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26.01.2019

Ensinger erwirbt Lübecker Medizintechnik-Spezialisten

Hybridwerkstoffe nun im Portfolio des Kunststoffverarbeiters

Der Kunststoffverarbeiter Ensinger GmbH, Nufringen, hat den Medizintechnik-Hersteller Moll Engineering GmbH mit Sitz in Lübeck übernommen, der Produkte aus kohlenstofffaserverstärkten Hochleistungskunststoffen, Edelstahl und Titan fertigt. Kernkompetenz von Moll sind Zielgeräte für die Traumachirurgie (Bild 1), Wundhaken und andere medizinische Instrumente. Komponenten für die Automatisierungstechnik und Luftfahrt runden das Portfolio ab.

  • Hybrider Leichtbau in der Traumachirurgie: Das von Moll Engineering für Stryker hergestellte Zielinstrument Gamma3 für die Marknagelimplantation dient der exakten und sicheren Verschraubung am gebrochenen Oberschenkelknochen. Durch die Verwendung von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) lässt sich das System einfacher handhaben. Seine Transparenz gegenüber Röntgenstrahlung erleichtert während der Operation die Kontrolle der exakten Position. Auch die klinischen Anforderungen an das Heißdampfsterilisieren und die Biokompatibilität werden erfüllt. Überall, wo es auf besonders hohe Abriebfestigkeiten, Härte oder sehr enge Toleranzen ankommt, wird Edelstahl verwendet (© Ensinger)

    Hybrider Leichtbau in der Traumachirurgie: Das von Moll Engineering für Stryker hergestellte Zielinstrument Gamma3 für die Marknagelimplantation dient der exakten und sicheren Verschraubung am gebrochenen Oberschenkelknochen. Durch die Verwendung von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) lässt sich das System einfacher handhaben. Seine Transparenz gegenüber Röntgenstrahlung erleichtert während der Operation die Kontrolle der exakten Position. Auch die klinischen Anforderungen an das Heißdampfsterilisieren und die Biokompatibilität werden erfüllt. Überall, wo es auf besonders hohe Abriebfestigkeiten, Härte oder sehr enge Toleranzen ankommt, wird Edelstahl verwendet (© Ensinger)

  • „Wir freuen uns über den Neuzugang, der ein attraktives Technologiespektrum in die Unternehmensgruppe einbringt“, sagt Dr. Roland Reber, Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen (© Ensinger)

    „Wir freuen uns über den Neuzugang, der ein attraktives Technologiespektrum in die Unternehmensgruppe einbringt“, sagt Dr. Roland Reber, Geschäftsführer der Ensinger GmbH, Nufringen (© Ensinger)

  • „Die breite Plattform bietet der Firma und meinen Mitarbeitern gute Zukunftsperspektiven“, freut sich Stefan Moll, Geschäftsführer der Moll Engineering GmbH, Lübeck (© Ensinger)

    „Die breite Plattform bietet der Firma und meinen Mitarbeitern gute Zukunftsperspektiven“, freut sich Stefan Moll, Geschäftsführer der Moll Engineering GmbH, Lübeck (© Ensinger)

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Technische Lösungen aus einer Hand

Ensinger entwickelt für die MT-Branche bereits Kunststoffcompounds, bietet Halbzeuge aus Kohlefaser-Composite-Material an und stellt im Spritzgießverfahren oder durch Zerspanung verschiedene Fertigteile her, beispielsweise biokompatible Testimplantate und sterilisierbare Aufbewahrungsbehälter. Darüber hinaus entwickelt eine Tochtergesellschaft neue Technologien zur Verarbeitung von thermoplastischen Faserverbundwerkstoffen.

„Die Kombination von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen und Metallen ist die ideale Lösung für viele medizinische Anwendungsgebiete, insbesondere in der Orthopädie und Unfallchirurgie“, sagt Dr. Roland Reber (Bild 2), Geschäftsführer bei Ensinger.

Zugang zu globalen Märkten

Die expandierende, aber bisher vorwiegend regional aufgestellte Moll Engineering erhält durch die Integration in die Ensinger Gruppe, die mit rund 2500 Mitarbeitern an 33 Standorten vertreten ist, zukünftig einen besseren Zugang zu den globalen Märkten. Stefan Moll (Bild 3) wird auch in Zukunft die Geschäfte des von ihm 1996 mitgegründeten Unternehmens führen.

Zur Akquisition gehört die Übernahme des Fertigungsbetriebes Wenglon GmbH in Dobra bei Stettin, der die Produkte im Auftrag von Moll herstellt. Das Engineering und der Vertrieb sind dem Standort Lübeck zugeordnet.

Bei den Standorten bleibt die Kontinuität ebenfalls gewahrt: Lübeck soll Hauptsitz von Moll bleiben, und für die Fertigung in Dobra sind weitere Investitionen geplant. Insgesamt sind 70 Mitarbeiter für Moll und Wenglon tätig. (kk)

Weiterführende Information
  • 29.08.2018

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    Nachhaltige Energieeffizienz mit insulbar RE

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    Das Dämmprofil insulbar RE aus sortenrein recyceltem Polyamid ist in einer Vielzahl von Profilvarianten erhältlich und wird mit einer Environmental Product Declaration (EPD) ausgeliefert.   mehr

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  • 24.11.2015

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Unternehmensinformation

Ensinger GmbH

Rudolf-Diesel-Straße 8
DE 71154 Nufringen
Tel.: 07032 8190
Fax: 07032 819100

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