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27.05.2019

Biopolymer Innovation Award verliehen

Auszeichnung soll Entwicklung von Biokunststoffen fördern

Auf dem Biopolymer-Kongress, der am 21. und 22. Mai 2019 in Halle/Saale stattfand, wurden Produktneuheiten aus kompostierbaren Kunststoffen ausgezeichnet. Der Biopolymer Innovation Award wurde von einer interdisziplinär besetzten Jury erstmals vergeben.

  • Christoph Glammert, Geschäftsführer der Biofibre GmbH aus Altdorf, überzeugte die Jury mit seinem Produkt BPB Eco Spacer VP (© Polykum/Uwe Köhn)

    Christoph Glammert, Geschäftsführer der Biofibre GmbH aus Altdorf, überzeugte die Jury mit seinem Produkt BPB Eco Spacer VP (© Polykum/Uwe Köhn)

  • Dr. Jürgen Ude (links), Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Sachsen-Anhalt, überreichte die Awards in Halle (Saale) an die drei Preisträger (v.l.n.r.) Mika Hurri (Arctic Biomaterials Oy, Tampere/Finnland, 3. Preis), Christoph Glammert (Biofibre GmbH, Altdorf, 1. Preis) und Anselm Gröning (Nölle Kunststofftechnik GmbH, Meschede, 2. Preis). Peter Putsch (rechts), Vorstand des Polykum e.V., gratulierte den Gewinnern im Namen der Jury (© Polykum/Uwe Köhn)

    Dr. Jürgen Ude (links), Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Sachsen-Anhalt, überreichte die Awards in Halle (Saale) an die drei Preisträger (v.l.n.r.) Mika Hurri (Arctic Biomaterials Oy, Tampere/Finnland, 3. Preis), Christoph Glammert (Biofibre GmbH, Altdorf, 1. Preis) und Anselm Gröning (Nölle Kunststofftechnik GmbH, Meschede, 2. Preis). Peter Putsch (rechts), Vorstand des Polykum e.V., gratulierte den Gewinnern im Namen der Jury (© Polykum/Uwe Köhn)

  • Die Preisträger nahmen ihre Preise unter dem Beifall der 120 Teilnehmer des Internationalen Kongresses Biopolymer - Processing & Moulding in Halle/Saale entgegen, einem Branchentreff für Hersteller, Verarbeiter und Anwender biologisch basierter und kompostierbarer Kunststoffe: (v.l.n.r.) Mika Hurri (Arctic Biomaterials Oy, Tampere/Finnland, 3. Preis), Christoph Glammert (Biofibre GmbH, Altdorf, 1. Preis) und Anselm Gröning (Nölle Kunststofftechnik GmbH, Meschede, 2. Preis) (© Polykum/Uwe Köhn)

    Die Preisträger nahmen ihre Preise unter dem Beifall der 120 Teilnehmer des Internationalen Kongresses Biopolymer - Processing & Moulding in Halle/Saale entgegen, einem Branchentreff für Hersteller, Verarbeiter und Anwender biologisch basierter und kompostierbarer Kunststoffe: (v.l.n.r.) Mika Hurri (Arctic Biomaterials Oy, Tampere/Finnland, 3. Preis), Christoph Glammert (Biofibre GmbH, Altdorf, 1. Preis) und Anselm Gröning (Nölle Kunststofftechnik GmbH, Meschede, 2. Preis) (© Polykum/Uwe Köhn)

  • Einzelstücke von Wert – nicht nur in Euro: Die Biopolymer Innovation Awards sind handgefertigte Einzelstücke, hergestellt aus biologisch abbaubarem Kunststoff auf einem Edelstahlsockel (© Polykum)

    Einzelstücke von Wert – nicht nur in Euro: Die Biopolymer Innovation Awards sind handgefertigte Einzelstücke, hergestellt aus biologisch abbaubarem Kunststoff auf einem Edelstahlsockel (© Polykum)

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Ausgezeichnet wurden bei der Premiere drei mittelständische Unternehmen, die „sich als Querdenker mit dem Einsatz biobasierter und bioabbaubarer Kunststoffe in neue Geschäftsfelder vorgewagt haben“, wie Peter Putsch, Vorsitzender des gastgebenden Polykum e.V., am Rande der Veranstaltung erklärte. Überreicht wurden die Preise im feierlichen Rahmen von Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt.

1. Platz: Ersatz für Pellets aus PE-LD

Den 1. Preis ist mit 2000 EUR dotiert und geht an die Biofibre GmbH aus dem bayerischen Altdorf. Mit ihrem Produkt „BPB Eco Spacer VP“, einem biologisch abbaubaren Granulat, ersetzt sie herkömmliche, überwiegend aus Weichpolyethylen (PE-LD) hergestellte Kunststoffpellets, die Beton-Bodenplatten bei Transport und Lagerung vor Beschädigung schützen. Innerhalb weniger Monate konnten mehr als 200 t des Biomaterials verkauft werden. Mit seiner auf den ersten Blick unscheinbaren Produktneuheit erspart das Kunststoffunternehmen, das bis dahin noch nie mit der Baubranche zu tun hatte, der Umwelt nach eigenen Angaben mehr Mikroplastik, als der Rhein pro Jahr ins Meer befördert.

