nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
14.09.2018

EU-Parlament erkennt Potenzial von Biokunststoff an

European Bioplastics fordert differenzierten Ansatz

Das Europäische Parlament hat am 13. September 2018 in seiner Position zur neuen Europäischen Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft der EU-Kommission die Maßnahme als einen Fortschritt hin zu einer Kreislaufwirtschaft in Europa begrüßt. Es ist der Ansicht, der Einsatz von Kunststoffen müsse in der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig gestaltet werden - sowohl in der Herstellung wie auch in der Verwendung.

Die Interessenvertretung der europäischen Biokunststoffindustrie, European Bioplastics, ist besonders erfreut, dass das Potenzial von Biokunststoffen anerkannt wird. Der Bericht ergänzt Beschlüsse der Abfall- und Verpackungsgesetzgebung zur Rohstoffdiversifizierung und setzt sich kritisch mit biologisch abbaubaren und kompostierbaren Kunststoffen auseinander.

Stellungnahme des Biokunststoff-Verbands

„Der Bericht erwähnt nicht nur die Bedeutung von biobasiertem Kunststoff für eine künftige Rohstoffdiversifizierung in der Kunststoffproduktion, sondern betont auch die transformative Rolle von biobasierten Kunststoffprodukten, die sich bereits am Markt finden“, kommentiert Hasso von Pogrell, Geschäftsführer von European Bioplastics (EUBP). „Darüber hinaus ist der Ruf der Parlamentarier nach klaren Kriterien für die Nutzung von bioabbaubaren und kompostierbaren Kunststoffen von großer Relevanz. Die Verwendung solcher Kunststoffe für Nahrungsmittelverpackungen kann zu einer deutlichen Ausweitung des organischen Recyclings führen und somit helfen, die Kreislaufwirtschaft in Europa zu stärken“, erklärt von Pogrell weiter.

Biokunststoffe bieten zwei transformative Aspekte am Anfang und am Ende von Produktlebenszyklen. Die Nutzung biobasierter Ressourcen erweitert die Auswahl an Rostoffen, die für die Produktion von Kunststoffen zur Verfügung stehen. Dadurch wird der progressive Übergang von einer fossilen Wirtschaft hin zur Bioökonomie mit drastisch reduzierten CO2 -Emissionen ermöglicht und die Abhängigkeit der EU von importierten, fossilen Rohstoffen verringert.

Mit Blick auf das Lebensende eines Produkts ist die Eigenschaft der biologischen Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit gemäß harmonisierter europäischer Norm (EN 13432) eine Schlüsseleigenschaft für eine Auswahl an Produkten. Entsprechende Kunststoffe können mithilfe von Mikroorganismen vollständig zu CO2 , Wasser und Biomasse verstoffwechselt werden. Nutzt man sie für Verpackungen, so fördern biologisch abbaubare und kompostierbare Kunststoffe die Getrenntsammlung und -entsorgung von Bioabfällen und somit die Erhaltung eines wertvollen Sekundärrohstoffs. In der Landwirtschaft können biologisch abbaubare Mulchfolien die Akkumulation von Kunststoff in der Erde vermeiden. Auch in Hinblick auf aquatische Ökosysteme könnte es in Zukunft bestimmte biologisch abbaubare Anwendungen geben, zum Beispiel im Bereich der Fischerei und Aquakultur.

Fazit: differenzierte Betrachtung ist notwendig

„Die europäischen Institutionen betrachten Biokunststoffe mittlerweile differenzierter und erkennen, wie sie zur Kreislaufwirtschaft beitragen”, analysiert von Pogrell. „Insbesondere bezüglich der Bioabbaubarkeit und Kompostierbarkeit ist es wichtig, genau zu definieren, welche Erwartungen für die jeweilige Anwendung in einer bestimmten Umgebung bestehen, und ob es bereits entsprechende einschlägige Normen gibt.”

Mit Blick auf den Entwurf für eine Verordnung zum Thema Meeresvermüllung und Einwegprodukte stellt von Pogrell fest: „Biologische Abbaubarkeit kann relevant im marinen Umfeld sein, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen und für eine klar zu definierende Reihe von Produkten. Sie schafft keine Abhilfe bei der Vermüllung und ist auch kein Argument für die exzessive Herstellung von Einwegprodukten. Daher fordern wir einen differenzierten Ansatz und möchten die Kommission sowie das Parlament dazu anhalten, sich der Thematik mit einem detaillierten Gutachten zu widmen.” (Red)

Weiterführende Information
  • Eine Lanze für Kunststoffe brechen
    Kunststoffe 06/2018, Seite 18 - 20

    Eine Lanze für Kunststoffe brechen

    PlasticsEurope berichtet über die EU-Kunststoffstrategie und das Image von Kunststoffen

    Ein Spannungsfeld aus politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen hat sich um die Kunststoffindustrie gelegt. Beim Fachpressetag der...   mehr

  • 29.05.2018

    EU will Einwegprodukte vom Markt nehmen

    Neue Vorschriften sollen Marine Litter verringern

    Im Visier der geplanten Richtlinie sind die zehn Einwegprodukte und Fischfanggeräte aus Kunststoff, die in Europa 70% der Abfälle im Meer ausmachen.   mehr

  • 17.01.2018

    Verbände sehen Potenziale für Kunststoffverarbeiter

    Reaktionen auf EU-Kunststoffstrategie für die Kreislaufwirtschaft

    Der GKV begrüßt die von der Europäischen Kommission vorgelegte Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft. Hin- und hergerissen zeigt sich die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen.   mehr

  • 17.01.2018

    EU macht gegen Plastikmüll mobil

    Kommission legt europäische Kunststoffstrategie vor

    Die Europäer erzeugen jedes Jahr 25 Mio. t Kunststoffabfälle. Wie mit Plastik in der EU künftig umgegangen werden soll, hat die EU-Kommission nun erstmals als europäische Strategie formuliert.   mehr

Unternehmensinformation

European Bioplastics e. V.

Marienstr. 19/20
DE 10117 Berlin
Tel.: 030 28482-350
Fax: 030 28482-359

keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Newsletter

Sie wollen keine Kunststoffe-News verpassen?
Hier kostenlos anmelden


Beispiel-Newsletter ansehen