitätskriterien auszurichten. Das stoffliche Wiederverwerten müsse ausgebaut und gefördert werden. Spätestens hier müsse aber auch die Sprache auf die Recyclingfähigkeit der Kunststoffprodukte kommen. Diese müssen so hergestellt werden, dass sie auch recycelt werden können. Rehbock kritisierte: „Da sind wir in Deutschland noch nicht gut genug. Wir benötigen dafür einen intensiven Austausch zwischen denen, die Produkte designen und produzieren sowie denen, die sie recyceln.“

Der bvse-Hauptgeschäftsführer wiederholt daher das Angebot seines Verbands, gemeinsame Working-Groups einzurichten, die sich zu technischen Fragen austauschen oder sich beispielsweise auch auf praxisnahe Standards verständigen können. Er forderte in seiner Eröffnungsrede Industrie und insbesondere die öffentliche Hand auf, mutiger zu werden und endlich mehr Recyclingprodukte einzusetzen.

Gleichzeitig warnte er davor, in Verbotsdiskussionen abzugleiten: „Unsere heutige Gesellschaft, unsere europäische Volkswirtschaft ist ohne Kunststoffe nicht denkbar.“ Es komme darauf an, wie mit den Abfällen umgegangen werde und verwies darauf, dass in Europa jährlich 25 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle anfallen. Nur 30% davon würden recycelt. Das sei viel zu wenig, kritisierte der bvse-Hauptgeschäftsführer und forderte ein europaweites Deponieverbot.

Deshalb setze sich der bvse dafür ein, dass EU-Kreislaufwirtschaftspaket in diesem Punkt nachzubessern. Die Erfahrung in Deutschland habe gezeigt, dass erst mit dem Verbot der Deponierung von unbehandelten Abfällen, die Aufbereitungstechnik und insbesondere die Abfallverwertung deutliche Fortschritte machen konnten. (Red)

Weiterführende Information
  • Kunststoffrecycling

    Das Online-Special rund um das Recycling von Kunststoffen

    Nur wenige Werkstoffe sind für eine Verwertung so gut geeignet wie Kunststoffe. In unserem Special „Kunststoffrecycling“ haben wir für Sie eine Auswahl an relevanten und aktuellen Entwicklungen und Produkten zum Thema Wiederverwertung von Kunststoffen zusammengestellt.   mehr

  • 07.05.2018

    Forderung der EU-Kommission

    Bundesverband sieht Schwächen in Abgabe auf Kunststoffverpackungen

    Die EU-Kommission will zukünftig einen nationalen Beitrag für in jedem Mitgliedstaat anfallende nicht-recycelbare Verpackungsabfälle aus Kunststoff erheben.   mehr

  • © Ecover

    Kunststoffrecycling in Europa

    Die Kunststoffindustrie kann mehr!

    Technisch ist Kunststoffrecycling heute kein Problem mehr - zumindest für gut separierbare Werkstoffe. Zunehmend geht es um die Verwertung gemischter Abfälle, etwa Trennverfahren für Verbundfolien.   mehr

Unternehmensinformation

bvse - Bundesverband Sekundärroh- stoffe und Entsorgung e.V.

Fränkische Straße 2
DE 53229 Bonn
Tel.: 0228 98849-0
Fax: 0228 98849-99

keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Newsletter

Sie wollen keine Kunststoffe-News verpassen?
Hier kostenlos anmelden


Beispiel-Newsletter ansehen