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05.07.2018

Die aktuellste Frage der Kunststoffbranche

Erema veranstaltete Discovery Days 2018 zu Recycling

Der Spezialist für Kunststoffrecyclingmaschinen Erema hielt seine Besucher auf den diesjährigen Discovery Days in Ansfelden/Österreich dazu an, gemeinsam der wohl aktuellsten Frage der Kunststoffbranche nachzugehen: Wie kann der Rezyklatanteil in bzw. die Rezyklierbarkeit von Endprodukten erhöht werden.

  • Gelungene Kombination aus Technik und Vorträgen: Bei den Discovery Days von Erema (27. bis 29. Juni 2018 ) konnte das Publikum über drei Tage nicht nur spannende Vorträge hören, sondern in mehreren Hallen auch Recycling-Maschinen in Betrieb sehen (© Erema)

    Gelungene Kombination aus Technik und Vorträgen: Bei den Discovery Days von Erema (27. bis 29. Juni 2018 ) konnte das Publikum über drei Tage nicht nur spannende Vorträge hören, sondern in mehreren Hallen auch Recycling-Maschinen in Betrieb sehen (© Erema)

  • Hoher Besuch zum Dinner: „Wir haben Appetit für mehr“, sagte Günter Stephan, Head of Circular Economy Solutions der Borealis, bei seiner Keynote während des Galaabends. Wie sich die nächsten Schritte des Unternehmens in Sachen mechanischem Recycling nach Übernahme der mtm plastics GmbH, Niedergebra, vor zwei Jahren und einer 15-Mio.-Euro-Investition konkret gestalten, verriet er allerdings nicht (© Erema)

    Hoher Besuch zum Dinner: „Wir haben Appetit für mehr“, sagte Günter Stephan, Head of Circular Economy Solutions der Borealis, bei seiner Keynote während des Galaabends. Wie sich die nächsten Schritte des Unternehmens in Sachen mechanischem Recycling nach Übernahme der mtm plastics GmbH, Niedergebra, vor zwei Jahren und einer 15-Mio.-Euro-Investition konkret gestalten, verriet er allerdings nicht (© Erema)

  • Manfred Hackl, CEO der Erema Gruppe, konnte auch den Präsident der Plastics Recyclers Europe (PRE) begrüßen, der nicht nur gut gelaunt ein aus recycelten Fischernetzen hergestelltes Sonnenbrillenmodell zur Schau stellte, sondern in Anlehnung an seinen amerikanischen „Kollegen“ aus der Politik vehement für „Recycling First“ eintrat  (© Erema)

    Manfred Hackl, CEO der Erema Gruppe, konnte auch den Präsident der Plastics Recyclers Europe (PRE) begrüßen, der nicht nur gut gelaunt ein aus recycelten Fischernetzen hergestelltes Sonnenbrillenmodell zur Schau stellte, sondern in Anlehnung an seinen amerikanischen „Kollegen“ aus der Politik vehement für „Recycling First“ eintrat (© Erema)

  • Bei der Diskussionsrunde gaben Anton Wolfsberger (Borealis) und Alexander van Veen (Braskem Netherlands), Einblicke in ihre Vorstellung einer nachhaltigen Kunststoffindustrie (v.l.). Moderator Steven Chaid konnte wegen kurzfristiger Rückzieher von ExxonMobil und Ineos allerdings nur halb so viele Gäste begrüßen, wie erwartet (© Erema)

    Bei der Diskussionsrunde gaben Anton Wolfsberger (Borealis) und Alexander van Veen (Braskem Netherlands), Einblicke in ihre Vorstellung einer nachhaltigen Kunststoffindustrie (v.l.). Moderator Steven Chaid konnte wegen kurzfristiger Rückzieher von ExxonMobil und Ineos allerdings nur halb so viele Gäste begrüßen, wie erwartet (© Erema)

