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17.12.2019

Debatte um heiße Bambusbecher

pro-K fordert differenzierte Betrachtung von Melaminkunststoffen

Der pro-K Industrieverband für Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V., Frankfurt, nimmt eine kürzlich vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vorgelegte Studie zu Melaminkunststoffen zum Anlass, eine differenziertere Betrachtungsweise zu fordern. Hintergrund ist eine Veröffentlichung, die sich im Kern mit Bambusbechern auseinandersetzt und dabei auch andere Melaminkunststoffartikel mit einbezieht.

  • Unbedenklich auch für heiße Getränke und Speisen: Hochwertige Melamin-Kunststoffprodukte, die für den Lebensmittelkontakt vorgesehen sind, sollten bei der Diskussion nicht mit Coffee-to-go-Bechern in einen Topf geworfen werden, die … (© pro-K)

    Unbedenklich auch für heiße Getränke und Speisen: Hochwertige Melamin-Kunststoffprodukte, die für den Lebensmittelkontakt vorgesehen sind, sollten bei der Diskussion nicht mit Coffee-to-go-Bechern in einen Topf geworfen werden, die … (© pro-K)

  • … nach Ansicht des BfR bei heißen Inhalten und einer Mehrfachverwendung problematisch sein können (© BfR)

    … nach Ansicht des BfR bei heißen Inhalten und einer Mehrfachverwendung problematisch sein können (© BfR)

  • Während bei herkömmlichem Geschirr die Formaldehyd-Migration außer bei 8 Proben unter dem Grenzwert von 15 mg/l blieb, … (© BfR)

    Während bei herkömmlichem Geschirr die Formaldehyd-Migration außer bei 8 Proben unter dem Grenzwert von 15 mg/l blieb, … (© BfR)

  • … traten bei Bambusware zwar bei 173 der 228 untersuchten Proben nur moderat (im Schnitt etwa 30 %) erhöhte  Werte gegenüber herkömmlichem Geschirr auf, … (© BfR)

    … traten bei Bambusware zwar bei 173 der 228 untersuchten Proben nur moderat (im Schnitt etwa 30 %) erhöhte Werte gegenüber herkömmlichem Geschirr auf, … (© BfR)

  • … allerdings bei 55 der 228 untersuchten „Bambusware“-Gegenstände (24 %) auch extrem hohe Migrationswerte, … (©BfR)

    … allerdings bei 55 der 228 untersuchten „Bambusware“-Gegenstände (24 %) auch extrem hohe Migrationswerte, … (©BfR)

  • .. so dass rund 31 % der „Bambusware“ zu hohe Formaldehyd-Migrationswerte aufwies, während es bei  herkömmlichem Geschirr aus Melamin-Formaldehyd-Harz weniger als 6 % der Proben den Grenzwert für die spezifische Migration überschritten (© Kunststoffe, Quelle: BfR)

    .. so dass rund 31 % der „Bambusware“ zu hohe Formaldehyd-Migrationswerte aufwies, während es bei herkömmlichem Geschirr aus Melamin-Formaldehyd-Harz weniger als 6 % der Proben den Grenzwert für die spezifische Migration überschritten (© Kunststoffe, Quelle: BfR)

  • Melamin-Migration: Den  spezifischen Migrationsgrenzwert (SML) von 2,5 mg Melamin/kg Lebensmittel haben 15 % der Gegenstände aus „herkömmlichem“ MFH überschritten ... (© BfR)

    Melamin-Migration: Den spezifischen Migrationsgrenzwert (SML) von 2,5 mg Melamin/kg Lebensmittel haben 15 % der Gegenstände aus „herkömmlichem“ MFH überschritten ... (© BfR

  • ... bzw. 35 % der „Bambusware“ lag über dem Grenzwert (© BfR)

    ... bzw. 35 % der „Bambusware“ lag über dem Grenzwert (© BfR)

  • Wiederholte Tests an ein und demselben Geschirr zeigten eine von Test zu Test zunehmende Freisetzung von Melamin, … (© BfR)

    Wiederholte Tests an ein und demselben Geschirr zeigten eine von Test zu Test zunehmende Freisetzung von Melamin, … (© BfR)

  • ... was nach Angaben des BfR darauf hin deutet, dass das Material durch den Kontakt mit heißen Flüssigkeiten angegriffen und zerstört wird (© BfR)

    ... was nach Angaben des BfR darauf hin deutet, dass das Material durch den Kontakt mit heißen Flüssigkeiten angegriffen und zerstört wird (© BfR)

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Die am 25. November 2019 veröffentlichte Stellungnahme Nr. 046/2019 des BfR (Bild 2 und Infokasten unten) führt laut pro-K zu einer Vermischung von Tatsachen in Bezug zu anderen Kunststoffartikeln aus Melamin. „Importierte Coffee-to-go-Becher ungewisser Herkunft- und Herstellungsverfahren können nicht mit hochwertigem Melamingeschirr unter einen Hut gesteckt werden.“, hebt Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des pro-K Industrieverbandes, hervor.

