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08.08.2019

Kooperation erschließt 3D-Druck-Potenziale für Automobilbauteile

Neue Materialien, Druckmethoden und Technologien zur Nachbearbeitung

Neben Henkel nehmen Projektpartner aus der gesamten Wertschöpfungskette für SLA-Bauteile am Projekt SYMPA teil (© Henkel)

Die Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf, ist Partner im Forschungs- und Entwicklungsprojekt Sympa, das vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert wird. Das deutsch-österreichische Projektkonsortium hat das Ziel, neue Materialien, Druckmethoden und Technologien zur Nachbearbeitung für langlebige Stereolithografie-Produkte (SLA) mithilfe der DLP-Technologie (Digital Light Processing) für Anwendungen im Automobilsektor zu entwickeln. Sympa ist Ende 2018 gestartet und umfasst fünf Partner, die unterschiedliche Expertisen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der SLA-Technologie einbringen.

Verbessertes, lichthärtendes Polymer

Die Projektpartner sind davon überzeugt, dass die SLA-Technologie ein großes Potenzial bietet, um die Produktion von maßgeschneiderten Bauteilen und Produkten für spezifische Kundenanforderungen in der Automobilindustrie zu ermöglichen. Deshalb will Sympa einige der Schwächen derzeitiger SLA-Materialien wie geringe mechanische Eigenschaften, geringe Haltbarkeit und geringe UV-Stabilität überwinden.

Zu den Zielen zählt die Entwicklung eines lichthärtenden Polymers mit verbesserten langfristigen thermischen und mechanischen Eigenschaften. Weiterhin stehen auch die Faserverstärkung des Polymers sowie Technologien zur Oberflächenmodifizierung im Entwicklungsfokus, um die Widerstandsfähigkeit von Produkten gegenüber Umwelteinflüssen weiter zu verbessern.

Alle Technologieentwicklungen im Rahmen von Sympa werden auf Basis realer Automobilbauteile unter Berücksichtigung der Anforderungen von industriellen Produktionsprozessen demonstriert.

Kooperationspartner

Koordiniert wird das Projekt Sympa vom Institut für Flugzeugbau (IFB) der Universität Stuttgart. Zum Projektkonsortium zählen Partner wie Materialspezialisten, Maschinenhersteller und Forschungsinstitute.

  • Henkel AG & Co. KGaA: Das Unternehmen entwickelt neuartige hochleistungsfähige Photopolymere, die verbesserte mechanische und thermische Haltbarkeit für die Anwendung in der SLA-Technologie bieten.
  • Institut für Flugzeugbau (IFB): Das IFB hat umfassende Erfahrungen mit Leichtbaukonstruktionen und Faserverbundanwendungen, einschließlich faserverstärkter SLA-Materialen zur Erhöhung der Dauerfestigkeit und Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von additiv gefertigten Komponenten.
  • Rapid Shape GmbH: Das Unternehmen bietet offene Hochgeschwindigkeitssysteme für den 3D-Druck, die mit verschiedenen Prozesserweiterungen unterschiedliche Material- oder Kundenanforderungen sowie Produktionsbedingungen erfüllen.
  • Joanneum Research und Inocon Technologie GmbH: Die Unternehmen sind Spezialisten für die Entwicklung und Anwendung von Plasmatechnologien für die Beschichtung und Aktivierung, z.B. Abscheidung, Nachbearbeitung und Oberflächenmodifikation für verbesserte mechanische und umweltbedingte Widerstandsfähigkeit, kontrollierte Benetzbarkeit und elektrische Leitfähigkeit von Polymeren.
  • cirp GmbH: Als Dienstleister für den 3D-Druck ermöglicht das Unternehmen Technologiedemonstratoren in Form von realen Automobilstrukturen und verbesserte Designprozesse bei SLA-Bauteilen.

Das Projekt Sympa ist auf einen Zeitraum von drei Jahren bis Ende 2021 ausgerichtet. Aus dem Projekt soll ein SLA-Baukasten als Vorstufe für maßgeschneiderte 3D-Druck-Lösungen in der Automobilindustrie resultieren. (as)

Weiterführende Information
  • 09.08.2019

    Starke Fokussierung

    Meinung

    Da sich aktuell vieles um die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz dreht, kommen andere wichtige Themen etwas zu kurz.   mehr

  • 01.07.2019

    Recycelbare schwarze Kunststoffverpackungen

    Innovation von Henkel mit Greiner Packaging als Partner

    Henkel hat zusammen mit seinem Lieferanten Ampacet, einem globalen Masterbatch- Produzenten, eine innovative Lösung für schwarze Plastikverpackungen, die vollständig recycelbar sind, umgesetzt.   mehr

  • 06.05.2019

    Offene Materialplattform für den 3D-Druck

    Henkel möchte neue Materialien qualifizieren

    Um neue Materialien für unterschiedliche 3D-Drucktechnologien qualifizieren zu können, bietet Henkel Herstellern von 3D-Druckern und Systemanbietern eine offene Materialplattform.   mehr

  • Recycling beginnt bereits bei  der Wahl der Verbundstoffe
    Kunststoffe 08/2017, Seite 32 - 34

    Recycling beginnt bereits bei der Wahl der Verbundstoffe

    Wiederaufbereitung flexibler Verpackungen aus mehrlagigen Multimaterialverbunden

    Mehrlagige Verbundstoffe spielen im Verpackungsbereich eine immer größere Rolle, unter anderem im dynamisch wachsenden Segment der...   mehr

Unternehmensinformation

Henkel AG & Co. KGaA

Henkelstr. 67
DE 40589 Düsseldorf
Tel.: 0211 797-3000
Fax: 0211 798-4008

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