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26.07.2018

Von der Lagerhalle zum Hightech-Werk

Kunststoffverarbeiter Ros weiht seine neue Fabrik ein

Die Eingebung kam bei einem mittäglichen Spaziergang mit einer Leberkäs-Semmel. Seit längerem war den Gesellschaftern und der Geschäftsführung der Ros GmbH & Co. KG klar, dass das angestammte Werk in Coburg nicht mehr den heutigen Erfordernissen einer Produktion hochpräziser Kunststoffteile entspricht. Guter Rat war teuer, denn es gab weder auf dem alten Gelände Flächenreserven zur Expansion noch im Umland geeignete Grundstücke für einen Neubau. Nach vielen vergeblichen Gesprächen mit örtlichen Kommunalpolitikern tat sich in besagter Mittagspause unverhofft eine Lösung auf: Das an der innerstädtischen ICE-Strecke gelegene Max-Carl-Areal würde von seinem Eigentümer, einem Fachgroßhandel für Gebäudetechnik, aufgegeben, und so fragte man einfach mal nach.

  • Typische Bauteile aus dem Produktspektrum von Ros sind solche und ähnliche Flügelräder (© Hanser/C. Doriat)

    Typische Bauteile aus dem Produktspektrum von Ros sind solche und ähnliche Flügelräder (© Hanser/C. Doriat)

  • Die Produktionshallen wurden aufwendig saniert, 41 Spritzgießmaschinen verrichten hier ihren Dienst (© Hanser/C. Doriat)

    Die Produktionshallen wurden aufwendig saniert, 41 Spritzgießmaschinen verrichten hier ihren Dienst (© Hanser/C. Doriat)

  • Ros-Geschäftsführer Steffen Tetzlaff begrüßt die Gäste zur feierlichen Einweihung des neuen Werks in der Coburger Wassergasse (© Hanser/C. Doriat)

    Ros-Geschäftsführer Steffen Tetzlaff begrüßt die Gäste zur feierlichen Einweihung des neuen Werks in der Coburger Wassergasse (© Hanser/C. Doriat)

  • Monika Hohlmeier, Mitglied des Europaparlaments, lobte Ros als Vorzeigeunternehmen und zeigte sich angetan von der Coburger Spritzgießkunst (© Hanser/C. Doriat)

    Monika Hohlmeier, Mitglied des Europaparlaments, lobte Ros als Vorzeigeunternehmen und zeigte sich angetan von der Coburger Spritzgießkunst (© Hanser/C. Doriat)

  • Michael Weigelt, Geschäftsführer des GKV TecPart, gratulierte zu einer mutigen Investitionsentscheidung und erinnerte an den TecPart Innovationspreis 2016 (© Hanser/C. Doriat)

    Michael Weigelt, Geschäftsführer des GKV TecPart, gratulierte zu einer mutigen Investitionsentscheidung und erinnerte an den TecPart Innovationspreis 2016 (© Hanser/C. Doriat)

  • Der Preis wurde auf der K 2016 für den außergewöhnlichen Herstellprozess dieses Thermostatgehäuses aus glasfaserverstärktem PPS verliehen (© Ros)

    Der Preis wurde auf der K 2016 für den außergewöhnlichen Herstellprozess dieses Thermostatgehäuses aus glasfaserverstärktem PPS verliehen (© Ros)

  • Reiner Wachter, Leiter Projektmanagement bei Ros mit dem Bauteil in der Hand, führte die Gäste beim Werksrundgang zu dem zugehörigen Spritzgießwerkzeug (© Hanser/C. Doriat)

    Reiner Wachter, Leiter Projektmanagement bei Ros mit dem Bauteil in der Hand, führte die Gäste beim Werksrundgang zu dem zugehörigen Spritzgießwerkzeug (© Hanser/C. Doriat)

  • Das Ein-Kavitäten-Werkzeug (hier in Nahaufnahme) kostet ca. 250.000 Euro (© Hanser/C. Doriat)

    Das Ein-Kavitäten-Werkzeug (hier in Nahaufnahme) kostet ca. 250.000 Euro (© Hanser/C. Doriat)

  • Auch dieses Bauteil hat es in sich: Seilantriebsgehäuse für Pkw-Fensterheber aus PP mit einem Anteil von 30 % Langglasfasern (© Hanser/C. Doriat)

    Auch dieses Bauteil hat es in sich: Seilantriebsgehäuse für Pkw-Fensterheber aus PP mit einem Anteil von 30 % Langglasfasern (© Hanser/C. Doriat)

  • Das Bauteil wird im FDC-Verfahren (Faser-Direkt-Compoundieren) hergestellt, eine gemeinschaftliche Entwicklung mit Arburg. Im Bild der Langglasfasereinzug (© Hanser/C. Doriat)

    Das Bauteil wird im FDC-Verfahren (Faser-Direkt-Compoundieren) hergestellt, eine gemeinschaftliche Entwicklung mit Arburg. Im Bild der Langglasfasereinzug (© Hanser/C. Doriat)

  • Alle Maschinen sind über einen Materialbahnhof an die vollautomatische Materialversorgung angeschlossen (© Hanser/C. Doriat)

