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06.11.2018

Direktes Investment in China

BASF investiert in chinesischen 3D-Druck-Spezialist Prismlab

Die Investitionen von BASF ermöglichen es Prismlabs, die Produktentwicklung zu beschleunigen und die Marktreichweite zu erhöhen (© BASF)

Die Investitionen von BASF ermöglichen es Prismlabs, die Produktentwicklung zu beschleunigen und die Marktreichweite zu erhöhen (© BASF)

Die BASF Venture Capital GmbH investiert in Prismlab, einen Anbieter von 3D-Druckverfahren und 3D-Druckmaschinen mit Sitz in Shanghai, China. Prismlab hat einen patentierten Druckprozess entwickelt, der sich durch eine sehr hohe Druckgeschwindigkeit, hohe Präzision und geringe Druckkosten aufweist. Die Venture-Capital-Beteiligung der BASF soll es Prismlab ermöglichen, ihre Produkt- und Innovationsentwicklung zu beschleunigen und gleichzeitig die Reichweite auf dem Weltmarkt zu stärken.

Das Unternehmen hat mit der „Pixel Resolution Enhanced Technology“ einen patentierten 3D-Druck-Prozess entwickelt, der auf der Stereolithographie (SLA) basiert. Bei SLA härtet ein Laser eine Photopolymer-Lösung schichtenweise aus und formt so das gewünschte Werkstück. Dadurch können vergleichsweise große Teile aus lichthärtenden Harzen hergestellt werden. Das Verfahren erhöht die Druckauflösung ohne Beeinträchtigung der Druckgeschwindigkeit.

Weiterentwickelte Drucktechnologie

Um die Energiemenge zu erhöhen, die in einen Pixel eingebracht wird, teilt Prismlab jeden Pixel in mehrere kleine Bereiche, die individuell durch Belichtung mit LCDs ausgehärtet werden können. Dies erhöht den Energieeintrag in jeden Pixel deutlich gegenüber ähnlichen Prozessen, in denen jeder Pixel einmalig beleuchtet wird. Dadurch können vergleichsweise große und stabile oder mehrere Teile in einem Produktionsschritt hergestellt werden. Die Nutzung von LCD-Lichtquellen reduziert zudem die Prozesskosten. Das soll der Schuh- und Möbelindustrie neue Möglichkeiten bieten.

Neben diesem patentierten Prozess vermarktet Prismlab 3D-Drucker und zugehörige Services die in unterschiedlichen Kundenanwendungen eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem unsichtbare Zahnspangen und medizinische Anatomiemodelle für Ausbildungs- und Trainingszwecke.

Erstes direktes Investment in chinesisches Unternehmen

Markus Solibieda ist Geschäftsführer der BASF Venture Capital GmbH (© BASF)

Markus Solibieda ist Geschäftsführer der BASF Venture Capital GmbH (© BASF)

„Das ist unser erstes direktes Investment in ein chinesisches Unternehmen“, sagt Markus Solibieda, Geschäftsführer der BASF Venture Capital GmbH. „Die bahnbrechende Technologie von Prismlab erlaubt erstmalig den 3D-Druck großer und stabiler Teile, zum Beispiel medizinischer Zahnspangen und anatomischer Modelle. Dieses Investment stützt die 3D-Druck-Strategie der BASF, ihre Technologien aktiv weiterzuentwickeln und ihr Produktangebot im Bereich 3D-Druck zu erweitern.“

„China wandelt sich von einer produktionsgetriebenen zu einer innovationsgetriebenen Wirtschaft. Das Investment in Prismlab spiegelt unser Engagement zum weiteren Ausbau unseres Innovationspotenzials in China wider. Die BASF Venture Capital spielt eine wichtige Rolle und hilft uns dabei, potenzielle Partner für unseren Weg zum Erfolg zu identifizieren“, sagt Dr. Zheng Daqing, Senior Vice President, Business and Market Development Greater China.

„Die 3D-Druck-Technologie ist dabei, die Welt zu verändern. Unser Ziel bei Prismlab ist es, diesen Wandel anzuführen und zu beschleunigen, in dem wir besondere, für Kundenwünsche maßgefertigte Lösungen anbieten. Das Investment erlaubt es uns, uns konsequent auf unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu fokussieren – das ist ein Schlüsselkriterium, um dieses Ziel zu erreichen“, erklärt Hou Feng, Gründer und Vorsitzender von Prismlab. (as)

Unternehmensinformation

BASF SE

DE 67056 Ludwigshafen
Tel.: 0621 60-0
Fax: 0621 60-42525

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