2. Platz für ein Medizintechnik-Produkt

Den 2. Platz belegte die Nölle Kunststofftechnik GmbH aus Meschede. Sie entwickelte neuartige Schienen zur Ruhigstellung nach Knochenbrüchen. Im Unterschied zu bisher üblichen Kunststoff-Casts kann ihr neues Produkt „Re-Cast“ mehrfach an Veränderungen der zu behandelnden Körperpartie (etwa nach dem Rückgang von Schwellungen) angepasst werden. Darüber hinaus sind die Schienen am Ende der Nutzungsdauer kompostierbar. So erspart das Unternehmen, das erstmals mit einem Medizinprodukt auf sich aufmerksam macht, Kliniken und der Umwelt Kunststoffabfälle und CO2 -Emissionen in erheblichen Größenordnungen.

3. Platz: Kompostierbares Glasfasercompound

Der 3. Platz ging an Arctic Biomaterials Oy aus Tampere/Finnland. Das 2014 gegründete Start-up überzeugte die Jury mit seinen faserverstärkten ArcBiox-Compounds auf Basis von Polymilchsäure (PLA). Mit ihrer Technologie verschieben die Finnen „die Grenzen bisher bei PLA-Compounds für möglich gehaltener Parameter in neue Sphären“, zeigte sich die Jury beeindruckt.

Das Besondere an den Werkstoffen ist, dass nicht nur die Kunststoffmatrix, sondern auch die verstärkenden Glasfasern nach Angaben des Unternehmens kompostierbar sind. Die von dem Unternehmen entwickelten Fasern werden unter dem Einfluss von Mikroben und Enzymen zu Alkalien, Salzen und Säuren abgebaut – und zwar laut Arctic Biomaterials nicht nur unter industriellen Bedingungen, wie vom TÜV zertifiziert, sondern auch im heimischen Kompost und sogar im Meer.

Interdisziplinär besetzte Jury

Der Jury des Biopolymer Innovation Award 2019 gehörten folgende Mitglieder an:

  • Dr. Martin Bussmann, Teamleiter Biodegradable Packaging and Technical Marketing, BASF SE, Ludwigshafen
  • Dr. Etwina Gandert, Redakteurin des Fachmagazins „Plastverarbeiter“, Hüthig GmbH, Heidelberg
  • Peter Putsch, Vorsitzender der Polykum e.V. – Fördergemeinschaft für Polymerentwicklung und Kunststofftechnik in Mitteldeutschland, Merseburg
  • Horst Stoye, Referent für Innovationspolitik im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Sachsen-Anhalt, Magdeburg
  • Prof. Dr. Susanne Vollberg, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Vorstandsmitglied Science2Public Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation, Halle (Saale)
  • Michael Walter, Sales Manager Packaging, Omya GmbH, Köln

Die Biopolymer Innovation Awards werden auch 2020 wieder verliehen. Nähere Informationen zum Kongress und zur Auszeichnung erhalten Sie auf der Homepage von Polykum: www.polykum.de

Weiterführende Information
  • 14.09.2018

    EU-Parlament erkennt Potenzial von Biokunststoff an

    European Bioplastics fordert differenzierten Ansatz

    Die Interessenvertretung der europäischen Biokunststoffindustrie begrüßt die Stellungnahme des Europäischen Parlaments zur Europäischen Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft.   mehr

  • 12.09.2018

    Kreislaufführung von Biokunststoffen

    Positionspapier vom Fraunhofer Umsicht

    Biokunststoffe gelten als nachhaltige Alternative zu Kunststoffen aus Erdöl. Jedoch wird das umweltschonende Potenzial erst dann vollständig ausgeschöpft, wenn es gelingt, diese richtig zu recyceln.   mehr

  • Erschienen in Kunststoffe 10/2018

    All color-Konzept für Farb- & Spezialeffektpigmente

    Farbmasterbatches für Biokunststoffe

    Vor dem Hintergrund knapper werdender Erdölressourcen und dem stark wachsenden Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit, nimmt die Marktbedeutung von Biokunststoffen schnell zu. Ebenso wie konventionelle Kunststoffe sollen sie leicht einfärb- und modifizierbar sein. Dafür bieten sich spezielle Farbmasterbatches an.   mehr

  • Erschienen in Kunststoffe 10/2017

    Finke zeigt Färbemittel Fibaplast für Biokunststoffe

    Bunte Nachhaltigkeit

    Nachwachsende Rohstoffe, die z. T. bioabbaubar sind, haben sich inzwischen am Markt etabliert. Nun ziehen auch Masterbatches und Färbemittel nach. Bei der Formulierung der Additive müssen einerseits die besonderen Eigenschaften und das Verhalten der Biokunststoffe bei der Verarbeitung berücksichtigt werden. Auf der Fakuma 2017 stellt Karl Finke dafür eine Masterbatch-Serie vor.   mehr

    Karl Finke GmbH & Co. KG

Unternehmensinformation

Polykum e.V.

Brandisstrasse 4
DE 06217 Merseburg
Tel.: 03461 7940320

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