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03.05.2019

Exportverbot für unsortierte Kunststoffe ist umstritten

BVSE fordert Ausnahmen für hochwertige Mischkunststoffe

Die stoffliche Wiederverwertung nicht sortenrein gesammelter Kunststoffe ist technisch höchst anspruchsvoll und gehört in Expertenhände. Aktuell wird auf der Genfer Konferenz zum Basler Abkommen ein generelles Export- und weltweites Handelsverbot von Mischkunststoffabfällen diskutiert. Auch Bundesumweltministerin Schulze gehört zu den Anhängern dieser Lösung, die von den Kunststoffrecyclern in Deutschland nicht unterstützt wird.

BVSE-Referent Dr. Thomas Probst (© BVSE)

BVSE-Referent Dr. Thomas Probst (© BVSE)

„Unter den nicht sortierten Kunststoffmischabfällen gibt es sehr gute definierte, d. h. gemäß Schlüsselnummern der AVV oder Fraktionsnummern aus den DSD-Sortiervorgaben detektierte, Mischkunststoffe, die für die Herstellung neuer Produkte von hohem Nutzen sind. Wir sehen in einem generellen Exportverbot unsortierter Kunststoffabfälle keine Lösung. Insbesondere auch nicht im Hinblick darauf, Ressourcen zu schonen und die anspruchsvollen Ziele des Verpackungsgesetzes zu erreichen“, erklärt Dr. Thomas Probst, Kunststoffexperte im BVSE Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Bonn.

Technisch geeignete Ausrüstung ist Voraussetzung für Verwertung

Die Recyclingunternehmen in Deutschland verfügen über moderne Anlagentechnik und weiteres Entwicklungspotenzial, um auch Mischkunststoffabfälle umweltgerecht und unter Wahrung des Gesundheitsschutzes zu verwerten. Fraktionen, für die dies nicht möglich ist, können gefahrenfrei beseitigt werden. Dies ist in vielen Ländern Asiens oder Afrikas, die über keine funktionierende Kreislaufwirtschaft verfügen, nicht der Fall.

Seit China die Einfuhr von Kunststoffabfällen zu Anfang des Jahres verboten hat, gab es weltweit eine Verlagerung der Stoffströme in angrenzende Länder, die, wie erkennbar wird, für eine ordnungsgemäße Verwertung nicht gerüstet sind. Einen EU-Vorschlag, der die internationale Verbringung von Sortierresten in diese Länder einschränkt, unterstützen die deutschen Kunststoffrecyclingunternehmen daher sehr wohl.

Grundsätzlich verfolgen deutsche Kunststoffrecyclingunternehmen das Ziel, die in Deutschland erfassten Plastikabfälle vor Ort oder in Zusammenarbeit mit europäischen Unternehmen wieder aufzubereiten, die über ähnliche Standards verfügen. Im Bereich der Verwertung von Mischkunststoffen gelingt das gut. Geschätzt 400.000 bis 600.000 t Mischkunststoffe werden jährlich recycelt. Bei einem Gesamtaufkommen von insgesamt 1,2 Mio. t Plastikabfälle in Deutschland ist dies ein beachtlicher Anteil.

Mischkunststoffe sind wichtige Stellschraube

Der Export und Handel mit Mischkunststoffen ist laut BVSE eine wichtige Stellschraube, um länderübergreifende Wertschöpfungsketten zu bedienen und zu erhalten. „Auch Mischkunststoffe, die nicht sortenrein sind, können bei der Herstellung bestimmter Produkte einen hohen Wert haben“, erklärt Dr. Probst. Sie sind wertvolle (Sekundär-)Rohstoffe für viele Produkte aus dem Baubereich, des Landschafts- und Gartenbaus oder des Gewässerschutzes und weisen gegenüber Wettbewerbsprodukten aus Primärrohstoffen, wie Holz oder Beton, deutliche Vorteile durch längere Haltbarkeit auf.

Laut BVSE können zudem die nach dem neuen Verpackungsgesetz deutlich hochgesetzten Recyclingquoten, die in diesem Jahr auf 58,5 % und bis 2020 sogar auf 63 % festgelegt wurden, keinesfalls erreicht werden, wenn Mischkunststoffe aus den etablierten länderübergreifenden Wertschöpfungsketten durch ein generelles Exportverbot herausfallen.

Natürlich muss der Schutz von Mensch um Umwelt oberste Priorität bleiben. Anhand von Sortier- und Abfallschlüsselnummern lässt sich umgekehrt auch leicht erkennen, welche gemischten Abfälle sich keinesfalls mehr zu einer Aufbereitung und damit auch nicht für den Export eignen. (as)

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    1 Kommentar
Unternehmensinformation

bvse - Bundesverband Sekundärroh- stoffe und Entsorgung e.V.

Fränkische Straße 2
DE 53229 Bonn
Tel.: 0228 98849-0
Fax: 0228 98849-99

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