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04.09.2019

VDMA fordert Schulfach Technik

Ländervergleich zur Technikbildung an Schulen zeigt Licht und viel Schatten

  • Das Schaubild zeigt für die einzelnen Bundesländer an, wie viele allgemeinbildende Schulen ein eigenständiges Fach Technik bieten (© VDMA)

    Das Schaubild zeigt für die einzelnen Bundesländer an, wie viele allgemeinbildende Schulen ein eigenständiges Fach Technik bieten (© VDMA)

  • In der Grafik ist für die Bundeländer aufgeführt, ob es in den allgemeinbildenden Schulen überhaupt ein technikorientiertes Schulfach gibt (© VDMA)

    In der Grafik ist für die Bundeländer aufgeführt, ob es in den allgemeinbildenden Schulen überhaupt ein technikorientiertes Schulfach gibt (© VDMA)

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Die Untersuchung des VDMA zeichnet ein insgesamt unbefriedigendes Bild für die Techniknation Deutschland. Technische Bildung (das T in MINT) ist im allgemeinbildenden Schulsystem deutlich unterrepräsentiert. Das ist bemerkenswert, denn: „Deutschlands Wohlstand basiert auf einer starken Industrie, wie dem Maschinen- und Anlagenbau, und ihren technischen Innovationen. Die Digitalisierung wird den technischen Fortschritt weiter beschleunigen, und wir stehen im internationalen Wettbewerb mit aufstrebenden Nationen wie China. Gleichzeitig verschärft sich hierzulande der Fachkräftemangel. Vor diesem Hintergrund ist es nicht akzeptabel, dass technische Bildung in den meisten Schulen unserer Techniknation nur ein Nischendasein führt. Wir brauchen ein verpflichtendes Schulfach Technik in allen Schulformen“, kommentiert Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA, die Ergebnisse.

Die Untersuchung

Ziel der Analyse der Schul-Curricula war, herauszufinden, welchen Stellenwert die schulische Technikbildung in Deutschland genießt und ob dabei Unterschiede zwischen Bundesländern festzustellen sind. Hierzu wurden alle „Technikinhalte“ der Curricula aller Fächer der Sekundarstufen 1 und 2 erfasst, sortiert nach Bundesland, Schulart, Jahrgangsstufe und Fach. Diese wurden auf Basis eines Kriterienkatalogs bewertet. Daraus entstanden sind ein Ländervergleich (Kompendium) und 16 Länderdossiers mit entsprechenden Handlungsempfehlungen an die jeweiligen Landesregierungen.

Die Ergebnisse

Technikbildung kommt in Deutschland zu kurz. Nur zehn Bundesländer bieten Ihren Schülerinnen und Schülern ein eigenständiges Fach Technik an, acht davon nur im Wahlpflichtbereich und nicht an allen Schulformen. Bemerkenswert ist die Situation an Gymnasien: Denn nur drei von 16 Bundesländern sehen dort echten Technikunterricht vor, keins davon im Pflichtbereich.

Stattdessen neigen die Länder zu Mischfächern oder verlegen technische Bildung direkt in die naturwissenschaftlichen Fächer. „Oft sollen Lehrkräfte der Naturwissenschaften in ihrem Fach technische Inhalte unterrichten, obwohl sie dafür an den Hochschulen nicht ausgebildet wurden“, erklärt Dr. Jörg Friedrich, Leiter der Abteilung Bildung im VDMA. „Wer Physik oder Biologie auf Lehramt studiert hat, ist noch lange nicht dazu befähigt, Technik-Kompetenzen, wie Erfinden, Konstruieren und Fertigen, zu vermitteln.“

Nur durch ein eigenständiges Schulfach Technik werde hingegen sichergestellt, dass eine entsprechende fachliche und didaktische Ausbildung an den Hochschulen und im daran anschließenden Referendariat erfolge.

Bundesländer im Vergleich

Wie es gehen kann, zeigen Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die allesamt sehr gut abschneiden. Sie zeichnen sich insbesondere durch ein eigenständiges Wahlpflichtfach Technik an den meisten Schulformen aus. Sachsen-Anhalt bietet als bundesweit einziges Bundesland für alle Schülerinnen und Schüler ein Fach Technik an, auch im Gymnasium und dort auch in der Oberstufe.