Hochwertige Produkte unbedenklich

„Hochwertige Melamin-Kunststoffprodukte, die für den Lebensmittelkontakt vorgesehen sind, sind unbedenklich auch für solche Speisen geeignet, die zunächst heiß in Tassen oder Teller eingefüllt werden“, so Olsen weiter. Melaminkunststoffartikel haben sich nach seiner Ansicht bereits seit Jahrzehnten auf dem Markt sowohl für kalte als auch warme Lebensmittelzubereitungen bewährt, bei denen die Temperatur kurzfristig auf mehr als 70 °C steigen darf. Daher können in diese Teller oder Tassen heiße Medien eingefüllt werden, ohne dass es zu Problemen komme.

Dieser Betrachtungsweise hatte sich der BfR in der Vergangenheit auch immer angeschlossen, argumentiert der pro-K, so etwa in der Stellungnahme Nr. 12/2011 vom 9. März 2011. Eine differenzierte Betrachtungsweise zu Melaminkunststoffartikeln sei daher wichtig, um den Herstellern von hochwertigen Melaminprodukten den Rücken zu stärken. (kk)

BfR-Stellungnahme Nr. 046/2019 „Gefäße aus Melamin-Formaldehyd-Harz wie ‚Coffee to go‘-Becher aus ‚Bambusware‘ können gesundheitlich bedenkliche Stoffe in heiße Lebensmittel abgeben“

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat sich in seiner Studie (Bild 2) auf Ergebnisse zur Formaldehyd-Freisetzung aus 366 Bechern, Tassen und Schalen (138 aus „herkömmlichem“ Melamin-Formaldehyd-Harz (MFH) und 228 aus „Bambusware“) sowie zur Melamin-Freisetzung aus 291 Gegenständen (111 aus „herkömmlichem“ MFH und 180 aus „Bambusware“) gestützt.

Zur Bewertung eines Gesundheitsrisikos hat das BfR die geschätzten täglichen Aufnahmemengen mit gesundheitlichen Richtwerten, so genannten duldbaren täglichen Aufnahmemengen (TDI) verglichen. Ein TDI beschreibt die Menge eines Stoffes, die Verbraucherinnen und Verbraucher täglich ein Leben lang ohne gesundheitliches Risiko aufnehmen können. Da Formaldehyd auch natürlicherweise in einigen Lebensmitteln enthalten ist, hat das BfR zusätzlich eine maximal duldbare Formaldehyd-Konzentration eines Nahrungsmittels abgeleitet, die sich aus der Freisetzung von Formaldehyd aus einem Lebensmittelkontaktmaterial ergibt.

Die wichtigsten Ergebnisse

Die Formaldehyd-Freisetzung war bei etwa einem Viertel des „Bambusware“-Geschirrs so hoch, dass der TDI um das bis zu 30-fache für Erwachsene bzw. um das bis zu 120-fache für Kinder überschritten wurde. Auch die maximal duldbare Formaldehyd-Konzentration wurde durch die Freisetzung aus allen Geschirrproben dieser Gruppe deutlich überschritten (bis zum etwa 90-fachen).

Die Formaldehyd-Freisetzung war für den Rest des untersuchten „Bambusware“-Geschirrs jedoch deutlich niedriger. Dennoch lag sie im Schnitt etwa 30 % höher als die Freisetzung aus „herkömmlichem“ MFH-Geschirr Bild 3.

In Bezug auf Melamin zeigt sich, dass das „Bambusware“-Geschirr im Mittel eine mehr als doppelt so hohe Freisetzung aufweist wie „herkömmliches“ MFH-Geschirr. Für Erwachsene stellen die gemessenen Melamin-Freisetzungen kein Gesundheitsrisiko dar. Kleinkinder, die sehr häufig heiße Lebensmittel aus MFH-Geschirr und insbesondere aus „Bambusware“ verzehren, können jedoch täglich bis zur dreifachen Menge des TDI aufnehmen.

Wann das Gesundheitsrisiko steigt

Aus Sicht des BfR ist ein erhöhtes Gesundheitsrisiko möglich, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher täglich heiße flüssige Nahrungsmittel in Geschirr aus MFH abfüllen und zu sich nehmen. Bei einer langfristigen täglichen Verwendung von „Bambusware“-Geschirr mit besonders hoher Formaldehyd-Freisetzung hält das BfR ein erhöhtes Gesundheitsrisiko sogar für wahrscheinlich.

Außerdem zeigte sich bei wiederholten Tests an ein und demselben Geschirr eine von Test zu Test zunehmende Freisetzung von Melamin (Bild 9 und 10). Dies deutet darauf hin, dass das Material durch den Kontakt mit heißen Flüssigkeiten angegriffen und zerstört wird.
MFH ist demnach nach Ansicht des BfR generell nicht für den wiederholten Gebrauch im Kontakt mit heißen flüssigen Nahrungsmitteln geeignet, wie dies beispielsweise bei Mehrweg-Coffee-to-go-Bechern oder -Tassen der Fall ist.

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Unternehmensinformation

pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V.

Städelstr. 10
DE 60596 Frankfurt
Tel.: 069 27105-30
Fax: 069 239837

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