    Alle Maschinen sind über einen Materialbahnhof an die vollautomatische Materialversorgung angeschlossen (© Hanser/C. Doriat)

  • Gruppenbild mit Ehrengästen und Honoratioren der Stadt. In der Mitte Gastgeber Steffen Tetzlaff (© Hanser/C. Doriat)

    Gruppenbild mit Ehrengästen und Honoratioren der Stadt. In der Mitte Gastgeber Steffen Tetzlaff (© Hanser/C. Doriat)

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Steffen Tetzlaff war einer der Spaziergänger. Bei der feierlichen Einweihung des neuen Werks am 20. Juli in der Coburger Wassergasse rief der Ros-Geschäftsführer die Etappen des Umzugs noch einmal in Erinnerung. 2011 sei die Entscheidung gegen einen Ausbau des Standorts an der Bamberger Straße gefallen. Im August 2013 habe Ros das neue Areal gekauft. Und im Oktober 2016 hätten nach einer intensiven Planungsphase die Bau- und Umbauarbeiten begonnen. Die Freude über diese Gunst des Schicksals war Tetzlaff anzusehen, denn der Verbleib in Coburg sei die Voraussetzung dafür gewesen, die eigenen qualifizierten Mitarbeiter nicht durch einen Wegzug zu verlieren, die bewährte Infrastruktur weiter nutzen sowie und Beziehungen zu den vertrauten Lieferanten der näheren Umgebung ausbauen zu können.

Als Bekenntnis zum Standort und zur Wettbewerbsfähigkeit der Region wertete diese Haltung auch Gastredner Michael Weigelt, Geschäftsführer des GKV TecPart, und verwies auf die bemerkenswerten Umstände: Das 1926 gegründete Familienunternehmen habe die Entscheidung, mit eigenem Kapital derart ins Risiko zu gehen, getroffen, als die Industrie gerade aus einer großen Wirtschaftskrise gekommen sei. Hervorzuheben sei außerdem die Innovationskraft des Unternehmens. Beleg dafür seien u.a. die Auszeichnungen, die Ros zuletzt für ein Thermostatgehäuse der besonderen Art erhalten habe, darunter den TecPart Innovationspreis und den SPE Automotive Award.

Teurer als ein Neubau „auf der grünen Wiese“

Der Aufwand für den Umbau des Areals war beträchtlich: Die Errichtung einiger neuer Gebäude erforderte besondere Sicherheitsvorkehrungen, weil sich darunter eine Altdeponie befand; nichttragende Dach- und Fassadenflächen der alten Hallen mussten saniert werden – vom Innenausbau ganz zu schweigen. Allen Baumaßnahmen zugrunde lag ein zusammen mit dem Architekturbüro DIA179 entwickeltes ganzheitliches Produktions- und Logistikkonzept mit klarem Materialfluss.

Die Investitionssumme belief sich am Ende auf einen zweistelligen Millionenbetrag und dürfte deutlich höher liegen als die für einen Neubau „auf der grünen Wiese“ veranschlagte Summe – genauere Zahlen wollte die Geschäftsführung nicht nennen. Genau hierfür gab es ein Sonderlob aus dem Mund von Monika Hohlmeier, Mitglied des Europaparlaments und Ehrengast der Einweihungsfeier. Es sei zu wünschen, dass sich viele Unternehmen an diesem Vorgehen ein Beispiel nähmen, vorhandene Industriebrachen umzuwidmen statt immer neue Grünflächen zu versiegeln. Auch das Leistungsspektrum von Ros – Stichwort Leichtbau – wusste Hohlmeier zu würdigen, „auch wenn diese Innovationen oft im Verborgenen wirken, weil sie zum Beispiel im Auto nicht sichtbar sind“, so die Abgeordnete.

Nach erfolgter Sanierung und Erweiterung stehen Ros am neuen Standort nun knapp 11.000 qm Nutzfläche zur Verfügung, das Werk zählt 180 Mitarbeiter. 41 Spritzgießmaschinen verrichten ihren Dienst und produzieren anspruchsvolle Bauteile für die Automobil- und Elektroindustrie sowie die Medizintechnik – sowohl aus Thermoplasten als auch Duroplasten. In das Werk ist eine vollautomatische Materialversorgung integriert, die die Rohware von den Außensilos über den Materialbahnhof direkt zu den einzelnen Maschinen transportiert.

Der Umzug zum Jahreswechsel 2017/18 sei ein Kraftakt gewesen, so Steffen Tetzlaff, aber: „Wir werden jetzt mit einem tollen Werk belohnt.“ (cd)

Weiterführende Information
  • 20.03.2018

    Platz für die Zukunft

    Ros innerhalb von Coburg erfolgreich umgesiedelt

    Der Kunststoffverarbeiter ist in einen kernsanierten Bürokomplex inkl. zugehöriger Hallenschiffe mit mehr als 10.500 qm Nutzfläche gezogen.   mehr

Unternehmensinformation

ROS GmbH & Co. KG

Wassergasse 32
DE 96450 Coburg
Tel.: 09561 2705-0

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