Auf diese Spitzengruppe folgt ein breites Mittelfeld, in dem zehn Bundesländer relativ nahe beieinanderliegen. Diese Länder punkten jeweils in unterschiedlichen Kategorien. Beispiel: Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern erreichen beim Thema Berufsorientierung hohe Punktzahlen. Sie zeigen, dass gute Berufsorientierung heute mehr umfasst als Standard-Praktika. Instrumente wie Betriebserkundungen, Potenzialanalysen, Berufswahlpässe, Praxis- und Projekttage sind hier zu finden. Sie sind dort in einzelnen Fachcurricula oder als fachübergreifende Leitperspektive verankert.

Eine unterdurchschnittliche Bewertung erzielen die Länder Berlin, Rheinland-Pfalz und Hessen. Derzeit wird in keinem dieser Bundesländer ein eigenständiges Fach Technik angeboten. Auch ein technikorientiertes Pflichtfach ist nicht überall etabliert. Zudem besteht in allen drei Ländern Nachholbedarf bei den Themen „Projektorientiertes Lernen“ und „Fächerkooperationen“. So werden in Hessen Naturwissenschaften im Rahmen eines losen „Lernbereichs“ unterrichtet, der lediglich ein Dach für die Fächer Biologie, Chemie und Physik mit jeweils eigenen Kerncurricula bildet, anstatt konsequent ein gemeinsames Kerncurriculum zu verwenden.

„Oft sollen Lehrkräfte der Naturwissenschaft in ihrem Fach technische Inhalte nebenbei mitunterrichten, obwohl sie dafür nicht ausgebildet sind“, erklärt Dr. Jörg Friedrich, Leiter der Abteilung Bildung im VDMA. „Wer Physik oder Bio auf Lehramt studiert hat, ist nicht automatisch dazu befähigt, Technik-Kompetenzen zu vermitteln.“

Hintergrund: warum Technikbildung?

Technische Innovationen sind die entscheidende Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands, auch zukünftig. Herausforderungen wie Klimawandel, erneuerbare Energien oder Elektromobilität sind ohne technische Lösungen unüberwindbar. Sie erfordern gut ausgebildete Fachleute.

Der Grundstein für die Faszination von Technik wird spätestens in der Schule gelegt. Im Technikunterricht erleben Kinder den Spaß an der Problemlösung. Das fördert Kreativität und erschließt berufliche Perspektiven. Nicht zuletzt hilft frühe Technikbildung dabei, geschlechterspezifische Vorurteile abzubauen.

Dafür braucht es ein eigenständiges Schulfach mit eigener Didaktik und mit eigens dafür ausgebildeten Lehrkräften. Neben der Vermittlung von Handlungskompetenz wird so auch die Technikmündigkeit von Schülern gestärkt. Technikbildung kann dazu beitragen, Chancen und Risiken neuer Technologien ausgewogen zu beurteilen. Aus Sicht von Technik-Didaktikern kommt hinzu: Technische Bildung fördert bei Kindern die Fähigkeit, sich als verantwortliche Mitgestalter unserer Gesellschaft zu betrachten. Eine Fähigkeit, die auf vielen Ebenen immer wichtiger wird. (as)

Weiterführende Information
  • 06.09.2019

    Nachwuchs mit Wissensdefizit

    Meinung

    Der VDMA hat in allen Bundesländern eine Analyse des Technikunterrichts an allgemeinbildenden Schulen durchgeführt - mit unbefriedigendem Ergebnis.   mehr

  • 17.06.2019

    2019 mindestens 10 Prozent Umsatzrückgang

    VDMA-Fachverband erwartet „spürbare Markteintrübung“

    Nach zehn Jahren Wachstum ist nun der lange befürchtete Abschwung da. Die deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenbauer stehen vor einem schmerzhaften Einschnitt.   mehr

  • 05.06.2019

    Niedrige Personalfluktuation, steigende Gehälter

    Gehaltsumfrage des VDMA in China

    Laut einer aktuellen Presseinformation des VDMA erleben die Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen in China eine extrem niedrige Fluktuation und ein stabiles Personalwachstum.   mehr

