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17.01.2018

Initiative „Plastics 2030“ der Kunststofferzeuger

PlasticsEurope begrüßt neue Kunststoffstrategie der EU

In einer ersten Reaktion begrüßt der europäische Verband der Kunststofferzeuger, PlasticsEurope, die neue europäische Kunststoffstrategie („A European Strategy for Plastics in a Circular Economy“) der EU-Kommission. Der Verband unterstützt die Idee einer gemeinsamen Vision für ein kreislauforientiertes und ressourcenschonendes Europa sowie die Förderung von Maßnahmen einerseits zur Bekämpfung von Kunststoffleckagen in die Umwelt und andererseits zur Förderung von Wiederverwendung und Recycling.

In der Strategie werden unter anderem die Verhinderung der Deponierung von Kunststoffabfällen und im Gegenzug wirksame Abfallbewirtschaftungssysteme gefordert. „Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, da kein Kunststoff in die Umwelt gelangen darf“, erklärte Karl-H. Foerster, Executive Director von PlasticsEurope. „Seit 2011 fordert die europäische Kunststoffindustrie ein Verbot der Kunststoffdeponierung. Nur eine rechtlich verbindliche Deponie-Beschränkung für alle recycelbaren und verwertbaren Altlasten werden der Deponierung aller Abfälle, die als Ressource genutzt werden können, ein Ende bereiten.“

Im Zusammenhang mit der Ankündigung der Europäischen Kommission veröffentlicht der Verband sein „Plastics 2030 - Voluntary Commitment“. Diese Selbstverpflichtung der Kunststofferzeuger enthält eine Reihe ehrgeiziger Ziele und Initiativen, die dazu beitragen sollen, ein kreislauffähiges und ressourcenschonendes Europa zu errichten.

„Eine langfristig nachhaltige Entwicklung aufzubauen, erfordert Mut, Innovation und konkrete Maßnahmen“, erklärt Daniele Ferrari, Präsident von PlasticsEurope und CEO von Versalis (Eni). „In diesem Sinne haben wir Plastics 2030 - Voluntary Commitment konzipiert. Mit diesen ehrgeizigen Zusagen trägt die europäische Kunststoffindustrie effektiv dazu bei, neue nachhaltige Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln.“

Zunehmende Wiederverwendung und Recycling

Die freiwillige Selbstverpflichtung konzentriert sich auf die verstärkte Wiederverwendung und Wiederverwertung, die Vermeidung von Kunststoffleckagen in die Umwelt und die Beschleunigung der Ressourceneffizienz.

Die europäischen Kunststoffhersteller sind bestrebt, eine hohe Wiederverwendungs- und Recyclingquote sicherzustellen. Erstes Ziel ist die Wiederverwertung von 60% der Kunststoffverpackungen bis 2030. Langfristig sollen 100% der Kunststoffabfälle in der EU-28, Norwegen und der Schweiz bis 2040 verwertet werden.
Vor diesem Hintergrund will PlasticsEurope seine Anstrengungen und Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette und mit Behörden verstärken, um zunehmend nachhaltige Kunststofflösungen zu liefern. Der Verband hat bereits drei europäische Plattformen eingerichtet, das European Council of Vinyl Manufacturers (ECVM), die Polyolefin Circular Economy Platform (PCEP) und Styrenics Circular Solutions, um Innovationen für ein effizienteres chemisches und mechanisches Recycling zu beschleunigen.

Kunststoffleckagen vermeiden

Eine weitere wichtige Säule der Selbstverpflichtung sind die Aktivitäten zur Vermeidung von Kunststoffleckagen in die Umwelt. Bildungsprojekte des Verbands in Mitgliedstaaten sollen dafür das Bewusstsein für nachhaltiges Verbraucherverhalten schärfen.

Auch das Industrieprogramm zur Vermeidung von Pelletverlusten (Operation Clean Sweep) soll im Zuge dessen ausgebaut werden, indem zunehmend die gesamte Wertschöpfungskette inklusive Transport und Logistik einbezogen wird.

Auch neue Forschungsaktivitäten, um Wissenslücken zu den häufigsten Kunststoffartikeln in der Meeresumgebung zu schließen und geeignete Lösungen zu finden, sollen auf den Weg gebracht werden.

Beschleunigung der Ressourceneffizienz

PlasticsEurope will diese Ansätze zusätzlich durch Maßnahmen ergänzen, die darauf abzielen, die Ressourceneffizienz von Kunststoffen zu verbessern und Innovationen für die Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen. Dies beinhaltet die weitere Erforschung von alternativen Rohstoffen, häufigere Aktualisierungen von Produktlebenszyklus-Inventaren und Umweltproduktdeklarationen, die Veröffentlichung von erweiterten Abfalldaten, neue Ökodesign-Richtlinien für Kunststoffverpackungen und Standardisierung der Praktiken und Methoden der Industrie.

Bis Mitte 2018 plant PlasticsEurope, konkrete Aktionspläne und zeitbasierte Leistungsindikatoren aufzustellen, anhand derer die Erreichung dieser Ziele bewertet wird. Die Ergebnisse werden von einem unabhängigen Ausschuss überwacht, der sich aus Vertretern der Hochschulen, der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, der Zivilgesellschaft und des Verbands zusammensetzt. Außerdem wird ab 2019 ein jährlicher Fortschrittsbericht veröffentlicht. (Red)

Weiterführende Information
  • 18.01.2019

    Konzertierte Aktion

    Meinung

    Sabic, Covestro, BASF, Dow und 25 andere Unternehmen haben vorgestern in London die Gründung der "Allianz gegen Kunststoffmüll in der Umwelt" verkündet. Sie sind alle außerordentlich zu begrüßen. Die zunehmende Anzahl an Initiativen wirft jedoch auch die Frage auf, wie Maßnahmen und Geld effizient eingesetzt werden können.   mehr

  • 17.01.2018

    Kreislaufplattformen für mehr Recycling

    Europäischen Kunststoffindustrie fördert werkstoffliches Recycling

    In Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission sollen Kreislaufplattformen ausgebaut und neu aufgebaut werden, die bis 2040 ein werkstoffliches Recycling von 50% der Kunststoffabfälle sowie 70% Recycling und Wiederverwendung von Kunststoffverpackungen erreichen sollen.   mehr

  • 17.01.2018

    Verbände sehen Potenziale für Kunststoffverarbeiter

    Reaktionen auf EU-Kunststoffstrategie für die Kreislaufwirtschaft

    Der GKV begrüßt die von der Europäischen Kommission vorgelegte Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft. Hin- und hergerissen zeigt sich die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen.   mehr

  • 17.01.2018

    EU macht gegen Plastikmüll mobil

    Kommission legt europäische Kunststoffstrategie vor

    Die Europäer erzeugen jedes Jahr 25 Mio. t Kunststoffabfälle. Wie mit Plastik in der EU künftig umgegangen werden soll, hat die EU-Kommission nun erstmals als europäische Strategie formuliert.   mehr

  • © Borealis

    Zweites Leben für flexible Kunststoffverpackungen

    Barriere für vollständig wiederverwertbare Monomaterialien

    Auf dem Circular Packaging Event präsentierten Technologieunternehmen neue Verpackungen mit vorteilhaften Recyclingeigenschaften. Eine der Neuheiten ist eine für flexible Lebensmittelverpackungen geeignete Barriereschicht.   mehr

Unternehmensinformation

PlasticsEurope Deutschland e.V.

Mainzer Landstr. 55
DE 60329 Frankfurt

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