nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
05.07.2020

Getrübte Stimmung bei Kunststofferzeugern

Wirtschaftszahlen 2019 und Pandemieeffekte

  • Die Corona-Pandemie trifft die Kunststofferzeuger nach einem schwierigem Geschäftsjahr 2019 hart (© PlasticsEurope)

    Die Corona-Pandemie trifft die Kunststofferzeuger nach einem schwierigem Geschäftsjahr 2019 hart (© PlasticsEurope)

  • Dr. Michael Zobel, Vorstandsvorsitzender von PlasticsEurope Deutschland:  „Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben manchen Aufholprozess abrupt zunichte gemacht.“ (© PlasticsEurope)

    Dr. Michael Zobel, Vorstandsvorsitzender von PlasticsEurope Deutschland: „Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben manchen Aufholprozess abrupt zunichte gemacht.“ (© PlasticsEurope)

1 | 0

Geschlossene Geschäfte, Reiseverbote, stillstehende Produktionsanlagen: Die CoronaPandemie hat die globale Wirtschaft zeitweise lahmgelegt. In Europa haben das vor allem Frankreich, Spanien und Italien zu spüren bekommen. Aber auch Deutschland als wichtige Exportnation verzeichnet Einbrüche, etwa den Rückgang der Warenausfuhren im April um 31,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. In diesem kritischen Umfeld müssen sich die kunststofferzeugenden Unternehmen behaupten. Sie tun das aus einer Phase der Schwäche heraus, wie die Kennzahlen für 2019 belegen:

So sank die Produktion von Kunststoff im vergangenen Jahr um 3,9 % auf 18,2 Mio. t. Damit einher ging ein Umsatzrückgang von 7,3 % auf nunmehr 25,3 Mrd. EUR. Während der Export mit 1,7 % moderat sank und eine Menge von 13,1 Mio. t erreichte, verzeichnete der Import von Kunststofferzeugnissen einen deutlicheren Rückgang um 4,5 % auf jetzt 9,9 Mio. t.

Covid-19 beendet Aufholprozess abrupt

Dass die wirtschaftliche Lage der Kunststofferzeuger in Deutschland herausfordernd sei, unterstrich Dr. Michael Zobel, Vorstandsvorsitzender von PlasticsEurope Deutschland e. V.: „Bereits 2019 war ein schwieriges Jahr für uns. Mit den guten Abschlüssen bei der Kunststoffmesse K im Oktober in Düsseldorf und einer ersten Erholung in den zwei Anfangsmonaten dieses Jahres war die Zuversicht zunächst groß“, so Dr. Zobel. „Allerdings haben die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie manchen Aufholprozess abrupt zunichte gemacht.“

In der schwersten Rezession seit dem 2. Weltkrieg gehen Prognosen von Banken und Instituten für das laufende Jahr mit einem Rückgang der Weltwirtschaft von teils mehr als fünf Prozent aus. Gemäß einer Repräsentativumfrage des Verbands der Chemischen Industrie zur wirtschaftlichen Situation seiner Mitgliedsunternehmen gaben deutlich über 50 % der einbezogenen kunststofferzeugenden Unternehmen an, „schwer“ bis „sehr schwer“ von Auftragsrückgängen im Zuge der Pandemie betroffen zu sein. Mehr als 65 %der Befragten erwarten zudem einen deutlichen Umsatzrückgang bei ihrem Europageschäft.

Vielfältige Probleme

„Sinkende Kapazitätsauslastung, fehlende bzw. verspätet eintreffende Vorprodukte, Behinderungen durch Grenzschließungen: Die aktuellen Probleme der Kunststoffindustrie sind mannigfaltig und akut“, analysierte Dr. Zobel. „Die Stärke unserer Branche – unsere Exportbilanz und die enge Verflechtung mit den europäischen Nachbarn – ist während der Corona-Krise ein Nachteil. Aus unserer Sicht ist es nun entscheidend, die richtigen strukturpolitischen Weichen zu stellen und insbesondere die Stärkung des Technologiestandorts Deutschland – Stichwort Digitalisierung – schneller voranzutreiben.“

Ein Schritt in die richtige Richtung ist für den Vorstandsvorsitzenden der Ende Mai durch die EU-Kommission vorgestellte Recovery Plan zum wirtschaftlichen Wiederaufbau und zur Stabilisierung der europäischen Volkswirtschaften. „Bereits vor Corona litt die Industrie unter einem zunehmenden Nationalismus und Protektionismus rund um den Globus“, so Dr. Zobel.