  • „Entwicklungshilfe“ für einen US-Markenhersteller: Wie es kam, dass aus extra nach Europa transportierten Post-Consumer-Folienabfällen in einem Leuchtturmprojekt Abfallsäcke für den US-Markt entstanden sind, das – und vieles mehr – erfahren Sie in unserer ausführlichen Bildergalerie (© Erema)

    „Entwicklungshilfe“ für einen US-Markenhersteller: Wie es kam, dass aus extra nach Europa transportierten Post-Consumer-Folienabfällen in einem Leuchtturmprojekt Abfallsäcke für den US-Markt entstanden sind, das – und vieles mehr – erfahren Sie in unserer ausführlichen Bildergalerie (© Erema)

  • Mit über 1000 Teilnehmern (etwa 450 Gästen aus 54 Ländern, die teilweise an mehreren Tagen teilnahmen) konnte das Recyclingunternehmen einen Besucherrekord auf den diesjährigen Discovery Days verzeichnen (© Erema)

    Mit über 1000 Teilnehmern (etwa 450 Gästen aus 54 Ländern, die teilweise an mehreren Tagen teilnahmen) konnte das Recyclingunternehmen einen Besucherrekord auf den diesjährigen Discovery Days verzeichnen (© Erema)

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„Um das neue europäische Recyclingziel von 55 Prozent bis 2030 zu erreichen, müssen mehr als 10 Mio. Tonnen an Rezyklat in den Endmärkten eingesetzt werden“, fasste Manfred Hackl, CEO der Erema Gruppe, die Herausforderungen der Branche gleich zu Beginn zusammen. Im Vergleich zu 2014 entspricht dies mehr als der doppelten Menge des recycelten Materials.

Kommunikation als Schlüssel zur Kreislaufwirtschaft

Um bessere Rezyklierbarkeit und höhere Rezyklatanteile zu erreichen, wurde ein intensiver Erfahrungsaustausch unter den Beteiligten entlang der gesamten Kunststoffkette gefordert. Einige davon gaben Erema bereits beim Galaabend die Ehre (siehe oben Bild 2 und 3 ). Als Markenartikelhersteller präsent war Henkel und stellte die neue Pattex-Verpackung vor, die jedoch bei den Sortierern teilweise zu Stirnrunzeln führte (mehr zu den Gründen in unserer Bildergalerie ). Für die Verpackungsindustrie trat unter anderem der CEO der Greiner-Gruppe Axel Kühner, Kremsmünster/Österreich, auf, der erstaunlich offene Worte darüber fand, wie fruchtbar dieser Dialog entlang der Wertschöpfungskette tatsächlich sein kann. Manche scheinbar geniale Idee kann sich im Licht der Bedürfnisse von Sortierern und Recyclern zumindest als unausgegoren erweisen.

Spätestens bei der Vorstellung von ausgewählten Pionierprojekten wurde deutlich, dass die Kunststoffkette nur durch Kommunikation zusammenwächst. Engel beispielsweise verdeutlichte im Spritzgießen und Haidlmair im Werkzeugbau, dass für die Verwendung von Regranulat nicht automatisch die Weiterentwicklung von bestehenden Technologien notwendig ist, sondern im ersten Schritt oftmals ein Know-how-Transfer zwischen Produzenten und Recyclingspezialisten ausreicht. Neu- und Weiterentwicklungen der Maschinen- und Werkzeugbauer zielen darauf ab, die Prozesskonstanz beim Einsatz von Regranulat zu erhöhen, um Regranulat noch breiter einsetzen zu können.

Wie eine Produktion der Zukunft aussehen könnte, zeigte die Idee der LIT Factory, eine öffentliche „Industrie-4.0-Pilotfabrik“ unter der Führung des Linz Institute of Technology (LIT) der Johannes-Kepler-Universität. Heimische Unternehmen können in Zukunft in diesem Testlabor digitalisierte Produktionstechnologien erproben und parallel dazu Geschäftsmodelle entwickeln.

