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02.07.2018

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Engel führt Industrie 4.0 in die nächste Dimension

Industrie 4.0 und auch das dazugehörige Programm inject 4.0 der Engel Austria GmbH, Schwertberg/Österreich, haben sich mittlerweile weit in der Kunststoffindustrie verbreitet. Nach smart machine, smart production und smart service kündigte Dr. Stefan Engleder, CEO der Engel-Gruppe, beim Engel „inject 4.0 Forums“ Ende Juni in Linz/Österreich den nächsten Schritt in Richtung Smart Factory an.

Die Digitalisierung ist kein Selbstzweck, das wird bei der Veranstaltung, zu der Engel einen ausgewählten Kreis von inject-4.0-Anwender eingeladen hat, einmal mehr deutlich. Industrie 4.0 verfolgt das Ziel, das volle Potenzial von Maschinen, Anlagen und Technologien auszuschöpfen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, flexibler zu agieren und die zunehmende Komplexität sicher zu beherrschen. Transparenz und darauf aufbauende Assistenz sind die Schlüssel für eine höhere Effizienz.

  • Digitale Transformation führt zu neuen Geschäftsmodellen: Dr. Stefan Engleder, CEO der Engel-Gruppe, begrüßte die rund 150 Teilnehmer des „inject 4.0 Forums“ in Linz und … (© Hanser/C. Doriat)

    Digitale Transformation führt zu neuen Geschäftsmodellen: Dr. Stefan Engleder, CEO der Engel-Gruppe, begrüßte die rund 150 Teilnehmer des „inject 4.0 Forums“ in Linz und … (© Hanser/C. Doriat)

  • … präsentierte seine Vision der zukünftigen Produktion, zu der die funktionsübergreifende Optimierung aller Prozesse entlang der vollständigen Wertschöpfungskette zählt (© Hanser/C. Doriat)

    … präsentierte seine Vision der zukünftigen Produktion, zu der die funktionsübergreifende Optimierung aller Prozesse entlang der vollständigen Wertschöpfungskette zählt (© Hanser/C. Doriat)

  • Eine nicht unwesentliche Rolle spielen dabei neue Formate des MES authentig von T.I.G., die deren CEO Wolfgang Frohner erläuterte (© Hanser/C. Doriat)

    Eine nicht unwesentliche Rolle spielen dabei neue Formate des MES authentig von T.I.G., die deren CEO Wolfgang Frohner erläuterte (© Hanser/C. Doriat)

  • In der LIT-Pilotfabrik (Linz Institute of Technology), an der sich Engel maßgeblich beteiligt, kann der Systemlieferant die Vorteile einer voll vernetzten Produktion ohne den Druck des Tagesgeschäfts durchspielen (© Hanser/C. Doriat)

    In der LIT-Pilotfabrik (Linz Institute of Technology), an der sich Engel maßgeblich beteiligt, kann der Systemlieferant die Vorteile einer voll vernetzten Produktion ohne den Druck des Tagesgeschäfts durchspielen (© Hanser/C. Doriat)

  • Prof. Jürgen Miethlinger von der Johannes Kepler Universität Linz skizzierte die Grundzüge der Modellfabrik, die Mitte 2019 starten soll (© Hanser/C. Doriat)

    Prof. Jürgen Miethlinger von der Johannes Kepler Universität Linz skizzierte die Grundzüge der Modellfabrik, die Mitte 2019 starten soll (© Hanser/C. Doriat)

  • „Farming 4.0“: Daniel Stuart von CNH Industrial erklärte, was die Landwirtschaft der Industrie voraushat – von Sensorik im Feld bis Big Data im Traktor. Das Ziel, die Optimierung von Aussaat und Ernte, lässt sich durchaus auf verarbeitende Industriebetriebe übertragen (© Hanser/C. Doriat)

    „Farming 4.0“: Daniel Stuart von CNH Industrial erklärte, was die Landwirtschaft der Industrie voraushat – von Sensorik im Feld bis Big Data im Traktor. Das Ziel, die Optimierung von Aussaat und Ernte, lässt sich durchaus auf verarbeitende Industriebetriebe übertragen (© Hanser/C. Doriat)

  • Eines der dominierenden Themen in der Ausstellung: Datensicherheit – und was Engel dafür tut (© Hanser/C. Doriat)

    Eines der dominierenden Themen in der Ausstellung: Datensicherheit – und was Engel dafür tut (© Hanser/C. Doriat)

