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07.10.2016

BASF und Avantium gründen Gemeinschaftsunternehmen

Furandicarbonsäure für biobasierten Kunststoff

Die BASF SE, Ludwigshafen, und Avantium, Amsterdam/Niederlande, gründen gemeinsam ein neues Unternehmens zur Herstellung und Vermarktung von Furandicarbonsäure (FDCS) aus nachwachsenden Rohstoffen sowie zur Vermarktung des neuen Polymers Polyethylenfuranoat (PEF) aus dem chemischen Baustein FDCS.

Ziel des Gemeinschaftsunternehmens mit Namen Synvina und Sitz in Amsterdam/Niederlande ist der Aufbau von weltweit führenden Positionen bei FDCS und PEF. Es ist geplant, am BASF-Verbundstandort Antwerpen/Belgien eine Referenzanlage zur FDCS-Produktion zu errichten. Für die Anlage mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 50.000 t will das Unternehmen einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag investieren. Daneben ist die Lizenzierung der FDCS-Produktionstechnologie für den industriellen Maßstab geplant. Zur FDCS-Produktion wird Synvina das von Avantium entwickelten YXY-Verfahren nutzen, das auf Fructose als nachwachsenden Rohstoff basiert.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten, bessere Eigenschaften

Branchenexperten betrachten biobasierte FDCS als vielversprechende Plattform-Chemikalie und als Baustein zur Herstellung verschiedener Produkte für unterschiedliche Einsatzgebiete. Vor allem dient FDCS zur Herstellung des Polyesters PEF, das sich für Lebensmittel- und Getränkeverpackungen sowie für Teppich- und Textilfasern eignet. Gegenüber herkömmlichen Kunststoffen bietet PEF zum Beispiel erhöhte Dichtigkeit gegen Gase wie Kohlendioxid und Sauerstoff, sodass die damit verpackten Produkte länger haltbar sind.

Aufgrund seiner höheren mechanischen Festigkeit lassen sich aus PEF dünnwandigere Verpackungen herstellen. Dies reduziert das Verpackungsgewicht sowie die Menge an verwendetem Verpackungsmaterial insgesamt. PEF ist geeignet für Folienbeutel und Flaschen für kohlensäure- und nicht-kohlensäurehaltige Getränke, dabei auch Wasser, Milchprodukte und alkoholische Getränke, hinzu kommen Verpackungen für Körperpflegeprodukte. FDCS eignet sich außerdem zum Beispiel zur Herstellung technischer Kunststoffe sowie von Polyamid-Fasern, Polyurethan-Schaumstoffen, Klebstoffen und Beschichtungsmaterialien. Eine weitere Möglichkeit für FDCS ist die Produktion von Estern für Körperpflegeprodukte und Schmierstoffe.

Synvina führt Avantium-Aktivitäten weiter

Synvina wird die von Avantium etablierten Aktivitäten mit anderen Unternehmen in Bezug auf FDCS und PEF weiterführen. Ziel ist die Entwicklung einer vollständigen Lieferkette für PEF als nachhaltiges Verpackungsmaterial auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Zusammen mit Toyobo will Synvina den Polymerisationsprozess von PEF verbessern. Dazu kommt die Weiterentwicklung von PEF als Folienmaterial für Lebensmittelverpackungen, für Anwendungen in der Elektronik sowie Verpackungen für industrielle und medizinische Einsatzgebiete. Mit Mitsui wird Synvina in Japan an der Entwicklung dünnwandiger PEF-Folien und PEF-Flaschen arbeiten. Darüber hinaus zielt Synvina auf die Weiterführung der Zusammenarbeit mit The Coca-Cola Company, Danone und Alpla für die Entwicklung von PEF-Flaschen.

„FDCS ist ein ‚schlafender Riese‘ mit großem Potenzial. Obwohl bereits in den 1950er-Jahren produziert, wurde es bisher noch nicht erfolgreich entwickelt und vermarktet“, sagte Tom van Aken, Chief Executive Officer von Avantium. „Ich glaube fest daran, dass Synvina den ‚schlafenden Riesen‘ erwecken und FDCS im industriellen Maßstab verfügbar machen kann. Avantium hat Synvina mit den für einen Erfolg wichtigen Voraussetzungen ausgestattet. Zu nennen sind die Entwicklung des FDCS-Produktionsprozesses sowie der Aufbau eines starken Partner- und Kooperationsnetzwerks. Synvina profitiert von der Expertise der BASF in Bezug auf Marktentwicklung und großtechnischer Produktion als etabliertes und verlässliches Chemieunternehmen im Geschäft mit Zwischenprodukten und Polymeren.“ (Red)

Unternehmensinformation

Avantium Technologies B.V.

Zekeringstraat 29
NL 1014 BV AMSTERDAM

BASF SE

DE 67056 Ludwigshafen
Tel.: 0621 60-0
Fax: 0621 60-42525

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