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21.12.2017

Aktuelle Trends eröffnen Chancen

Brose legt im Wachstum zu

Die Brose-Gruppe hat ihr Geschäftsvolumen auch im Jahr 2017 ausgebaut und erwartet eine Umsatzsteigerung von 2,6% auf knapp 6,3 Mrd. EUR. Dies gab der scheidende Vorsitzende der Geschäftsführung, Jürgen Otto, bei der Versammlung von Gesellschaftern und Beiräten am 14. Dezember in Bamberg bekannt. „Auch im Jahr 2017 konnte Brose seine Marktposition ausbauen und stärker wachsen als die Branche. Die für unsere Eigenfinanzierung wichtige Zielrendite konnten wir erreichen“, erklärte Otto. Bis 2025 rechnet die Geschäftsführung mit einem Umsatz von 9,5 Mrd. EUR. Um diesen Kurz beizubehalten will will das Familienunternehmen zwischen 2018 und 2020 1,4 Mrd. EUR investieren.

Seit 2009 hat Brose das achte Jahr in Folge sein Geschäftsvolumen ausweiten können. Alle Geschäftsfelder des Familienunternehmens trugen dazu bei: Das von Bamberg aus geführte Geschäft mit Türsystemen erwirtschaftete 3,2 Mrd. EUR (+2,7%) und steuerte die Hälfte des Gruppenumsatzes bei. Das weltweite Geschäft mit Sitzsystemen wird von Coburg aus gesteuert und wuchs um 1,7% auf über 2 Mrd. EUR. Die Sparte Elektromotoren aus Würzburg setzte über 1 Mrd. EUR um und legte vor allem bei zukunftsgerichteten Produkten zu. So verbesserte sich der Umsatz mit mechatronischen Antrieben trotz auslaufender Erzeugnisse um 2,7%. Weltweit hat die Brose-Gruppe 2017 laut eigenen Aussagen rund 1000 neue Stellen geschaffen. Zurzeit arbeiten 25.600 Mitarbeiter an 60 Standorten in 23 Ländern, davon 8600 in Deutschland.

Forschung und Entwicklung für die Zukunft

Die Entwicklungen in der Automobilindustrie hin zu mehr Elektrifizierung und der anhaltende Bedarf an Komfort und Sicherheit sieht die Brose-Gruppe als Basis für weiteres Wachstum. „Mit unserer Kompetenz in der Verbindung von Mechanik, Elektrik, Elektronik und Sensorik sind wir für neue Anwendungen im Fahrzeug gut aufgestellt. Neben der Entwicklung eigener Produkte werden auch Kooperationen zum Ausbau unseres Produktportfolios beitragen“, betonte Otto.

2017 gab die Gruppe 525 Mio. EUR beziehungsweise 8% vom Umsatz weltweit für Forschung und Entwicklung aus. Gleichzeitig wurden rund 400 Mio. EUR in Produktionsanlagen, Informationstechnologie sowie in den Ausbau der Immobilien investiert. An seinen fränkischen Standorten Coburg, Bamberg und Würzburg will Brose in den nächsten drei Jahren mehr als 300 hochqualifizierte Mitarbeiter einstellen, um die technologischen Entwicklungen für das geplante Wachstum voranzutreiben.

  • Die Entwicklung der Verstelltechnik für die flexible Innenraumnutzung erfolgt in Coburg (© Brose)

    Die Entwicklung der Verstelltechnik für die flexible Innenraumnutzung erfolgt in Coburg (© Brose)

  • 2018 beginnt die Planung für die nächste Baustufe auf dem Gelände am Berliner Ring in Bamberg (© Brose)

    2018 beginnt die Planung für die nächste Baustufe auf dem Gelände am Berliner Ring in Bamberg (© Brose)

  • Großauftrag für den Standort Würzburg: der elektrische Kältemittelverdichter (© Brose)

    Großauftrag für den Standort Würzburg: der elektrische Kältemittelverdichter (© Brose)

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Am Standort Coburg investierte Brose im vergangenen Geschäftsjahr rund 50 Mio. EUR. In den kommenden drei Jahren sind Investitionen in Höhe von rund 180 Mio. EUR in die Coburger Immobilien und Produktionsanlagen geplant.

Im Raum Bamberg investierte Brose im vergangenen Geschäftsjahr rund 22 Mio. EUR. Rund 130 Mio. EUR werden zwischen 2018 und 2020 im Bamberger Raum investiert, unter anderem ist die nächste Ausbaustufe auf dem Gelände am Berliner Ring geplant.

Für den neuen, am Standort Würzburg entwickelten, elektrischen Kältemittelverdichter hat Brose laut eigenen Aussagen zum Jahresende einen Großauftrag erhalten: Über einen Zeitraum von zehn Jahren soll der Mechatronik-Spezialist ab 2021 mehr als zwei Millionen Systeme an einen Premiumhersteller liefern. In das Würzburger Werk investierte der Automobilzulieferer 2017 fast 40 Mio. EUR. Aus dem Investitionsprogramm der Jahre 2018 bis 2020 entfallen rund 130 Mio. EUR auf Würzburg. (Red)

Weiterführende Information
  • 22.11.2017

    Rotation auf höchster Ebene

    Brose gestaltet Geschäftsführung um

    Kurt Sauernheimer übernimmt zum 1. Januar 2018 den Vorsitz der Geschäftsführung. Jürgen Otto scheidet aus dem Unternehmen aus. Periklis Nassios und Sandro Scharlibbe tauschen ihre Ressortverantwortlichkeiten.   mehr

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