  • 25.03.2019

    Abfall- und Recyclingtechnik setzt Wachstum fort

    Umsätze legen 2018 um 2,9 Prozent zu

    Die Umsätze der Abfall- und Recyclingtechnik-Branche haben 2018 die Höchstmarke von 2,9 Milliarden Euro erreicht. Angesichts voller Auftragsbücher blickt die Branche zuversichtlich auf das laufende Jahr.   mehr

  • 21.12.2018

    Marco Steck erhält VDMA-Nachwuchspreis

    Bachelorarbeit zur Digitalisierung im Maschinenbau ausgezeichnet

    Marco Steck, Maschinenbaustudent der Hochschule Hof und Werkstudent von Hofmann – Ihr Impulsgeber, ist vom Fachverband Software und Digitalisierung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau für seine Bachelorarbeit ausgezeichnet worden.   mehr

  • 24.10.2018

    VDMA informiert über Euromap-Schnittstellen

    Euromap 84 für die Extrusion als Release Candidate veröffentlicht

    In Euromap 84 werden zunächst grundsätzliche Festlegungen getroffen, und die Extrusionslinie wird als Ganzes modelliert. Die Entwürfe einiger Teile werden in Testimplementierungen validiert, bevor sie als finale Versionen veröffentlicht werden.   mehr

  • 26.09.2018

    Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bleiben stabil

    Exportbilanz 2017 für deutsche Kunststoff- und Gummimaschinenbauer erfreulich

    Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) hat Zahlen zu den Exporten der Kunststoff- und Gummimaschinenindustrie in den Iran veröffentlicht.   mehr

  • 15.06.2018

    Neuer Vorstand bei Kunststoff- und Gummimaschinen

    Ulrich Reifenhäuser neuer Vorsitzender des VDMA-Gremiums

    Anlässlich ihrer Mitgliederversammlung wählten die Vertreter der Mitgliedsfirmen des VDMA Fachverbands Kunststoff- und Gummimaschinen ihren neuen Vorstand für die Amtsperiode 2018 bis 2021.   mehr

  • 08.05.2018

    Nächstes Rekordjahr für den Kunststoff- und Gummimaschinenbau

    VDMA veröffentlicht Zahlen für Deutschland

    Die deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenbauer übertreffen auch 2017 wieder alle Prognosen. Die Branche konnte ihren Umsatz nochmals um 5% steigern, die Vorhersage belief sich auf nur 4%.   mehr

  • 26.02.2018

    Vorabversion für Spritzgießmaschinen

    VDMA kündigt Euromap 82.1 an

    Für den Datenaustausch zwischen Spritzgießmaschinen und Temperiergeräten wurde Euromap 82.1 als Release Candidate veröffentlicht.   mehr

  • 17.10.2017

    Deutscher Kunststoff- und Gummimaschinenbau weiterhin erfolgreich im Exportgeschäft

    Spritzgießmaschinenexporte mit deutlichem Plus

    Für das erste Halbjahr 2017 vermeldete VDMA Kunststoff- und Gummimaschinen erfreuliche Exportzuwächse, besonders die Spritzgießmaschinenhersteller können mit einem hohen Wachstum zufrieden zur Fakuma gehen.   mehr

  • 26.06.2017

    Kunststoff-Maschinenbauer gut gelaunt

    VDMA-Fachverband erwartet deutliches Plus

    Die Kunststoff- und Gummimaschinenbauer aus Deutschland rechnen für 2017 und 2018 mit deutlich gesteigerten Umsätzen. Während China wohl wieder anzieht und die USA stabil bleiben, macht sich allerdings erstmals der Brexit bemerkbar.   mehr

  • 28.06.2016

    Kunststoff- und Gummimaschinenbau im VDMA hebt Prognose an

    2016 und 2017 je 2% mehr Umsatz realistisch

    Der deutsche Kunststoff- und Gummimaschinenbau rechnet für das laufende Jahr mit einem satten Plus, und so soll es auch weitergehen.   mehr

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