„Eine weitere Abkehr vom freien Handel in Europa als Folge der Pandemie würde Absatz- und Beschaffungsmärkte unserer Branche unter Druck setzen und Wachstum gefährden.“ Skeptisch sieht er staatliche Verbote oder Abgaben, etwa auf nicht rezyklierte Kunststoffverpackungsabfälle. Um auch Kunststoffabfälle als wertvollen Rohstoff wieder im Kreis zu führen, brauche es vielmehr weitere Anstrengungen, so bei recyclingfähigem Design, Abfalltrennung sowie Sortier- und Aufbereitungsverfahren.

Informationsmaßnahmen notwendig

Stärker einzubeziehen seien zudem Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen: Laut einer forsa-Umfrage achten nur noch 65 % der 18- bis 29-Jährigen in Deutschland auf eine konsequente Mülltrennung, während es in der Generation 60+ immerhin 86% sind. Um all diese Möglichkeiten zu nutzen, müssten sich die relevanten Akteure aus Politik, produzierenden Unternehmen, Handel und Recyclingwirtschaft untereinander zukünftig noch intensiver verständigen.

Weiterführende Information
  • 04.02.2020

    Neue Führung für PlasticsEurope

    Virginia Janssens zum Managing Director ernannt

    Virginia Janssens übernimmt zum 16. März die Position des Managing Director bei PlasticsEurope, dem paneuropäischen Verband der Kunststofferzeuger.   mehr

  • 25.10.2019

    K 2019 mit positiven Impulsen für die Branche

    Exklusivität und Vielfalt begeistert K-Messebesucher

    Die Messethemen spiegelte sich in den Präsentationen und Diskussionsrunden der K-Sonderschau „Plastics shape the future“ der deutschen Kunststoffindustrie unter Federführung von PlasticsEurope Deutschland e. V. und Messe Düsseldorf.   mehr

  • 13.09.2019

    Müllsammeln mit Spitzensportlern

    Team Kunststoff und PlasticsEurope beteiligen sich an Aktion

    Verschiedene nationale Verbände von PlasticsEurope haben sich an einer Müllsammelaktion im Rahmen des Clean River Projects beteiligt, wobei auch Sportler vom Team Kunststoff mitgesammelt haben.   mehr

  • 11.07.2019

    Neuer Kommunikationschef bei PlasticsEurope Deutschland

    Dr. Matthias Müller will digitale Kommunikation vorantreiben

    Zum 1. Juli 2019 hat Dr. Matthias Müller die Leitung des Geschäftsbereichs Information und Kommunikation bei PlasticsEurope Deutschland übernommen.   mehr

  • 15.05.2019

    Rückgang der Produktion 2018 in schwierigem Umfeld

    Mehr Schatten als Licht bei deutschen Kunststofferzeugern

    Die Hauptabsatzmärkte in Deutschland sind 2018 nahezu unverändert geblieben, allerdings sanken die Produktionszahlen. Leicht positiv entwickelten sich Umsatz und Beschäftigung, wie PlasticsEurope Deutschland berichtet.   mehr

  • 29.10.2018

    Stoffstrombild für PVC in Deutschland

    Neue Studie zu PVC-Verarbeitung, -verbrauch und Rezyklatmenge

    1,84 Mio. t PVC wurden laut der von AGPU und PlasticsEurope in Auftrag gegebenen Studie „Analyse der PVC-Produktion, Verarbeitungs-, Abfall- und Verwertungsströme in Deutschland 2017“ hierzulande zu Halbzeugen und Endprodukten verarbeitet.   mehr

Unternehmensinformation

PlasticsEurope Deutschland e.V.

Mainzer Landstr. 55
DE 60329 Frankfurt

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
Newsletter
© 123RF.com/Maitree Laipitaksin

Sie wollen keine Kunststoffe-News verpassen?
Hier kostenlos anmelden


Beispiel-Newsletter ansehen