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17.01.2019

Markenhersteller Nestlé unterstützt Borealis-Initiative

Projekt zur Vermeidung von MarineLitter in Südostasien

Borealis und Systemiq freuen sich gemeinsam mit ihren Partnern, der norwegischen Regierung, NOVA Chemicals, Borouge und Veolia, Nestlé als neuen strategischen Partner von Projekt STOP („Stop Ocean Plastics“) begrüßen zu dürfen. Projekt STOP ist eine Initiative zur Vermeidung von Meeresmüll in Südostasien. Nestlé ist das erste und weltweit größte Unternehmen für Lebensmittel und Getränke, das sich der Initiative anschließt.

Kunststoffe leisten seit jeher einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Weiterentwicklung der menschlichen Gesellschaft. Borealis hat sich dazu verpflichtet, die Kunststoffkreislaufwirtschaft zu fördern, um sicherzustellen, dass Kunststoffe weiterhin zum Wohle der Gesellschaft und der Umwelt eingesetzt werden und dabei keine Kunststoffprodukte in die Umwelt gelangen.

Das Projekt STOP

Das Projekt STOP wurde im Jahr 2017 von Borealis und Systemiq, einem Beratungs- und Investmentunternehmen, das nach Lösungen gegen Systemversagen sucht, ins Leben gerufen. Das Ziel des Projekts besteht darin, zu verhindern, dass Kunststoffe in die Umwelt gelangen, indem Partnerschaften mit Stadtregierungen eingegangen werden, um effektive Kreislaufsysteme zu entwickeln.

Nach aktuellen Schätzungen treiben rund 150 Mio.t Kunststoff in unseren Ozeanen, und weitere 8 Mio. t Kunststoff gelangen jährlich in die Meere. Geschätzte 80 % des Meeresmülls kommen vom Festland, wobei rund 50 % davon aus nur fünf asiatischen Volkswirtschaften stammen: aus China, Indonesien, den Philippinen, Vietnam und Thailand. Mit dem Wirtschaftswachstum in diesen Ländern ist auch der Kunststoffverbrauch gestiegen, während die Entwicklung effektiver Managementsysteme für Festabfälle hinterherhinkt.


Aktuelle Schätzungen zeigen, dass nur 45-50 % aller Abfälle durch städtische Abfallmanagementsysteme gesammelt werden, während der Rest verbrannt oder in der Umwelt deponiert wird. Dieser Abfallschwund sowie das mangelhafte Abfallmanagement trugen zu einem Rückgang der Produktivität in der Fischerei sowie des Tourismus bei und wirkten sich negativ auf die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung aus.

Als Reaktion darauf verkündete die Regierung Indonesiens das ehrgeizige Ziel, Kunststoffe im indonesischen Ozean bis 2025 um 70 % zu senken, und verabschiedete einen Maßnahmenplan gegen die Vermüllung der Meere. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Effizienz der Abfallmangementsysteme in Städten schnellstens vorangetrieben werden, verbunden mit entsprechenden politischen Maßnahmen auf Systemebene, Innovation und der Entwicklung kreislauforientierter Materialien. Das Projekt STOP unterstützt die Umsetzung dieses Vorhabens.

Muncar, ein wichtiger Fischereihafen in Ost-Java, der über kein effektives Abfallmanagementsystem verfügt und mit den Kunststoffabfällen im Hafen, an den Stränden und in den Flüssen überfordert ist, wurde als erster Standort für eine Städtepartnerschaft im Rahmen des STOP-Projekts ausgewählt. Laut einer sozioökonomischen Haushaltserhebung zu den Abfallgewohnheiten der Bevölkerung, die von Sustainable Waste Indonesia (SWI) durchgeführt wurde, werden 90 % der Haushalte in Muncar nicht durch offizielle Müllsammeldienste bedient. Daher entsorgen rund 45 % der Einwohner Muncars ihre Abfälle in die Flüsse, 20 % verbrennen sie und der Rest wird am Festland deponiert oder vergraben. Aufgrund des großen Interesses der Branche, das Projekt STOP zu unterstützen, kann dessen Expansion nun früher als ursprünglich geplant beginnen.


Auf der „Our Ocean Conference 2018“ in Bali, Indonesien, verpflichteten sich Borealis und SYSTEMIQ gemeinsam mit ihren Partnern dazu, zumindest zwei weitere Städtepartnerschaften in Indonesien zu initiieren sowie weitere 10 bis15 Mio USD für technische Unterstützung, gemeinnütziges Engagement, Infrastrukturprojekte und zusätzliche Lösungen zur Verpackungsverwertung aufzubringen.

Das Vorhaben baut auf der erfolgreichen Entwicklung der ersten Städtepartnerschaft des STOP-Projekts in Muncar, Ost-Java, Indonesien, auf. Damit soll verhindert werden, dass mehr als 10.000 t Kunststoffe in den nächsten fünf Jahren in die Ozeane gelangen. Darüber hinaus werden neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen und reproduzierbare Lösungen und Innovationen für andere Städte geliefert.

Partner des Projekts STOP:

Gründungsmitglieder:

  • Borealis
  • Systemiq

Strategische Partner:

  • Borealis
  • Nestlé
  • Norwegian Ministry of Foreign Affairs
  • NOVA Chemicals
  • Systemiq

Support & technische Partner:

  • Borouge
  • Sustainable Waste Indonesia (SWI)
  • Veolia

Staatliche Partner:

  • Indonesian Ministry of Environment and Forestry
  • Banyuwangi Regency
  • the Coordinating Ministry of Maritime Affairs, BAPPPENAS Ministry of Public Works

(fg)

Weiterführende Information
  • 18.01.2019

    Konzertierte Aktion

    Meinung

    Sabic, Covestro, BASF, Dow und 25 andere Unternehmen haben vorgestern in London die Gründung der "Allianz gegen Kunststoffmüll in der Umwelt" verkündet. Sie sind alle außerordentlich zu begrüßen. Die zunehmende Anzahl an Initiativen wirft jedoch auch die Frage auf, wie Maßnahmen und Geld effizient eingesetzt werden können.   mehr

Unternehmensinformation

Borealis Polyolefine GmbH

St. Peter-Str. 25
AT 4021 LINZ
Tel.: +43 732 6981
Fax: +43 732 6981

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