  • Die Assistenzsysteme der iQ-Softwarefamilie steigern die Produktivität und Formteilqualität in der Spritzgießproduktion und sind laut Christoph Steger, Vertriebsgeschäftsführer von Engel, bereits „tausendfach im Markt“ (© Hanser/C. Doriat)

    Die Assistenzsysteme der iQ-Softwarefamilie steigern die Produktivität und Formteilqualität in der Spritzgießproduktion und sind laut Christoph Steger, Vertriebsgeschäftsführer von Engel, bereits „tausendfach im Markt“ (© Hanser/C. Doriat)

  • Zustandsüberwachung und vorausschauende Wartung gelten als erste handfeste Vorteile von Industrie 4.0 (© Hanser/C. Doriat)

    Zustandsüberwachung und vorausschauende Wartung gelten als erste handfeste Vorteile von Industrie 4.0 (© Hanser/C. Doriat)

  • Maßgeschneiderte Big-Data-Analyse öffnet viele Türen auf dem Weg zu Industrie 4.0 (© Hanser/C. Doriat)

    Maßgeschneiderte Big-Data-Analyse öffnet viele Türen auf dem Weg zu Industrie 4.0 (© Hanser/C. Doriat)

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„Wir sind auf diesem Weg schon gut vorangekommen“, betont Engleder. „Von Beginn an war uns jedoch klar, dass wir uns mit Industrie 4.0 auf eine längere Reise begeben. Das Ziel ist bekannt, den Weg dorthin gilt es von Etappe zu Etappe gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern kontinuierlich zu entwickeln. Aktuell befinden wir uns vor dem nächsten große Schritt.“

Horizontale Vernetzung als Ziel

Auf dem Weg zur Smart Factory geht es bislang vor allem um die funktionsbezogene Optimierung einzelner Wertschöpfungsstufen innerhalb eines Unternehmens, wie der Produktion oder des Vertriebs sowie nicht direkt wertschöpfender Bereiche wie Instandhaltungsmanagement und Qualitätswesen. Dafür werden Maschinen- und Prozessdaten gesammelt und ausgewertet und der Shop Floor auf Basis digitaler Abbildungen der Maschinen und Anlagen mit der Betriebsleitebene in vertikaler Richtung verknüpft.

Diese klassischen Industrial Internet of Things (IIoT)-Plattformen dafür sind in der Regel proprietäre Lösungen. Jedoch werden vertikale Plattformstrukturen den Anforderungen, Daten von Systemen unterschiedlicher Anbieter zu verarbeiten und mit den Daten anderer Unternehmen zu korrelieren, in der Praxis nicht gerecht. Die digitale Transformation bei Engel hat deshalb den Übergang auf horizontale Plattformen zum Ziel, die das Know-how und Angebot verschiedener Firmen bündeln. Eine offene horizontale Vernetzung ermöglicht es, Prozesse funktionsübergreifend entlang der vollständigen Wertschöpfungskette zu optimieren.

„Die digitale Transformation befindet sich am Anfang. Hier sehen wir eine große Chance. Wir laden unsere Kunden und Partner ein, die Zukunft des smarten Produzierens mit uns gemeinsam aktiv weiter zu gestalten und die neuen Lösungen gezielt auf die Anforderungen der Kunststoffindustrie zuzuschneiden“, betont Engleder. „So werden wir alle bestmöglich von den sich neu eröffnenden Chancen profitieren.“

Marktplatz für die gesamte Wertschöpfungskette

Vorbild sind B2C-Marktplätze wie Amazon oder Google. Anstelle von physischen Assets und den damit verbundenen Wertschöpfungsaktivitäten setzen diese Unternehmen auf die Vermittlung zwischen Angebot und Nachfrage und vernetzen die Marktteilnehmer mithilfe digitaler Technologien. Um neue Dienstleistungen zu generieren, führen die Plattformen eine Vielzahl an Daten zusammen. Die Kapazität zur Datenverarbeitung und -analyse bildet die Grundlage, die Kundenbedürfnisse noch besser und gezielter zu bedienen.

Dieser Trend dringt ins B2B-Segment durch, und auch dort etabliert sich der Begriff Marktplatz. In Zukunft werden sich Marktteilnehmer mit gleichen, ähnlichen und sich ergänzenden Wertströmen auf Marktplätzen austauschen, dort ihre Produkte und Technologien anbieten und in dieses Netzwerk sowohl ihre Lieferanten als auch Kunden einbeziehen. Der Kunststoffverarbeiter, der eine Vielzahl an Systemen von ganz unterschiedlichen Anbietern einsetzt, findet dort zentral alle relevanten Informationen und kann die angebotenen Anwendungen besonders effizient nutzen.

