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27.11.2018

Umweltfreundliche Verpackungen und mehr Kunststoff-Recycling

IK unterstützt Plan der Umweltministerin

Zum Problem wird Kunststoff dann, wenn er achtlos weggeworfen wird (© Fotolia.com/siimsepp)

Zum Problem wird Kunststoff dann, wenn er achtlos weggeworfen wird (© Fotolia.com/siimsepp)

Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg, unterstützt den von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgelegten 5-Punkte-Plan für umweltfreundliche Verpackungsgestaltung und mehr Kunststoff-Recycling. In die geplanten Gespräche des Bundesumwelt-ministeriums mit Handel und Herstellern wird sich auch die IK einbringen.

„Kunststoffverpackungen sind oft die Antwort, wenn es um nachhaltigen Konsum und ökologische Verpackungslösungen geht. Dort, wo ihre einzigartigen Schutzfunktionen nicht notwendig sind oder achtloses Wegwerfen sowie fehlende Verwertungs-Infrastrukturen zum Problem werden, sehen auch wir Handlungsbedarf“, erklärt IK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Bruder die Position des Verbands.

Recyclingziele der Kunststoffverpackungsindustrie unterstützen BMU-Pläne

Die IK unterstützt ausdrücklich einen ganzheitlichen Ansatz, der die Akteure der gesamten Wertschöpfungskette in die Pflicht nimmt. Ihre Verantwortung als ein Teil dieser Kette übernehmen die Verpackungshersteller über die ihnen möglichen Stellschrauben: das Design fürs Recycling sowie den Einsatz von Recyclingmaterial.
Mit ihren Recyclingzielen der Kunststoffverpackungsindustrie in Deutschland unterstützen die IK-Mitglieder die beiden entsprechenden Punkte des BMU-Plans sehr konkret. Veröffentlicht werden diese Ziele am 30. November 2018 um 10:30 Uhr in einer Web-Pressekonferenz unter: www.newsroom.kunststoffverpackungen.de/conference.

Im Runden Tisch Eco Design der IK entwickeln Vertreter der gesamten Wertschöpfungskette einen Leitfaden zum umweltgerechten Design von Kunststoffverpackungen. Bereits veröffentlicht wurden die Ziele der RAL Gütegemeinschaft Wertstoffkette PET-Getränkeflaschen für den Einsatz von 50% Recyclingmaterial bis 2022.
Der seitens des BMU angestrebten Stärkung des Recyclings von Agrarfolien kommt die Industrie bereits nach über ihre Initiative ERDE Erntekunststoffe Recycling Deutschland. „Wir begrüßen den Vorschlag einer Selbstverpflichtung zur Rücknahme und werden dem BMU in Kürze einen Vorschlag dazu unterbreiten“, so Dr. Bruder.

Verbote führen nicht zu mehr Nachhaltigkeit

Verpackungen, die nicht benötigt werden, also keine Aufgabe erfüllen, wie beispielsweise den Schutz der verpackten Ware bei Lagerung und Transport, Information des Verbrauchers oder Hygieneaspekte, lehnt IK ebenso ab wie überdimensionierte Verpackungen.

Die Industrie selbst hat ein ökologisches und ökonomisches Interesse an einem minimalen Ressourceneinsatz. Das von der EU-Kommission vorgeschlagene und vom BMU unterstützte Verbot von Einwegkunststoffartikeln lehnt der Verband dagegen als nicht zielführend ab. Verbote schaffen kein wirkliches Verständnis für nachhaltigen Konsum und umweltbewusstes Verhalten und können zu einem Ausweichen auf Materialien führen, die am Ende sogar ökologisch nachteiliger sind. Ökobilanzielle oder auch verwendungsspezifische Aspekte zum Beispiel bei der Bewertung von Einweggeschirr auf Großveranstaltungen bleiben bei pauschalen Produktverboten gänzlich unberücksichtigt.

Auch die vermeintliche Stärkung des Verursacherprinzips über die Beteiligung der Hersteller an Strandreinigungskosten lehnt die IK ab. „Verursacher des Litterings sind nicht die Hersteller der Verpackungen“, so Dr. Bruder. „Kunststoffverpackungen können in Deutschland problemlos über den Gelben Sack entsorgt werden. Zur Vermeidung des Litterings bedarf es vor allem der Verbraucheraufklärung und einer stärkeren Sanktionierung von achtlosem Wegwerfen.“

Einsatz gegen Meeresmüll

Insgesamt misst die IK einer stärkeren Information des Verbrauchers sowie dem Wissenstransfer in Deutschland und vor allem auch internationalen Kreisen eine hohe Bedeutung bei der Lösung des Meeresmüll -Problems bei. Dazu bringt sich der Verband beispielsweise in den Runden Tisch Meeresmüll der Bundesregierung sowie die Initiative Marine Litter Solutions ein.

Kunststoff an sich ist nicht das Problem. Er ist vielmehr Teil vieler, nicht selten lebenswichtiger Lösungen. Zum Problem wird Kunststoff erst dann, wenn er achtlos weggeworfen wird. Daran müssen im globalen Schulterschluss gearbeitet werden. (Red.)

Weiterführende Information
  • 26.11.2018

    5 Punkte für weniger Plastik und mehr Recycling

    GKV kritisiert Plan der Bundesumweltministerin

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    Kunststoffe 08/2018, Seite 52 - 54

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    Interview mit Dr. Jürgen Bruder zur aktuellen Diskussion um die Umweltauswirkungen von Kunststoffverpackungen

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  • Recycling - Werkstoffliches Recycling

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    2 Kommentare
Unternehmensinformation

ik Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

Kaiser-Friedrich-Promenade 43
DE 61348 Bad Homburg
Tel.: 06172 9266-01

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