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13.09.2017

Ein digitaler Tsunami baut sich auf

Der 19. Bensheimer Technologietag widmet sich neben Heißkanaltechnik auch Industrie 4.0

Wer zum Heißkanalhersteller Synventive nach Bensheim fährt, bekommt erst mal einen Überblick über den aktuellen Status der Barnes Group. Das Update ist durchaus informativ, denn der Konzern ging in den letzten fünf Jahren sechsmal auf Einkaufstour, um seine Sparte für werkzeugbasierende Fertigungslösungen in der Kunststoffverarbeitung zu stärken. Die strategische Geschäftseinheit „Molding Solutions“ versammelt nach der unlängst vollzogenen Übernahme des Spezialisten für Heißkanaltemperaturregelung Gammaflux sechs Unternehmen: neben den beiden genannten noch Männer, Thermoplay, Priamus und Foboha.

Michael Ludwig, bei Synventive Vertriebsleiter für die DACH-Region, brachte die rund 100 Teilnehmer des 19. Bensheimer Technologietags am 8. September 2017 in Vertretung des kurzfristig erkrankten Geschäftsführers Michael Deronja auch zahlenmäßig auf den neuesten Stand. Demnach erzielte die Barnes Group 2016 einen Konzernumsatz von 1,2 Mrd. USD, fast zwei Drittel (824 Mio. USD) entfielen dabei auf die Sparte „Industrial“. Den größten Anteil daran hatte mit rund 400 Mio. EUR Umsatz die Geschäftseinheit „Molding Solutions“, mit Synventive als dem umsatzstärksten Mitglied, das laut Ludwig ca. 200 Mio. EUR und somit etwa die Hälfte dieses Segments erlöste.

  • Michael Ludwig, bei Synventive Vertriebsleiter für die DACH-Region, begrüßte die Gäste (© Hanser/C. Doriat)

    Michael Ludwig, bei Synventive Vertriebsleiter für die DACH-Region, begrüßte die Gäste (© Hanser/C. Doriat)

  • Markus Lehr, Projektleiter der Schneider Form GmbH, stellte das System „Opticheck“ vor (© Hanser/C. Doriat)

    Markus Lehr, Projektleiter der Schneider Form GmbH, stellte das System „Opticheck“ vor (© Hanser/C. Doriat)

  • Hans-Jörg Schreyer, Leiter Anwendungstechnik Europa bei Synventive, berichtete über neue Möglichkeiten zur Schmelzeflusskontrolle mit SynFlow 3 (© Hanser/C. Doriat)

    Hans-Jörg Schreyer, Leiter Anwendungstechnik Europa bei Synventive, berichtete über neue Möglichkeiten zur Schmelzeflusskontrolle mit SynFlow 3 (© Hanser/C. Doriat)

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Folgeschäden der Digitalisierung?

In dem fünfstündigen Vortragsblock vor der Besichtigung der Heißkanalfertigung und -montage waren illustre Themen vertreten. So kam Stefan Schmidt, Geschäftsführer des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid, zu dem Schluss, dass Industrie 4.0 unvermeidbar ist – auch wenn das Thema alles andere als neu ist (siehe das Konzept des Computer Integrated Manufacturing aus vergangenen Tagen). Grund dafür seien u.a. zunehmende Anforderungen an die Prozesstransparenz (Lieferfähigkeit), Produktionslogistik (Variantenzahl) und Automatisierung. Schmidt wörtlich: „Auf uns kommt ein digitaler Tsunami zu. Wir wissen nicht, was passieren wird und mit welchen Folgeschäden, aber wir müssen uns darauf vorbereiten.“ Dazu gehöre zuallererst eine Ist-Analyse der heute schon verfügbaren Prozessdaten und intensive Schulung der Mitarbeiter.

In den Dialog mit dem Spritzgießwerkzeug ging Markus Lehr, Projektleiter der Schneider Form GmbH. Er stellte das System „Opticheck“ vor, eine Eigenentwicklung des Formenbauers. Es handelt sich dabei um ein im Werkzeug verbautes digitales Messsystem, das die Werkzeugatmung registriert und so durch Korrektur der Maschineneinstellungen die Elimination von Fehlerbildern wie Gratbildung und Schieberabzeichnungen ermöglicht. Schneider verwendet das Sensorsystem bisher zur Abmusterung, empfiehlt den Kunden aber auch den Einsatz im Regelbetrieb.

Mit Erwin König, Geschäftsführer von Priamus in Deutschland, gestaltete auch ein Familienmitglied der Barnes Group einen Vortrag. Sein Thema: der gewinnbringende Nutzen von Werkzeuginnendruck- und Werkzeugtemperatur-Sensoren für die automatische Regelung des Einspritzprozesses. Hier geht es um die Verarbeitung absolut qualitätsrelevanter Daten. Ins selbe Horn stieß Michael Fischer, Leiter Business Development Technologien der Engel Austria GmbH. Der Maschinenhersteller und Systemlieferant hat in den letzten Jahren einige Assistenzsysteme (iQ) zur Überwachung und Regelung des Spritzgießprozesses entwickelt, die der Bauteilqualität zugutekommen. Fast könnte sich hier eine Glaubensfrage entzünden, was sinnvoller ist oder besser funktioniert: ein maschineninternes Prozessregelsystem oder die Nutzung von Sensordaten direkt aus der Kavität.

Damit Synventive nicht nur über Barnes redet, erläuterten Christian Götz, Leiter der Entwicklung in Europa, und Hans-Jörg Schreyer, Leiter der Anwendungstechnik ebenda, die Vorzüge der Prozesskontrolle durch präzise Steuerung der Nadelposition und Regulierung des Schmelzedrucks. Insbesondere Hersteller von großflächigen Bauteilen mit sensiblen Oberflächen können ein Loblied auf die hochentwickelte Nadelverschlusstechnik singen.

Clemens Doriat, Redaktion Kunststoffe

Weiterführende Information
  • Erschienen in Kunststoffe 02/2017

    Sequenzielles Spritzgießen mit Nadelverschlusssystem

    Nadelposition in Echtzeit

    Nadelverschlusssysteme haben sich insbesondere beim sequenziellen Spritzgießen von Großbauteilen bewährt. Die Heißkanalsysteme des Typs SVG+ von Synventive beinhalten zahlreiche patentierte konstruktive Erweiterungen für solche Anwendungen. Da keine Kühlleitungen und -platten für die Zylinderkühlung benötigt werden, erhöht sich die Prozessstabilität beim Spritzgießen.   mehr

Unternehmensinformation

Synventive Molding Solutions

Heimrodstr. 10
DE 64625 Bensheim
Tel.: 06251 9332-0
Fax: 06251 933290

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