Recycling kein Widerspruch zu Rohwareproduktion

Dass Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle in Unternehmensvisionen einnimmt, zeigte die Diskussion der Rohwarehersteller (siehe oben Bild 4), bei der die Diskutanten auf ihre jeweiligen Strategien eingingen. Ergebnis: Recycling ist kein Widerspruch, sondern eine Ergänzung zur Rohwareproduktion. Erst durch das Know-how von Rohwareherstellern in Kombination mit den Erfahrungswerten von Recyclingspezialisten werden nachhaltige Endprodukte entstehen.

Die Ausführungen von Plastics Recyclers Europe (PRE) rückten europäische Initiativen wie etwa EuCertPlast und RecyClass in den Fokus (mehr dazu in unserer Bildergalerie ), wodurch einheitliche Qualitätsstandards beim Einsatz von Kunststoff-Materialien bzw. Design for Recycling vorangetrieben werden sollen. Die europäische Recyclingindustrie kann im Bereich innovativer Kreislaufwirtschaft bereits auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen (den auch US-Hersteler gerne nutzen – siehe oben Bild 5) und erzielt dadurch, laut Manfred Hackl, einen wichtigen Vorsprung: „Circular Economy ist nämlich nicht nur ein ökologisches Muss, sondern bietet gleichzeitig die Chance für Europa sich als Pionier der Green Economy zu positionieren.“

Der dritte Veranstaltungstag widmete sich mit Vortragenden von SML oder Brückner den Trends in der Wiederaufbereitung von Produktionsabfällen. Erema nutzte aber auch die Gelegenheit, seine jüngste Unternehmenseinheit Keycycle öffentlich vorzustellen: Um die Nachfrage nach gesamtheitlichen Recyclingkonzepten erfüllen zu können, bietet der österreichische Recyclingspezialist nun auch komplette Engineering- und Integrationsdienstleistungen für Kunststoff-Recycling-Anlagen an. Außerdem werden Kunden bereits im frühen Planungsstadium durch gezielte Beratung und im Bedarfsfall mit Machbarkeitsstudien dabei unterstützt, die für ihren Gebrauch geeignete Recyclinglösung zu integrieren. Mehr dazu wird man dazu auf der Fakuma sehen.

Exkursionen und Maschinen im Live-Betrieb

Einblick in die Aktivitäten von Kunststoffunternehmen entlang der Wertschöpfungskette erhielten die Besucher bei parallel organisierten Veranstaltungs- bzw. Unternehmensbesuchen bei Engel und Greiner Packaging. Auch Borealis lud Discovery-Day-Teilnehmer am zweiten Veranstaltungstag in ihr Innovation Headquarter in Linz. Ein Science Walk durch das Technikum (die „Application Hall“) des Unternehmens legte den Fokus auf die Verarbeitung von recycelbarem Polyolefin und Regranulaten.

Die Präsentation konkreter Leuchtturmprojekte aus den Bereichen des Post-consumer- und Produktionsabfall-Recyclings zeigten, wie ausgereift technische Recyclinglösungen bereits sind. Insgesamt zehn Recyclingmaschinen von Erema und dem Schwesterunternehmen Pure Loop befanden sich im Betrieb. (Red./kk)


Mediathek

Kunststoff-Recycling heute

Weiterführende Information
  • 18.05.2018

    Umsatzgrenze durchbrochen

    Erema erreicht Wachstum von über 10%

    Die in der Gruppe eingebundenen Unternehmen erzielten erneut einen Umsatzrekord: Erstmals konnte ein konsolidierter Umsatz von 155 Mio. Euro erreicht werden.   mehr

  • 22.03.2018

    Randstreifen-Recycling steht hoch im Kurs

    Ökonomisch ein Muss und automatisch geregelt

    Produzenten schleusen ihren Abfall verstärkt wieder in die Produktion zurück. Erema spürt dies an einer Verdopplung der Nachfrage nach einschlägigen Systemen.   mehr

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