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01.04.2015

Automobilzulieferer Faurecia setzt auf nachwachsende Rohstofflösungen

Mit „Natural Fibres for Lean Injected Design“ (NAFILean) hat die Faurecia S.A., Nanterre/Frankreich, laut eigenen Angaben als einziger Automobilzulieferer ein spritzgießbasiertes Bauteil in Serie gebracht, das zu 20% aus Naturmaterial (Hanf) besteht. Die Automobilhersteller profitieren doppelt, weil es sowohl das Bauteilgewicht um bis zu 25% senken kann als auch der Anteil an ölbasiertem Kunststoff reduziert wird. Ebenso überzeugen die mechanischen Eigenschaften der Hanfpflanzenfasern, denn sie wiegen wenig, sind reißfest und stabil. Zum Einsatz kommt NAFILean für Teile von Instrumententafeln oder Türpaneele, bereits jetzt zu sehen im Peugeot 308.

Derzeit forscht Faurecia an NAFILean-Derivaten, die im Sichtbereich eingesetzt werden können (Bild: Faurecia)

Dr. Alexander Hasler, Sales Director, erläutert, dass das zweifache Einsparen Teil der „Faurecia BioAttitude“ sei, einer langfristig ausgerichteten Strategie, um leichtere und auf nachwachsenden Rohstoffen basierende Produkte zu entwickeln. Die Zahl der Interessenten wachse bereits, momentan sei das Unternehmen im Gespräch mit weiteren fünf OEM.

Neue Produkte mit der Hanffaser werden voraussichtlich 2015 oder 2016 serienreif sein. Derzeit forscht Faurecia an NAFILean-Derivaten, die noch steifer sind, oder solchen, die weniger Faserstruktur zeigen und im Sichtbereich eingesetzt werden können. Versuche laufen mit Gasaufschäumungen, um Dichte und Gewicht noch weiter zu senken. Die Rohstoffversorgung dazu liegt in den Händen der „Automotive Performance Materials“ (APM), eines Joint-Ventures zwischen Faurecia und der französischen Landwirtschaftsgenossenschaft Interval. Deren rund 5.000 Betriebe stellen den Nachschub an Hanf sicher.

Mit Blick auf die Zukunft beschäftigt sich Faurecia zudem mit der Frage, wie auch das Polypropylen ersetzt werden kann, in das die Hanffasern eingebunden sind. Als gegenwärtige Lösung für das Produkt, das „BioMat“ genannt wird, wird eine Herstellung von Kunststoffen aus Kohlenhydraten wie Zucker gesehen. Laut Alexander Hasler, sei das Verfahren noch mit höheren Kosten verbunden, auch weil die Herstellmenge noch gering ist. Die Ergebnisse seien aber so gut, dass die Vermarktung bereits begonnen habe.

Faurecia hat vor mehr als fünf Jahren begonnen, mit hanffaserverstärktem Polypropylen zu experimentieren. Gefertigt werden die Bauteile für den Peugeot 308 zurzeit im französischen Etupes – in Zukunft werden entsprechende Bauteile aus NAFILean aber auch an anderen Standorten und in anderen Regionen hergestellt. Ein großer Vorteil dabei ist, dass herkömmliche Spritzgießanlagen das Granulat problemlos verarbeiten können. Es ist kein zusätzlicher Investitionsbedarf notwendig und Standardprozesse können angewendet werden, was für Faurecia während der Entwicklung entscheidend war.

Weiterführende Information
  • Das Auto vom Acker
    Kunststoffe 09/2017, Seite 172 - 174

    Das Auto vom Acker

    Systemlieferant Faurecia entwickelt naturfaserverstärkte Compounds weiter

    Seit vier Jahren ist hanffaserverstärktes Polypropylen im Einsatz für Türbrüstungen und Türinserts von Faurecia. Es lässt sich im...   mehr

  • 11.08.2017

    China erfindet den Hanf neu

    Aufbau eines Netzwerks mit Europa, Kanada und Australien

    Wie schon in Europa und USA seit Jahren üblich, werden nun auch in China vor allem Hanffasern in Verbundwerkstoffen für Türinnen- und Säulenverkleidungen sowie Armaturenbretter und Hutablagen verwendet.   mehr

  • 11.08.2017

    Tuning für Naturwerkstoffe

    Meinung

    Einst war Hanf eine der wichtigsten Fasern, für Textilien und Papier, aber auch technische Anwendungen wie Seile und Verstärkungsstoffe.Nun besinnt man sich wieder auf die leichte und schnell wachsenden Pflanzenfasern. Knackpunkt für die Industrialisierung von Naturstoffen sind Verfügbarkeit und konstante Qualität.   mehr

Unternehmensinformation

Faurecia Automotive GmbH

Faureciastr. 1
DE 76767 Hagenbach
Tel.: 7273 80-10

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