Einen derartigen branchespezifischen Marktplatz für die Industrie bietet zum Beispiel Adamos an. Es handelt sich um eine herstellerneutrale, offene Plattform, die gezielt für die Bedürfnisse des Maschinenbaus und seiner Kunden entwickelt wurde, und an der sich auch Engel beteiligt.

Pilotfabrik geht an den Start

Derzeit entsteht in Österreich an der Johannes Kepler Universität in Linz eine Pilotfabrik für die interdisziplinäre, plattformbasierte Zusammenarbeit. Im nächsten Jahr wird dann die LIT Factory, an der sich neben Engel unter anderem die Unternehmen Borealis, Covestro, Erema, FACC, Greiner, Leistriz, Motan und Siemens beteiligen, ihren Betrieb aufnehmen.

„Die LIT Factory erlaubt es, die neuen Möglichkeiten praxisnah zu testen, gemeinsam mit unseren Partnern Erfahrungen zu sammeln, die Herausforderungen der horizontalen Vernetzung weiter zu erforschen und neue Lösungen zu entwickeln“, so Engleder. Eine bereits bekannte Herausforderung ist die durchgehende Konnektivität, denn nicht alle Teilnehmer der Wertschöpfungskette sind zueinander kompatibel. „Ein gemeinsamer Marktplatz wird die Entwicklung von Standards beschleunigen“, sagt Engleder. „Langfristig erwarten wird, dass sich auch verschiedene Marktplätze miteinander vernetzen und den Teilnehmern den Austausch von Daten ermöglichen.“

Von der Rohstofferzeugung bis zum Recycling nicht mehr benötigter Kunststoffprodukte umfasst die Plattform der LIT Factory die gesamte Wertschöpfungskette. Damit trägt die horizontale Vernetzung dazu bei, weitere brennende Zukunftsthemen voranzutreiben. Ein Beispiel ist das Schließen von Wertstoffströmen. Die Circular Economy setzt eine noch engere Zusammenarbeit der Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette voraus, die sich auf einem Marktplatz besonders einfach und effizient gestalten lässt. (Red)


Mediathek
Weiterführende Information
  • 28.05.2018

    Georg Steinbichler mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet

    VÖK würdigt Verdienste um die Kunststofftechnik in Österreich

    Aus dem Hause Engel erhielten vor Prof. Dr.-Ing. Georg Steinbichler, Irene und Georg Schwarz sowie Dr. Peter Neumann die Goldene Ehrennadel der VÖK.   mehr

  • 27.03.2018

    Michael Feltes wechselt innerhalb der Engel-Gruppe

    Nachfolge wird intern geregelt

    Zum 1. April 2018 übernimmt Frank Schuster die Leitung der Business Unit Packaging am Stammsitz. Er folgt auf Michael Feltes, der zu Wintec nach China wechselt.   mehr

  • 19.03.2018

    Von Asien in die USA

    Wintec startet Vertrieb in Amerika

    Mit Verkaufsstart Mai 2018 erweitert das chinesische Unternehmen seinen Vertrieb auf die Märkte USA, Kanada, Mexiko und Brasilien. Auf der NPE 2018 präsentiert sich das Unternehmen erstmalig dem amerikanischen Publikum.   mehr

  • Sendung vom 07.11.2017

    Maschinenhighlights der Fakuma 2017

    Engel

    Das erste Clearmelt-Bauteil für eine Exterieuranwendung fertigte Engel auf einer Maschine vom Typ duo, die als Turnkey-Lösung sogar einen Farbwechsel der Polyurethan-gefluteten Bauteile ermöglichte.   zum Video

Unternehmensinformation

Engel Austria GmbH

Ludwig-Engel-Straße 1
AT 4311 SCHWERTBERG
Tel.: +43 50 620-0
Fax: +43 50 6203009

  • 02.07.2018 von Industrie 4.0 trifft auf fehlende Ausbildung/Qualifikation

    Das Entwickeln und Vermarkten neuer Technologien ist das Eine (das Einfachere), jedoch das wertschöpfende nutzbringende Leben der Technologien ist das Andere .... und die Lücke dazwischen ist wegen schlechter Ausbildung extrem!

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